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Marie Garnier tritt zurück

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«Ich bin müde und erschöpft»: So begründete die Grüne Marie Garnier gestern vor den Medien ihren Rücktritt. Die Freiburger Staatsrätin stand in den letzten Monaten im Fokus der Öffentlichkeit, weil sie im Zusammenhang mit Problemen im Oberamt des Saanebezirks vertrauliche Dokumente weitergegeben hatte. Nächste Woche stimmt der Grosse Rat darüber ab, ob ihre Immunität aufgehoben wird, damit die Staatsanwaltschaft die Vorwürfe untersuchen kann.

Marie Garnier sprach von einem «ungesunden Klima», in dem sie sich bewege. Die Affäre rund um das Oberamt des Saanebezirks sei nur ein kleiner Teil dessen, was sie in den letzten Jahren habe ertragen müssen – aber sehr bezeichnend. «Als erste Grüne im Staatsrat und als Frau bin ich anders behandelt worden als ein bürgerlicher Mann.» Sie sei ständigen Angriffen ausgeliefert gewesen und habe sich verteidigen müssen. «Ich habe meine Energie für meine Verteidigung gebraucht, anstatt sie für Projekte nützen zu können, die der Bevölkerung etwas bringen.»

Die Affäre um das Oberamt habe sie persönlich getroffen und sei ihr nahe gegangen. «Ich unterziehe mich dem Verfahren um die Immunitätsenthebung mit der Gewissheit, dass ich niemandem geschadet habe und dass ich mir nichts vorwerfen muss.» Doch sei es zu aufreibend, in einem solchen Klima zu arbeiten. Sie habe in der Politik sehr wenig Rückhalt erhalten, hingegen viel von der Bevölkerung.

Die Messer werden gewetzt

Die Präsidenten der Kantonalparteien zeigten sich gestern auf Anfrage allesamt ebenso überrascht wie Staatsratspräsident Maurice Ropraz (FDP) über Marie Garniers Entscheidung. Im Hinblick auf die Ersatzwahl, die wohl am 4. März stattfindet, werden die Messer aber schon gewetzt. Die Grünen, die SVP und die FDP melden bereits ihr Interesse am frei werdenden Sitz an. Die SP und die Mitte links – CSP wollen einen linken Sitz – unabhängig von der Parteicouleur.

Die CVP zeigt sich zurückhaltend, zumal sie schon mit drei Staatsräten in der Kantonsregierung vertreten ist. Die GLP und die BDP sind noch unentschlossen.

njb/jcg

 

Kommentar links, Berichte Seite 3

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