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Mariastein zeigt Solidarität

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Das Kloster Mariastein solidarisiert sich mit den Basler Juden. Er habe sich über die schwierige Situation der jüdischen Gemeinschaft empört, sagte Abt Peter von Sury. Empört habe er sich insbesondere darüber, «dass Juden in Basel nicht in Ruhe und ohne Angst am Sabbat in der Synagoge ihren Gottesdienst feiern dürfen, so wie wir Katholiken das am Sonntag ganz selbstverständlich tun können», so der Abt.

Auch die Aussage einer jüdischen Frau, sie sitze auf gepackten Koffern, sei ihm «schrecklich bekannt» vorgekommen. «Wir sind 75 Jahre nach dem Holocaust, und Auschwitz ist schon wieder so weit?», fragte sich von Sury. Und dass die Israelitische Gemeinde Basel (IGB) durch die notwendigen Sicherheitsmassnahmen in arge finanzielle Schwierigkeiten kommt, stiess ihm ebenfalls auf. «Sie sind also gleich doppelt bestraft, einfach weil sie Juden sind», sagte der Abt. Berichte in der «Basellandschaftlichen Zeitung» hätten ihn aufgerüttelt, wie er gegenüber kath.ch erklärt.

Gegen diese Situation wollte von Sury ein «kleines Zeichen» setzen, wie er sagt. Die Pro­blematik griff er im März in einer Predigt über die Erfahrung von Krise auf. Dazu führten die Mönche in drei Gottesdiensten Kollekten für die jüdische Gemeinschaft durch.

Die Kollekte solle «ein Zeichen der Solidarität und der Hochachtung gegenüber unseren jüdischen Mitbürgern sein», erklärte der Abt den Besucherinnen und Besuchern der Gottesdienste laut eigenen Angaben. Es handle sich um einen Beitrag an die hohen Kosten für die Sicherheitsmassnahmen rund um die Synagoge.

So kamen 3000 Franken zusammen. Das Kloster rundete den Betrag auf 5000 Franken auf und übergab diesen kürzlich an den Basler Rabbiner Moshe Baumel sowie an den IGB-Präsidenten Guy Rueff, wie die «Basellandschaftliche Zeitung» schreibt. Dabei äusserte der Abt den Wunsch nach einer Synagogenführung für die Mönche von Mariastein. Der Rabbiner habe sich gern dazu bereit erklärt, sagt Abt Peter von Sury gegenüber kath.ch.

Den Rotstift in der Hand

Die Israelitische Gemeinde hat laut der jüdischen Zeitschrift «Tachles» inzwischen ein revidiertes Budget 2018 vorgelegt, das statt 652 000 nun 565 000 Franken Defizit vorsieht. Zugleich werden für die Periode 2019 bis 2023 Einsparungen von bis zu 800 000 Franken vorgeschlagen. Darüber wird an der Generalversammlung im April entschieden. Der Aufwand für die Sicherheit sei mit 470 000 Franken auch im geplanten Budget 2019 der grösste Belastungsfaktor des neu budgetierten Fehlbetrags, heisst es im «Tachles». Die Israelitische Gemeinde Basel hat rund 1000 Mitglieder. Sie besteht seit 1805. Nach einer kantonalen Volksabstimmung am 3. Dezember 1972 zur Änderung der Kantonsverfassung des Kantons Basel-Stadt, erhielt die Israelitische Gemeinde Basel als erste jüdische Gemeinde in der Schweiz die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts.

kath.ch/jcg

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