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+ Marie-Therese Müller-Ackermann, Vuisternens-en-Ogoz

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Im Taufschein steht Marie-Therese Ackermann. Ihre Freude nannten sie Marei oder Miggi. Zu Hause rief man sie Mama. Und für viele aus ihrer alten Heimat blieb sie immer «d Miitla», d Miitla, die Jüngste. Denn als jüngstes von vier Kindern des Albin und der Caroline Ackermann-Gross wurde Marie-Therese Ackermann am 15. Juni 1936 in Heitenried geboren. Bald darauf erwarb ihr Vater ein kleines Bauerngut in Heimberg bei Alterswil. Da verbrachte sie ihre Jugend. Materiellen Entbehrungen standen beglückende Erfahrungen von Geselligkeit und Gesang gegenüber. Marie-Therese Ackermann arbeitete nach Schulabschluss mehrere Jahre im Service, auch im Saanebezirk, wo sie ihren Lebenspartner André Müller kennen und lieben lernte.

1964 heirateten die beiden und liessen sich in Vuisternens-en-Ogoz nieder. André Müller trieb sein Gewerbe, Kantinenverleih und Metallkonstruktion, in immer grössere Dimensionen; sie half da am Rande mit, putzte das Besteck, zählte die Gläser, ordnete die Kisten mit Tellern – und vor allem bot sie dem Geschäftlichen den privaten Flankenschutz. 1965 kam Armin, 1968 Sylvia zur Welt. Sie füllte ihre neuen Rollen voll aus und bewahrte doch der alten Heimat im Sensebezirk ein Stück ihres Herzens.

Die Jahre hätten sich beinahe schon zum ruhigen Glück des Alters gefügt, da teilte ihr 1989 das Schicksal eine erste Watsche aus. Armin, ihr Sohn und im elterlichen Geschäft tätig, starb bei einem Verkehrsunfall. Hier brannte sich das Bewusstsein existenzieller Verletzlichkeit ein, aber sie fasste sich und trotzte dem Grau der Tage wieder Farbe ab. Zwölf Jahre später pochte das Schicksal wieder an die Tür: Eine längere kraftraubende Behandlung war nötig, um den Krebs zu überwinden. Erneut raffte sie sich hoch. Und dann trippelte, was sie «den Sonnenschein unseres Herbstes» nannte, in ihre alten Tage: Amandine, ihr Grosskind. Das war wie eine Versöhnung mit dem Durchlittenen, ein Appell, die Welt neu zu sehen.

Ein Treppensturz beim Lotto kurz vor Weihnachten 2012 zog einen jähen Strich in diesen späten Optimismus. Während eines längeren Spitalaufenthalts ermüdete ihr Körper. Zurück bei ihren Lieben zu Hause, versprühte sie jedoch wieder verhaltenen Optimismus. Sie nahm ihn wohl mit oder wollte ihn als Abschiedsbotschaft verstanden haben, als sie, unerwartet für den Moment, am frühen Morgen des 5. Februar 2013 ihre letzte grosse Reise antrat. Eing.

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