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Markanter Einbruch des Bauvolumens

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Die Kantonale Bauwirtschaftskonferenz hat eine statistische Übersicht über die aktuelle Entwicklung im Sektor Bau herausgegeben. «Zum ersten Mal seit mehreren Jahren sind alle Indikatoren rot und deuten auf eine ernsthafte Verlangsamung des Arbeitsvolumens 2017 im Kanton hin», heisst es in einem Brief an die Mitglieder des Freiburgischen Baumeisterverbandes.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache (siehe Kasten): Per Ende November ist die Zahl der bewilligten Bauten im Kanton gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Prozent und gegenüber 2015 gar um 10 Prozent zurückgegangen. Dramatisch erscheint der Rückgang des Gesamtwerts der bewilligten Bauten: 24,5 Prozent.

«Noch nicht alarmierend»

«Es ist noch nicht der Moment, Alarm zu schlagen», sagt Jean-Daniel Wicht, Direktor des Baumeisterverbandes. «Das wäre der Fall, wenn es zu Konkursen im Baugewerbe käme.» Die Erhebung zeigt die Entwicklung dieses Jahres in einem grösseren Rahmen. Die diesjährige Baisse drückt sich seit Beginn der Bausaison besonders aus: Seit April ist die Anzahl der Baubewilligungen gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Das gilt für jeden einzelnen Monat auch im Vergleich zu 2015 und 2014. Es scheint sich vor allem um eine Umkehr nach einigen Boomjahren zu handeln. «Es ist eher ein leichtes Absenken, das von Jahr zu Jahr schwanken kann», meint Wicht. So liegt das Jahr 2017 noch auf einem höheren Niveau als 2012 und 2013.

Augenfällig ist, dass 2017 die durchschnittlichen Kosten pro Bauprojekt eingebrochen sind. Kostete 2016 ein bewilligtes Bauvorhaben noch 726 000 Franken, ist dieser Wert 2017 um mehr als die Hälfte zurückgegangen.

Ein Gradmesser für die Bautätigkeit ist immer der Zementverbrauch. Er ging in diesem Frühjahr national um fünf Prozent zurück. Es entspricht fast dem Rückgang an Bauprojekten im Kanton Freiburg. Noch hat sich diese Tendenz nicht spürbar auf die Arbeitslosenquote im Bausektor niedergeschlagen. Diese lag für fast alle Monate von 2017 unter dem Vorjahreswert.

Bis jetzt haben die Bauunternehmen noch von länger zurückliegenden Aufträgen profitieren können. Erst im Herbst ist die Reserve an Aufträgen ins Negative gefallen. Das betrifft den Hoch- und den Tiefbau gleichermassen. Besser sehen die Auftragsbücher bei den Planern aus. Die Planungsbüros, Architekten und Ingenieure hatten im Oktober 2017 noch eine Reserve an Aufträgen von 10 bis 15 Prozent.

Trotz des klaren Rückgangs in diesem Jahr blickt Wicht mit Optimismus in die Zukunft: «Mittelfristig könnte der Freiburger Markt sich wieder etwas erholen. Man denke nur an die geplanten Grossprojekte für die TPF und die Umfahrungsstrassen oder an den erwarteten Anstieg von 150 000 Einwohnern.»

Zahlen und Fakten

Die Kosten pro Projekt sind eingebrochen

Von Januar bis September 2017 wurden im Kanton Freiburg 2501 Baubewilligungen erteilt. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 2653 und im Jahr 2015 gar 2770 Baubewilligungen gewesen. Auch der Auftragswert dieser Dossiers ist gesunken, und zwar um rund eine halbe Milliarde auf 1,455 Milliarden Franken. Der Rückgang bei den Baubewilligungen betrug innert Jahresfrist also 5,7 Prozent, beim Gesamtwert der tatsächlich in Angriff genommenen Baustellen sind es gar 21,1 Prozent. Der Wert der Aufträge ist gegenüber der Zahl der Projekte überproportional zurückgegangen, weil die Bauvorhaben im Schnitt weniger gross sind. 2012 lagen die Baukosten pro Baubewilligung noch bei 831 000 Franken, letztes Jahr immerhin noch bei 726 000 Franken, und dieses Jahr fiel der Wert auf 300 000 Franken. Auch der Gesamtwert der Immobilienverkäufe ist um 125 Millionen auf 1,5 Milliarden Franken gesunken.

uh

 

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