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Mangelnde Unterstützung

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Mangelnde Unterstützung

Zum Parteiwechsel von Grossrat Yvan Aeby

Grossrat und Gemeinderat Yvan Aeby aus Tentlingen macht vor allem die mangelnde Unterstützung durch «die Elite der CVP» für seinen Übertritt zur SVP geltend.

Von ANTON JUNGO

In einem Schreiben vom 1. November hat Grossrat und Gemeinderat Yvan Aeby den Leitungsorganen der CVP von Gemeinde, Bezirk und Kanton seinen sofortigen Austritt aus der christlich-demokratischen Partei und seinen Beitritt zur schweizerischen Volkspartei (SVP) bekannt gegeben (vgl. FN vom 2. November). Zwei wichtige Elemente hätten ihn zu diesem Schritt bewogen, hält er im Schreiben fest.

«Ein Grund sind die regelmässigen Vorkommnisse in der CVP, die von einer kleinen, opportunistischen Elitegruppe der CVP gesteuert wird», schreibt er. Yvan Aeby, dem kürzlich das Präsidium des Wirtschaftsclubs des Grossen Rates anvertraut wurde, erwähnte gestern die Haltung der CVP zu dem KMU (kleine und mittlere Unternehmen). Vordergründig stehe die Partei für die KMU ein. Doch im konkreten Fall – wie zum Beispiel bei der Verteilung der Goldreserven der Nationalbank – weiche sie von ihren Prinzipien ab. Die CVP habe im Gespräch mit der SP erreicht, dass das Gold für den Schuldenabbau eingesetzt werde. Im Gegenzug habe sie Konzessionen beim zweiten Kindergartenjahr gemacht. Noch vor einem Jahr habe die CVP einen entsprechenden Vorstoss im Grossen Rat abgelehnt, erklärt Yvan Aeby.

Probleme im Gemeinderat
von Tentlingen

Als weiteren Grund erwähnt er «die ungelöste Affäre im Gemeinderat Tentlingen». «Die zuständige Behörde auf Bezirksebene zeigt nicht den nötigen Willen, der Wahrheit nachzugehen. Der entstandene Druck in der CVP ist nicht akzeptabel. Will ich in dieser Sache die Wahrheit aufzeigen, benötige ich Distanz und freie Hand», hält er fest. Präzisieren wollte Yvan Aeby nicht, um was es sich bei dieser «Affäre» handle. Er wies aber darauf hin, dass er den Staatsrat in einem Schreiben gebeten hat, das allgemeine Funktionieren des Gemeinderates von Tentlingen zu untersuchen.

Beschwerde formal akzeptiert

Der Staatsrat seinerseits hat Oberamtmann Marius Zosso damit beauf-
tragt, die notwendigen Abklärungen vorzunehmen. Der Oberamtmann des Sensebezirks wollte sich zum laufenden Verfahren nicht äussern. Er wies aber darauf hin, dass er im vergangenen Mai eine Beschwerde von Gemeinderat Yvan Aeby abgewiesen und dieser den Entscheid formal akzeptiert habe.

Die Beschwerde betraf damals die Nichtwahl von Yvan Aeby ins Präsidium des Gemeindeverbandes Alters- und Pflegeheim Ärgera. Seit dieser Angelegenheit hängt der Haussegen im Gemeinderat und in der CVP Giffers-Tentlingen schief. Wie Yvan Aeby gestern festhielt, hat ihn die Partei sogar gebeten, auf
Distanz zu gehen.

Willkommen in der SVP

In einer Medienmitteilung heisst die SVP Grossrat Yvan Aeby in ihren Reihen willkommen. «Als Unternehmer und Präsident des Wirtschaftsclubs des Grossen Rates hat Yvan Aeby ein offenes Ohr für die Sorgen der kleinen und mittleren Unternehmen des Kantons Freiburg. Im Kreis der SVP wird er auf zuverlässige Kollegen zählen können, um im Kanton Freiburg zusätzliches Wirtschaftswachstum zu generieren», schreibt die Partei in ihrer Mitteilung.

Yvan Aeby wird im nächsten Jahr auf der Liste der SVP für die Wahl in den Grossen Rat kandidieren. Dies sei eine der Bedingungen für den Parteiübertritt gewesen, betonte er am Mittwoch. Die Frage, ob er auch wieder für einen Sitz im Gemeinderat von Tentlingen kandidieren werde, liess er dagegen offen.

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