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«Markanter Anstieg zu verzeichnen»

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Die Krankenkassenprämien werden 2018 im Kanton Freiburg zum sechsten Mal in Folge seit der Einführung der neuen Spitalfinanzierung im Jahr 2012 stark ansteigen. Dies teilte die Direktion für Gesundheit und Soziales gestern mit. Im Durchschnitt werden die Prämien für Erwachsene 3,8 Prozent teurer. Dies ist etwas weniger als im Vorjahr, als der Anstieg 5,1 Prozent betrug, und auch etwas weniger als der diesjährige Schweizer Durchschnitt von 4,0 Prozent.

Der Anstieg der durchschnittlichen ­Kinderprämien ist in Freiburg mit ebenfalls 3,8 Prozent der moderateste unter den Westschweizer Kantonen, wo sich der Anstieg durchschnittlich auf über 6 Prozent beläuft. Bei den jungen Erwachsenen beträgt der Anstieg im Kanton Freiburg 3,9 Prozent.

Teils nach unten korrigiert

«Im Vergleich zu anderen Kantonen haben wir in Freiburg einen markanten Anstieg zu verzeichnen», sagte Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre (SP) auf Anfrage. «Dieser wirkt sich durchaus auf das Budget unserer Bürger aus.» Es stört sie auch, dass die Krankenkassenprämien in stärkerem Ausmass steigen als die Gesundheitskosten. Diese dürften nämlich 2018 nur um 3,2 Prozent ansteigen. «Und dennoch muss man mit diesem Verhandlungsergebnis zufrieden sein», so Demierre weiter. Einigen Anträgen des Kantons Freiburg habe das Bundesamt für Gesundheit im Rahmen der Vernehmlassung immerhin Rechnung getragen. Dies, indem es einige der angekündigten Prämien für zu hoch befunden habe.

Tatsächlich wurden insbesondere die Prämienanstiege der Versicherer Philos, Visana und Concordia, die zu den grössten im Kanton gehören, nach unten korrigiert. Diese Versicherer trugen den Anpassungen im Zusammenhang mit der Tarmed-Struktur nicht Rechnung. Diese werden einen Rückgang der ambulanten Kosten zur Folge haben und sollen im Januar 2018 in Kraft treten. Die bei der Vernehmlassung ursprünglich beantragte durchschnittliche Anhebung um 4,9 Prozent wurde dadurch auf 3,8 Prozent herabgesetzt.

Und dennoch: «Mittlerweile ist ein Viertel der Freiburger Bevölkerung auf eine Prämienverbilligung angewiesen», so Demierre. Für die Anpassung an den Prämienanstieg seien im Budget 2018 zusätzliche 7,7 Millionen Franken vorgesehen – dies bei einem Gesamtbudget von 163,4 Millionen.

Prämienregionen unverändert

Bei den Prämienregionen wird es wider Erwarten zu keinen Änderungen im Kanton kommen. Weiterhin liegt der Saanebezirk in der Region 1, der Rest des Kantons in der Region 2. «Das Projekt wurde zurückgezogen und wird derzeit neu beurteilt», sagt die Gesundheitsdirektorin dazu. Damit sei sie grundsätzlich ebenfalls zufrieden. Das Thema werde aber in den nächsten Jahren sicher wieder auf den Tisch kommen. Im Allgemeinen sei das Vertrauen des Kantons in die Krankenkassen trotz der stetig steigenden Prämien sicher weiterhin da, sagt Demierre und fügt an: «Aber wir haben doch ein echtes Problem.» Denn wenn jemand die Kasse wechsle, bleibe die Reserve bei der alten Kasse. Hier müsse man früher oder später über ein neues Modell nachdenken.

Letztlich liege es an allen, zu einer Senkung der Gesundheitskosten beizutragen. Eine generelle Erhöhung der Minimalfranchise, wie dies oft vorgeschlagen wird, ist für Demierre aber keine Lösung. Denn darunter würden wieder die chronisch Kranken und die älteren Menschen leiden. Weiterhin eine mögliche Lösung bleibt für Demierre hingegen eine Einheitskasse. «Auch dieses Thema wird sicher wieder aktuell werden», sagt sie.

Events und Homepage

Wo kann man sich als Bürger informieren?

Auch in diesem Jahr besteht die Möglichkeit, bis zum 30. November einen Krankenkassenwechsel vorzunehmen. Die Gesundheitsdirektion organisiert dazu gemeinsam mit dem Westschweizer Konsumentenverband vier Info-Veranstaltungen: am 3. und 8. November beim Westschweizer Konsumentenverband an der St.-Peters-Gasse sowie am 8. und 11. November im «Freiburg für alle» an der Cribletgasse in Freiburg.

Informationen können auch per Post beim Amt für Gesundheit unter 026 305 29 38 bestellt werden. Ausserdem findet man Wissenswertes auf den Websites der Direktion für Gesundheit und Soziales sowie des Amts für Gesundheit, beim Prämienrechner des Bundesamts für Gesundheit sowie bei der kantonalen AHV-Ausgleichskasse.

jcg

 

Gesamtschweizerische Perspektive

Junge Menschen und Romands am stärksten betroffen

Die Krankenkassenprämien für Erwachsene steigen 2018 gesamtschweizerisch um durchschnittlich 4,0 Prozent. Dies ist etwas mehr als der durchschnittliche Anstieg der letzten zehn Jahre, der 3,7 Prozent betrug, wie das Bundesamt für Gesundheit gestern mitteilte. Seit der Einführung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) im Jahr 1996 musste jedes Jahr durchschnittlich ein Anstieg von 4,6 Prozent in Kauf genommen werden.

Noch stärker als bei den Erwachsenen ist der Anstieg bei den Prämien für Kinder sowie für junge Erwachsene im Alter zwischen 19 und 25 Jahren. Bei ihnen steigt die Prämie durchschnittlich um 5,0 beziehungsweise 4,4 Prozent. Besonders hart trifft die Prämienerhöhung nächstes Jahr zudem die Bewohner von vier Westschweizer Kantonen. Waadt (plus 6,4 Prozent), Wallis (plus 5,9 Prozent), Neuenburg und Genf (je plus 5,4 Prozent) sind Spitzenreiter, was die Erhöhung betrifft.

Die Kosten im Gesundheitswesen nehmen aufgrund der demografischen Entwicklung, des medizinisch-technischen Fortschritts sowie des Mengenwachstums zu. Das zuständige Eidgenössische Departement des Innern hat deshalb bereits Massnahmen eingeleitet, um den Anstieg der Gesundheitskosten um mehrere 100 Millionen Franken pro Jahr zu ­reduzieren.

sda

 

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