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Maskenpflicht im Kanton Bern nützt den Sensler Gewerblern

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«Wer hätte vor einem Jahr erwartet, was wir 2020 alles erleben müssen», sagte Michael Zurkinden, Präsident des Gewerbeverbands Sense, zum Auftakt der Generalversammlung (GV) am Donnerstagabend. Tatsächlich hätte die GV im Frühling stattfinden sollen, war aber wie so vieles wegen der Corona-Pandemie verschoben worden. «Wir haben uns lange überlegt, ob die Generalversammlung durchführbar ist», sagte Zurkinden. «Aber wir Gewerbler müssen auch in der Krise funktionieren, und so haben wir uns für die Durchführung entschieden.» Zurkinden dankte der Gemeinde Düdingen, die das Podium als Veranstaltungsort zur Verfügung stellte. Dort fanden die rund 30 Anwesenden genug Platz, um die Abstandsregeln einzuhalten. Viele Eingeladene hätten abgesagt, so Zurkinden, was aber angesichts der steigenden Fallzahlen verständlich sei.

Bevor Zurkinden auf das Berichtsjahr 2019, um das es an der GV eigentlich ging, zurückblickte, liess er die letzten Monate Revue passieren. «Die Gewerbler leiden stark, die Umsatzeinbussen liessen sich bis heute nicht aufholen.»

Auch die Maskenpflicht habe den Sensler Gewerblern zu schaffen gemacht. Weil eine solche in Bern bisher nicht galt, wichen einige Konsumentinnen und Konsumenten dorthin aus (die FN berichteten). «Die KMU werden hier in den gleichen Topf geworfen wie grosse Shoppingcenter, in denen es viele Leute hat», so Zurkinden. Gleichzeitig sei klar, dass man sich an die Schutzmassnahmen halten müsse – übrigens auch an der GV, wo ebenfalls eine Maskenpflicht herrschte.

Der «Einkaufstourismus» nach Bern wegen der Freiburger Maskenpflicht habe sich in den letzten Wochen etwas entschärft, sagte Zurkinden am Ende der GV zu den FN. Die Kundinnen und Kunden hätten sich wohl daran gewöhnt. Ab nächster Woche ist das Problem sowieso behoben: Ab dann gilt nämlich auch in Berner Geschäften eine Maskenpflicht. «Für das Sensler Gewerbe ist das sicher eine gute Nachricht.»

Grippezeit macht Sorgen

Dennoch blickt der Gewerbeverband mit Sorge auf den kommenden Winter. Wenn alle Mitarbeiter mit Covid-Symptomen in Quarantäne müssten, stelle sich die Frage für die Gewerbler, wie man diese Ausfälle bewältigen könne, so Zurkinden. Die Absenzen am Arbeitsplatz müssten so weit wie möglich beschränkt werden. Der Schweizerische Gewerbeverband mache sich deshalb für Massenschnelltests stark.

Eine grosse Unsicherheit besteht auch nach wie vor in Bezug auf die Seisler Mäss, ein wichtiger Anlass für das Sensler Gewerbe. Bereits vor einigen Monaten war bekannt geworden, dass die Messe nicht wie geplant 2021, sondern erst 2022 stattfinden soll. Mehr Informationen konnte Zurkinden an der GV nicht geben: «Das Organisationskomitee ist bereit. Aber momentan ist es schwierig, etwas festzulegen.»

Staatsrat Olivier Curty (CVP) versicherte den Anwesenden, dass sich der Kanton für das Gewerbe einsetze, denn es sei das Rückgrat der Wirtschaft. Er rief die Gemeinden dazu auf, Investitionen vorzuziehen, um Aufträge zu generieren.

Rechnung mit Verlust

Die Rechnung des Gewerbeverbandes schloss 2019 mit einem Verlust von knapp 2600 Franken. Auch das Budget für 2020 sieht einen Verlust von rund 3300 Franken vor. Kassier Edgar Stadelmann beantragte deshalb, den Mitgliederbeitrag nicht zu senken, sondern bei 35 Franken zu belassen. Dem stimmten die Mitglieder zu. An der GV wurden zudem der ehemalige Präsident Thomas Rauber zum Ehrenpräsident und das langjährige Mitglied Armin Haymoz zum Ehrenmitglied gewählt.

«Die Gewerbler leiden stark, die Umsatzeinbussen liessen sich bis heute nicht aufholen.»

Michael Zurkinden

Präsident Gewerbeverband

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