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Marly mit deutlich besserer Rechnung als erwartet und altbekannten Problemen

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Autor: Pascal Jäggi

Kein schlechter Anfang für Vizesyndic Pierre-Alain Cuennet (FDP) als Finanzvorstand der Gemeinde Marly. Die von seinem Vorgänger Jean-François Emmenegger (CVP) geerbte Rechnung 2010 schliesst um 1,118 Millionen Franken besser ab als ursprünglich budgetiert. Dennoch bleibt ein Defizit von 292 886 Franken. Cuennet kommentierte das Resultat denn auch nur halbwegs positiv. «Wir erreichen seit Jahren kein dringend benötigtes positives Resultat», sagte er mit Blick auf die in den nächsten Jahren anfallenden Investitionen. Dass die Rechnung so viel besser dasteht als erwartet, führt der Gemeinderat vor allem auf zwei Faktoren zurück. Ein klar besseres Resultat bei den Steuereinnahmen und ein zu grosses Budget bei den gebundenen Ausgaben. Die grösseren Steuereinnahmen betreffen allerdings eher die juristischen Personen und die Immobiliengewinnsteuer. Bei den natürlichen Personen beläuft sich der Ertrag auf gut 16 Millionen, 35 000 Franken mehr als budgetiert. Für Pierre-Alain Cuennet eher ein Grund zur Sorge als zur Freude. «Wir müssen unsere Gemeinde attraktiver machen, um vermögende Personen anzuziehen», meinte er. Eine Steuererhöhung käme dabei nicht in Frage. Da gleichzeitig die Prekarität wie schon in den letzten Jahren weiter anzieht, müsse auch bei den unteren Einkommen gehandelt werden. «Wir müssen Massnahmen ergreifen, um diese Leute in den Arbeitsmarkt zu integrieren», so Cuennet.

Unumstrittene Rechnung

Im Generalrat war die Rechnung 2010 unumstritten und wurde einstimmig angenommen. Die Präsidentin der Finanzkommission, Anne Defferard (FDP), kritisierte einzig, dass die Budgetierung bei den gebundenen Ausgaben nicht genauer ausgefallen ist. Ebenfalls diskussionslos wurde die Investitionsrechnung verabschiedet. Auch diese lag deutlich tiefer als erwartet, mit einem Aufwand von einer Millionen und Einnahmen von zwei Millionen. Erwartet worden waren Ausgaben von 2,5 Millionen Franken.

Statuten geändert

Im Gegensatz zu anderen Gemeinden blieben die veränderten Verteilschlüssel für den Verband der sozialmedizinischen Dienste des Saanebezirks und des OS-Verbands Saane-Land ohne Opposition. Gemeinderätin Françoise Savary (SVP) gab bei Letzterem den logischen Grund dafür an. «Standort-Gemeinden der Orientierungsschulen, wie Marly, zahlen weniger mit dem neuen Verteilschlüssel», so Savary.

Marly sucht trotz mehr Steuereinnahmen als erwartet weiter nach guten Steuerzahlern.Bild Aldo Ellena/a

Mutationen:Erste Wechsel bei FDP und SVP

Kaum hat die Legislaturperiode in Marly begonnen, mussten die ersten Fraktionen bereits zwei Generalräte ersetzen. Für Huguette de Reynier (FDP), die zu Beginn ihrer fünften Amtszeit aus dem Rat ausgeschieden ist, ist Claudia Clément, die in der letzten Periode schon im Generalrat sass, nachgerutscht. Bei der SVP ist der Bisherige René Clerc zurückgetreten. Für ihn rückt Stéphane Gavillet in den Generalrat nach. Da Clerc Mitglied der Finanzkommission war, musste am Mittwoch sein Nachfolger bestimmt werden. Stéphane Gavillet kam als einziger Kandidat auf 33 Stimmen. Die restlichen Stimmen verteilten sich auf diverse andere Räte der SVP.pj

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