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Marie Garniers Stabübergabe

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Noch steht nicht fest, wer Marie Garnier (Grüne) im Staatsrat ersetzen wird: Der zweite Wahlgang der Staats­ratsersatzwahl findet erst am 25. März statt. Und Marie Garnier ist noch bis Ende April im Amt. Trotzdem hat die abtretende Staatsrätin gestern vor den Medien Bilanz gezogen: Ihre beiden Generalsekretäre und sechs der sieben Amtsleiter stellten nacheinander kurz vor, was in ihrem Amt in den letzten gut sechs Jahren – seit Garniers Amtsantritt im Januar 2012 – gegangen ist. Sie wolle damit ihrer Nachfolgerin oder ihrem Nachfolger aufzeigen, was ihre Direktion leiste und aufgegleist habe, damit die Person mit Respekt an ihre Arbeit gehe. «Es ist eine Art Stabübergabe», sagte Garnier.

Gruppenbild mit Dame

«Fast alle Amtsleiter habe ich selber ernannt», sagte Garnier. Sie sei auch die erste Staats­rätin gewesen, die zwei Generalsekretäre eingesetzt habe. «Das gab am Anfang viel zu reden, doch unterdessen haben auch andere Direktionen zumindest einen stellvertretenden Generalsekretär.» Sie habe bei der Stellenbesetzung auf Diversität geschaut, sagte Garnier; auch die Zweisprachigkeit sei ihr dabei ein Anliegen gewesen. Trotzdem bot sich gestern ein Gruppenbild mit Dame: Alle Amtsleiter sind Männer. «Ich habe nach Frauen gesucht», sagte Garnier. «Aber ich habe einfach keine gefunden.» Immerhin habe sie auf der Stufe unterhalb der Amtsleiter mehrere wichtige Posten mit Frauen besetzen können.

Marie Garnier betonte, dass ihre Direktion in den letzten gut sechs Jahren sehr vieles bewegt habe. Sie stellte aber auch fest: «Es gibt grossen Widerstand gegen Innovationen, sogar in kleinen Dingen.»

«Chefwechsel gehört dazu»

Die Amtsleiter kennen ihre neue Chefin oder ihren neuen Chef noch nicht; im zweiten Wahlgang stehen sich der Freisinnige Didier Castella und die Sozialdemokratin Valérie Piller Carrard gegenüber. «Ein Chefwechsel gehört bei unserer Stelle dazu», sagte General­sekretär Peter Maeder. Und sein Kollege Samuel Russier fügte an: «Wir wurden fast alle von Marie Garnier angestellt. Nun ist es an uns, uns an jemand Neuen anzupassen.» Der Umbruch sei aber auch eine inte­ressante Phase: «Wir stellen uns und unsere Art, die Dossiers zu behandeln, infrage.»

Funktionierende Verwaltung

Gérald Mutrux, Vorsteher des Amts für Gemeinden, hat schon mehrere Chefwechsel erlebt. Aus seiner Erfahrung weiss er: «Wenn die Verwaltung funktioniert, dann läuft auch der Wechsel gut ab. Machen wir unsere Arbeit korrekt, dann finden wir auch schnell den Draht zu einer neuen Leitung.»

Chronologie

Am Anfang stand der Streit mit Ridoré

Zwischen Staatsrätin Marie Garnier (Grüne) und dem Oberamtmann des Saanebezirks Carl-Alex Ridoré (SP) kriselte es seit geraumer Zeit. Es ging um Führungs- und Kompetenzfragen sowie um strukturelle Mängel, die zu Funktionsstörungen im Oberamt geführt hatten. Zur Affäre wurde der Streit im April 2017 mit der Veröffentlichung eines vertraulichen Brief­wechsels zwischen den beiden Magistraten durch das Westschweizer Radio RTS. Im Mai machten die FN publik, dass Garnier vertrauliche Berichte und Mailwechsel an Medien versandt hatte. Die Staatsanwaltschaft eröffnete eine Untersuchung wegen möglicher Amtsgeheimnisverletzung. Am 8. November kündigte Garnier ihren Rücktritt auf Ende April an. Am 14. November hob der Grosse Rat ihre Immunität auf.

njb

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