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Martinsmarkt lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher nach Murten

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An rund 100 Ständen boten Marktfahrerinnen und Marktfahrer am Mittwoch ihre Ware feil am Martinsmarkt in Murten. In den Gassen roch es nach Zwiebelkuchen und gebrannten Mandeln. Das Angebot war vielseitig, und die Besucher kamen zahlreich.

Die Eisbahn im Stadtgraben von Murten ist bereits am frühen Morgen hell beleuchtet, im Stedtli ist es mehrheitlich noch dunkel. Die Marktfahrerinnen und Marktfahrer hindert dies nicht daran, ihre Waren auszuladen und ihre Stände für den Martinsmärit sorgfältig zu bestücken.

«Es ist für uns der zweite Markt seit Corona», sagt eine Marktfahrerin. «An der Schafscheid in Riffenmatt nahmen verglichen mit der Zeit vor Corona rund drei Viertel der Leute teil. Ich hoffe, dass es hier in Murten auch so ist.» Sie sei zuversichtlich. So sieht es auch eine Marktfahrerin aus Clavaleyres: «Wir freuen uns riesig und hoffen auf viele Besucherinnen und Besucher.» Sie seien darauf angewiesen, ihren Käse an Märkten zu verkaufen. 

Spontane Teilnahme

Es riecht nach gebrannten Mandeln, ein kleiner Lastwagen mit der Beschriftung «Caramels Jo» fährt vor. Die Stadtpolizei ist vor Ort und weist die Plätze zu. «Ich habe mich kurzfristig entschieden, am Martinsmarkt teilzunehmen», erzählt eine Marktfahrerin, die Seifen verkauft. Mit der Bewilligung habe es rasch und unkompliziert geklappt: «Ich habe gestern Bescheid bekommen, und jetzt bin ich da», freut sie sich.

Eine Marktfahrerin breitet ihr Angebot an verschiedenen Seifen aus am frühen Mittwochmorgen in der Rathausgasse in Murten. 
Aldo Ellena

Autos abschleppen

Nummern und Linien am Boden zeigen, wo sich wer breitmachen darf. Einige Standplätze sind um 6 Uhr noch leer. Auch dort, wo sonst Parkplätze sind, können die Marktfahrer ihre Ware anbieten. Doch wenn sich darauf noch ein Personenwagen befindet, wird es schwierig.

Der Abschleppdienst fährt vor, das kleine Auto muss weg. Für den Markttag ist das Stedtli für den Verkehr gesperrt, Tafeln bei den Parkplätzen wiesen bereits vor dem Markttag darauf hin, dass Parkieren am Mittwoch an verschiedenen Stellen nicht erlaubt ist. Zwei Arbeiter vom Abschleppdienst montieren Seile an das Auto, heben es mit einem Kran in die Luft, schwenken nach rechts und lassen es auf den Abschlepptransporter absinken. Sie fahren weiter, um das nächste falsch parkierte Fahrzeug aufzuladen.

Bereits vor 6 Uhr in der Früh bereiten sich die ersten Marktfahrerinnen und Marktfahrer auf die Besucher des Martinsmarkts vor.
Aldo Ellena

Vor dem Abgrund

«Zwei Meter vor dem Abgrund» steht auf einem Transporter, der in die Rathausgasse fährt. Darunter ist in grossen Lettern «Kulturgut» zu lesen. «Die Situation mit Corona ist für uns sehr schwierig», sagt ein Marktfahrer. «Gerade für jene, die davon leben.» In seinem Stand sind CDs mit Schlagermusik und Kassetten mit Kindergeschichten wie «S Rössli Hü» ausgelegt. «Meine eher ältere Kundschaft hält sich wohl zurück und kommt heute nicht», sagt der Betreiber. «Es ist ihnen zu gefährlich», sagt der Mann und beginnt zu erklären, weshalb er mit den Pandemie-Regeln nicht einverstanden ist. Auch wenn es für den Martinsmarkt kein Covid-Zertifikat braucht und niemand eine Maske tragen muss in den Gassen des Stedtlis, das Thema Corona ist allgegenwärtig. 

Ein Standbetreiber ist auf der Suche nach einem Stromkabel, ein anderer hält nach der Stadtpolizei Ausschau, welche die Plätze zuweist und für ein geregeltes Nebeneinander sorgt. «Wo kann ich mein Auto parkieren?», fragt ein Marktfahrer aus dem Tessin in die Runde. Die Marktfahrer kommen teils von weit her, viele stammen aus der Region. Eine Keramikwaren-Verkäuferin zeigt sich glücklich, dass sie dieses Jahr bereits an einigen kleineren Märkten teilnehmen und Ware verkaufen konnte: «Wir hoffen, dass die Leute heute kommen und uns unterstützen.»

Trotz des Regens fanden sich bereits gegen Mittag Marktbesucherinnen und -besucher im Stedtli ein. Am Nachmittag war der Markt noch besser besucht und die Gassen voll.
Etelka Müller

Wie sich gegen Mittag zeigte, liessen sich die Leute den Martinsmarkt trotz des Regens nicht entgehen. Die Murtner Gassen waren gut gefüllt und das Angebot gefragt. «Es gibt hier Sachen, die ich sonst nirgends finden kann», sagte eine junge Marktbesucherin aus Muntelier. Der Martinsmarkt in Murten gehöre einfach dazu. Am Nachmittag waren die Gassen prall gefüllt mit Menschen. 

Stadtpolizei

So viele Autos wie noch nie abgeschleppt 

Jedes Jahr am ersten Mittwoch im November verwandelt sich die Altstadt von Murten in den traditionellen Martinsmarkt. Rund 100 Marktstände boten am Mittwoch ihre Ware feil, wie Patricia Meuwly, Mitarbeiterin der Stadtpolizei Murten und Marktverantwortliche, auf Anfrage informiert. Es sei viel Arbeit gewesen, die Marktfahrer zur Anmeldung zu motivieren. Von sich aus melde sich kaum ein Standbetreiber an. «Es ist ein Riesenaufwand», sagt der Leiter der Stadtpolizei, Ronald Zosso. Rund 20 Marktbetreiber hätten abgesagt. «Wegen der schlechten Wetterprognose haben wir am Montag kurzfristige Absagen erhalten, einige sind heute einfach nicht gekommen. Das ist schade», sagt Patricia Meuwly. «Die einen bemühen sich und fahren aus dem Tessin oder von Genf am frühen Morgen nach Murten, andere bemühen sich gar nicht.» Letzteres könne sie nicht verstehen, «sie verdienen doch ihr Leben damit». Patricia Meuwly organisiert den Markt seit neun Jahren. «Das Warenangebot ist auch dieses Mal sehr vielseitig», freut sie sich. 

Gegenüber den Vorjahren waren am Mittwochmorgen trotz des Verbots so viele Autos wie noch nie im Stedtli parkiert. «Es waren über ein Dutzend Fahrzeuge, das haben wir noch nie erlebt», sagt Ronald Zosso. Sie hätten diverse Personenwagen abschleppen lassen müssen. «Das ist schade, und es ist auch für die Polizei Stress.» 2020 war der Anlass wegen der Pandemie ausgefallen. In diesem Jahr ist es jedoch der zweite Murtner Markt im Stedtli: Der Maimärit wurde verschoben und im Sommer durchgeführt. emu

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