Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Marie-Claude Chappuis und das Freiburger Kammerorchester begeistern das Publikum

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Irmgard Lehmann

Drei Mal volles Haus – und das nicht in einer Grossstadt, sondern im Podium Düdingen. Woran mag das liegen? Die einen kommen, weil das Neujahrskonzert Tradition ist. Andere, um zu sehen und gesehen zu werden. Viele wegen der Musik. Besonders jetzt beim 12. Mal. Jean-Pierre Vuarnoz, Präsident der Arbeitsgruppe Podium hat einen guten Griff getan, die Freiburger Mezzosopranistin Marie-Claude Chappuis und das professionelle Freiburger Kammerorchester mit dem Dirigenten Laurent Gendre – 2008 war das Orchester gegründet worden – nach Düdingen zu holen.

Politiker und Champagner

Das Neujahrskonzert im apart geschmückten Podium – am Wochenende drei Mal aufgeführt – hat sich zu einem bedeutenden gesellschaftlichen Ereignis gewandelt. Was Rang und Namen hat, war präsent: Alle Staatsräte folgten der Einladung, National- und Ständeräte, Oberamtmänner.

Die Arbeitsgruppe sorgte für ein gutes Ambiente. Das Cüpli in der Pause und das Apéro nach der Vorstellung – den 1800 Gästen von den Sponsoren offeriert. Tatsächlich. Was gibt es Schöneres, als nach einem so ergreifenden Konzert gemeinsam ein Glas Wein zu trinken, über Gott und die Welt zu parlieren und – beim Stehapéro seis erlaubt – ungezwungen Gesprächspartner zu wechseln.

«Wir dürfen Stolz sein»

Über die musikalischen Visitenkarten des Kantons zeigte sich auch der neue Staatsratspräsident Erwin Jutzet erfreut. Er überbrachte die staatsrätlichen Neujahrswünsche und sagte: «Freiburg ist der jüngste Kanton der Schweiz und wird es bis 2050 wahrscheinlich auch bleiben. Freiburg hat junge Musikerinnen und Musiker, eine Sängerin mit internationalem Renommee. Wir dürfen stolz sein», führte Jutzet aus. «Im Podium sitzen wir besser als bei der Konkurrenz inWien», meinte Vuarnoz zu Beginn des Konzertes. Recht hat er. Doch mag die ungebrochene Aufmerksamkeit des Publikums nicht nur an den Sesseln liegen. Da war nun einmal ein höchst gefälliges Konzertprogramm: Mozart-Arien, Rossini, Bizets Carmen, alles Musik, die man immer wieder hören mag. Am Sonntagabend sang sich Marie-Claude Chappuis in die Herzen des Publikums. Mit Mozarts «Voi che sapete» (Figaros Hochzeit), der Dorabella-Arie (Così fan tutte) und «Parto, parto» (Clemenza di Tito) strahlte sie einen betörenden Zauber aus, hinreissend in den Wechselbädern der Affekte. Anmutig und mit Witz servierte sie Chabriers «Couplet du mari».

Begeisterter Applaus

Die limitierte Bewegungsfreiheit auf der Bühne machte sie mit einer facettenreichen Mimik und subtilem Fingerspiel wett. Die rebellische und verletzliche «Carmen» löste begeisternden Applaus aus. Mit einer Arie aus der «Fledermaus» von Strauss bedankte sich eine sichtlich bewegte Künstlerin. Wahrhaftig, es muss nicht immer Nadelmann sein!

Oper und Podium

Laurent Gendre führte das rund 45-köpfige Kammerorchester souverän, mit anmutigen Gesten, begleitet von einem aufmunternden Blick. Ein Orchester mit hervorragenden Bläsern (Klarinette, Oboe), das die mannigfachen melodischen Feinheiten der Partitur feinfühlig herausschälte, stets zurückhaltend in der Begleitung der Sängerin. Ein Orchester, das sich zwischen den Opernaufführungen auch noch Zeit nahm, im Podium zu spielen. Das Publikum bedankte sich mit Standing Ovations. Dieses Neujahrskonzert wird ohne Zweifel in bester Erinnerung bleiben.

Mehr zum Thema