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Mangel an Tagesstätten im Kanton

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Mangel an Tagesstätten im Kanton

Freiburger Alzheimer-Vereinigung feiert 10-jähriges Jubiläum

Am kommenden Samstag feiert die Freiburgische Vereinigung für Alzheimer ihr 10-Jahr-Jubiläum. Die Vereinigung möchte Rahmenbedingungen schaffen, die es ermöglichen, Alzheimer-Patienten so lange wie möglich zu Hause zu betreuen.

Von JEAN-LUC BRÜLHART

Im Kanton Freiburg sind rund 2400 Personen an Alzheimer erkrankt – jedes Jahr kommen 550 Fälle dazu. Die Ursachen dieser unheilbaren Krankheit sind unbekannt. Die Wahrscheinlichkeit, von der Krankheit betroffen zu sein, steigt mit zunehmendem Alter. Frauen sind doppelt so oft betroffen, weil sie statistisch gesehen älter werden als die Männer. Gemäss Bernard Pillonel, Präsident der Vereinigung, lebt nur die Hälfte der Alzheimer-Patienten in Institutionen. Die andere Hälfte lebt zu Hause und wird von Familienangehörigen oder Bekannten betreut.

Um diese Personen zu entlasten, braucht es gemäss Pillonel im Kanton mehr Tagesstätten. Eine Stätte pro Bezirk wäre ideal. «Der Staat hat im Bereich Übergangsstrukturen und Tagesstätten noch viel Arbeit zu leisten.» Die Subventionen des Staats reichten aber nicht aus, um die geplante Tagesstätte «Le Soleil d’Or» in der Stadt Freiburg von einer ausgebildeten Fachperson leiten zu lassen.

Psychische und physische Belastung

«Zu Beginn der Krankheit brauchen die Patienten nur punktuell Hilfe – am Ende ist es rund um die Uhr», sagte Pillonel. Ziel sollte es sein, die Patienten so lange wie möglich zu Hause betreuen zu können – nicht nur aus Kostengründen. Im Kanton Tessin haben die verstorbenen Alzheimer-Patienten eineinhalb Jahre in einem Alters- und Pflegeheim gelebt. Im Kanton Freiburg sind es aus Mangel an Institutionen wie zum Beispiel Tagesstätten drei Jahre.

Vom Ausbruch der Krankheit bis zum Tod des Patienten vergehen rund zehn Jahre. «Die psychische und physische Belastung ist für Familienangehörige sehr gross, wenn der Patient ganz abhängig ist von der Betreuung zu Hause», sagte Pillonel. In Selbsthilfegruppen – im Kanton Freiburg gibt es vier – können Personen aus dem Umfeld von Patienten ihre Erfahrungen austauschen. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, sich Wissen im Umgang mit Patienten anzueignen.

Hilfe durch Freiwillige

Eine weitere Entlastung sind die rund 15 freiwilligen Mitarbeiter. Sie besuchen Alzheimer-Patienten zu Hause und ermöglichen somit den Familienangehörigen eine kurze Verschnaufpause.

An der Jubiläumsfeier vom kommenden Samstag, 12. Juni, werden Ruth Lüthi, Direktorin für Gesundheit und Soziales, sowie Birgitta Martensson, Generalsekretärin der Schweizerischen Alzheimer-Vereinigung, zur Situation im Kanton Freiburg referieren. Die Feier findet im Altersheim «Les Martinets» in Villars-sur-Glâne statt und beginnt um zehn Uhr.

Für deutschsprachige Angehörige von Alzheimer-Erkrankten existiert in Düdingen eine Selbsthilfegruppe. Leiterin der Gruppe ist Karin Blaser (026 481 22 59). Weitere Informationen und Dokumentationen sind zu erhalten unter 026 402 42 42.

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