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+ Margrit Ruchti-Nydegger, Rechthalten

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Als Margrit Nydegger ist die Verstorbene am 10. November 1919 im Tannacker, Rechthalten, geboren. Sie ist das jüngste von sechs Kindern. Das Heimetli war zu klein für die grosse Familie und der Vater erwarb im Eichholz in Giffers etwas Grösseres, und so zügelt man, als Margrit halbjährig ist. Sie hat von einer schönen Kindheit berichtet, auch wenn die Mutter früh verstorben ist und die älteren Schwestern dem Vater den Haushalt besorgen mussten. Nach einem zweijährigen Welschlandaufenthalt war Margrit an der Reihe, daheim zu haushalten. Am 13. März 1943 führte Fritz Ruchti seine Margrit heim in ihr früheres Geburtshaus, dem Tannacker in Rechthalten. Drei Kinder wurden dem Paar geschenkt und wie diese erzählen, haben sie eine reiche Kindheit trotz ärmlicher Verhältnisse erleben dürfen, eingebunden in die Arbeit, aber mit viel Freiheit, mit Spiel und mit gemeinsamem Singen abends in der Küche.Die Kinder flogen aus und es wurde stiller im Haus. 1983 starb Fritz Ruchti, erst 70-jährig, und Margrit Ruchti übernahm ganz selbstverständlich das Ruder. Mitte der Achtzigerjahre überwand sie eine Tumorerkrankung und in den Neunzigerjahren raubte ihr eine Kropfoperation die Singstimme, was sie sehr reute. Und erst vor zweieinhalb Jahren brach sie sich bei einem Sturz Jochbein und Halswirbel und trug einen Sommer lang einen Halskragen. Im Spätherbst 2006 fand sie es an der Zeit, ins Altersheim Ärgera in Giffers einzutreten. Frohgemut und offen für den neuen Lebensabschnitt fügte sie sich ein und gestaltete ihre Tage aktiv und zielstrebig. Mit ihrer warmherzigen Wesensart fand sie rasch neue Kontakte.Margrit Ruchti fühlte sich für sich und ihre Welt verantwortlich. Sie kochte gesunde Mahlzeiten, pflegte ihr Äusseres und ging bis zum letzten Tag auf einen Spaziergang an die frische Luft. Sie duldete nicht, dass Früchte an den Bäumen faulen, dass der Garten verwilderte oder altes Brot nicht verwertet wurde. Schicksalsschläge nahm sie in Demut entgegen, man musste es ertragen und die Kraft für den Neuanfang einsetzen statt fürs Hadern. Sie lebte bescheiden und genügsam und brauchte wenig für ihre Zufriedenheit. Im Tannacker fühlte man sich willkommen, das Haus war mit Herzlichkeit, Wärme, Zuwendung und Interesse am Besuch beseelt und so bedeutete Alleinsein nicht Einsamkeit.Friedlich und natürlich, wie sie lebte, vollendete sie am späteren Abend des 6. Oktober 2007 ihr irdisches Dasein. Sie hatte das Geschenk des Lebens in seiner wahren Fülle vorbildlich angenommen und geteilt. Eing.

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