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Marc Mattmüllers langer Weg zurück

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Autor: michel spicher

Im Leben des Marc Mattmüller tut sich momentan einiges: Ende Oktober hat der 29-Jährige seine Freundin Manuela geheiratet, am 1. November hat er in Flamatt eine neue Arbeitsstelle angetreten und im April wird der Freiburger erstmals Vater. Und nicht nur privat läuft es dem gebürtigen Tentlinger prächtig, sondern auch sportlich hat er allen Grund zur Freude: Mehr als ein Jahr nach seinem Achillessehnenriss kann Mattmüller endlich wieder beschwerdefrei Badminton spielen. Und wie! Der Doppelspezialist gibt am Sonntag mit Tafers-Freiburg sein Comeback und ist auf dem besten Weg, sich seinen Platz im NLA-Team zurückzuerobern.

Mentale Stärke

Einen Platz notabene, den Mattmüller schon einmal innehatte. Im Januar 2008 wechselte er während der Meisterschaft von Kerzers zu Tafers-Freiburg und fortan war sein Name regelmässig auf dem Matchblatt der Union aufgeführt. Auch wenn sich Mattmüller im Seeland mit dem Wechsel zum Kantonsrivalen nicht unbedingt Freunde gemacht hat, so war es für ihn der logische nächste Schritt in seiner sportlichen Entwicklung. «In Kerzers hatte man sich damit begnügt, jeweils am grünen Tisch den Ligaerhalt zu schaffen», erinnert sich der Softwareentwickler. «Ich wollte mehr, stand im Team mit meinem Ehrgeiz aber alleine da und habe deswegen die Konsequenzen gezogen.»

In den folgenden zwei Jahren war Marc Mattmüller eine feste Grösse bei der Union. Auch wenn der Doppel- und Mixed-Spezialist stets im Schatten der Brüder Olivier und Michael Andrey gestanden und nicht die spielerische Klasse von Nachwuchstalent Florian Schmid besessen hat, sicherte er seinem Team dank seiner mentalen Stärke doch regelmässig Punkte.

Verletzungspech

Marc Mattmüller war gut in Form, als anfangs 2010 sein «Leidensweg» begann. Just eine Woche vor den Freiburger Meisterschaften zog sich er sich eine Oberschenkelzerrung zu. Zum Kräftemessen mit der kantonalen Elite trat er dennoch an und galt trotz Handicap als Favorit auf den Titelgewinn im Doppel. Weil sich sein Partner Dominik Aebischer aber im Halbfinal den Fuss verdrehte und aufgeben musste, zerplatzte Mattmüllers Medaillentraum. Auch in der NLA kam der Verletzte nicht mehr zum Einsatz und musste tatenlos zusehen, wie sein Team die angestrebte Playoffqualifikation verpasste.

Mattmüller kämpfte sich für die Saison 2010/11 zurück ins Team. Einmal noch wollte er in der höchsten Liga antreten, dann sollte Schluss sein. Weil er wegen eines Militärdienstes den Saisonstart verpasste, bestritt Mattmüller die ersten Spiele in der NLB. Und da passierte es: Bei seinem zweiten Einsatz mit der Union II riss sich Mattmüller die Achillessehne. Saisonende.

Die Jungen im Nacken

«So wollte ich nicht abtreten. Als ich im Januar nach über drei Monaten Pause wieder mit leichtem Training anfangen konnte, hatte ich immer das gleiche Ziel vor Augen: Ich wollte wieder an die NLA herankommen.» Die Mühen und Strapazen haben sich gelohnt. Am Sonntag wird «Mac», wie ihn seine Mitspieler nennen, gegen Solothurn sein Comeback geben.

Wie oft der 29-Jährige danach noch NLA-Luft wird schnuppern können, wird sich zeigen. Die Konkurrenz im Team ist mit den Youngstern Nicolas Blondel und Oliver Schaller gross. «Die beiden sind zweifellos schneller als ich und haben die besseren Schläge drauf. Ihnen fehlt aber etwas die Konstanz», so Mattmüller. Das ist wiederum sein Pluspunkt, macht er doch mit seiner mentalen Stärke spielerische Defizite wett. «Es ist doch schön, kommen bei uns junge Talente nach. Und sollten fortan nur noch die beiden zum Einsatz kommen, wäre dies kein Weltuntergang für mich. Mein Ziel, nochmals in der NLA spielen zu können, habe ich erreicht. Und seit ich weiss, dass ich im April Vater werde, haben sich meine Prioritäten vom Badminton in Richtung Privatleben verschoben.»

Hat sich nach einem Achillessehnenriss zurückgekämpft: Marc Mattmüller.Bild Corinne Aeberhard/a

Zur Person

Marc Mattmüller

Geburtsdatum: 7. Dezember 1981

Zivilstand: verheiratet

Wohnort: Wünnewil

Beruf:Softwareentwickler

Hobbys: ferngesteuerte Hubschrauber, Kino («Die Filme ‹Transporter› und ‹Die Hard› gefallen mir gut.»)

Karriere: Als 13-Jähriger beim BC Ried (4.L.) angefangen, 2 Jahre beim BC Schmitten (2.L.), Wechsel zum BC Kerzers (1.L. – NLA).

Grösste Erfolge: FM 2007 in Doppel und Mixed

Grösste Enttäuschung:Achillessehnenriss im Vorjahr

Motto:«Es ist, wie es ist, und ich mache das Beste daraus.»

Doppelrunde: Zwei wegweisende Spiele für die Union Tafers-Freiburg

Für die Union Tafers-Freiburg stehen am Wochenende wegweisende Spiele auf dem Programm. Am Samstag empfängt die Union La Chaux-de-Fonds, das einen Rang besser platziert ist (14 Uhr, OS-Spielhalle). Die Neuenburger sind mit einem Sieg und einem Remis überraschend gut in die Saison gestartet, was nicht zuletzt den beiden Bulgaren Stiliyan Makarski und Diana Dimova anzurechnen ist.

Schwieriges Auswärtsspiel

Am Sonntag folgt für Tafers-Freiburg der schwere Gang zum BC Solothurn. Mit dem Schweizer Meister hat die Union nach der Niederlage im letztjährigen Playoff-Halbfinal noch eine Rechnung offen. Das Team von Christian Bösiger hat den Saisonstart gründlich verhauen und liegt nach zwei Niederlagen mit einem Zähler am Tabellenende. Ob die Solothurner die rote Laterne in nächster Zeit abgeben können, hängt nicht zuletzt von den beiden Teamleadern Christian Bösiger und Michael Lahnsteiner ab. Der Schweizer Meister und das österreichische Jungtalent wollen sich heuer für die Olympischen Spiele von London 2012 qualifizieren und werden an 20 bis 25 internationalen Turnieren rund um den Globus unterwegs sein, um Rankingpunkte zu sammeln. So musste Solothurn in seinem letzten Meisterschaftsspiel auf Lahnsteiner verzichten, weil er in Costa Rica engagiert war.

Vier Punkte als Ziel

Da dieses Wochenende in der NLA eine Doppelrunde ansteht, dürfte der Titelverteidiger gegen die Union in Bestbesetzung antreten. «Mit vier Punkten aus den beiden Wochenendspielen wären wir zufrieden», sagt Stephan Dietrich, Assistenztrainer der Union Tafers-Freiburg. «Damit könnten wir uns im Mittelfeld der Tabelle ein kleines Polster schaffen.» ms

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