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Mässige Gefahr im Kanton Freiburg

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Das Tauwetter, die wärmende Sonne und der Regen holen im Frühling die Natur aus dem Winterschlaf. Doch in diesem Frühling setzte der Regen bislang in weiten Teilen der Schweiz über längere Zeit aus. In Kombination mit dem wenigen Schmelzwasser führte dies in einigen Teilen der Schweiz zu Trockenheit und Waldbränden. Auch im Kanton Freiburg hat es seit Wochen nicht mehr geregnet und wenn, dann nur wenig.

Landwirtschaft nicht gefährdet

Für die Landwirtschaft stellt diese Trockenperiode noch keine Gefahr dar. Es sei für die Landwirtschaft zurzeit sogar ein Vorteil, wenn es nicht regnet, sagt Pierre Aeby, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve des Kantons Freiburg auf Anfrage. «Die Landwirte können die Böden leichter bearbeiten und die Felder besser pflegen.» Für die Aussaat der Kartoffeln sei das Wetter gut. Wenn aber die Trockenheit noch länger anhalte, dann würde dies das Keimen von anderen Pflanzen verzögern oder gar verhindern. «Für die Rüben beispielsweise wird die Trockenperiode als Erste zum Problem. Aber auch die Wiesen wachsen nach dem Weiden der Kühe weniger schnell», erklärt Aeby. Zu lange dürfe die trockene Periode nicht andauern, denn die Böden hätten keine grossen Feuchtigkeitsreserven. Dies sei auch auf den trockenen Winter zurückzuführen: Besonders der Januar und Februar waren trocken. Wenn sich die Wetterlage in den kommenden zwei Wochen nicht ändert, müssten die Landwirte bewässern. «Leider verfügen nicht alle Landwirte über eine Bewässerung. Bei ihnen ist die Gefahr gross, dass sie die Saat einiger Pflanzen neu ausbringen müssen und es so zu einem Mehraufwand kommt.»

Noch keine Waldbrandgefahr

Die aktuellen Daten im Kanton Freiburg weisen laut Willy Eyer, Sektionsleiter für Schutz vor Naturgefahren beim Amt für Wald, Wild und Fischerei, auf die Gefahrenstufe zwei hin: mässige Gefahr. «Wir beobachten die Situation genau, doch die Lage ist noch nicht so angespannt, dass wir die Gefahrenstufe auf erheblich erhöhen müssten», so Eyer. Dies könne sich aber innert Wochenfrist ändern, wenn die Wetterlage gleich bleibt. Zur Feststellung von Gefahrenstufen bezüglich der Waldbrandgefahr hätten sie letztes Jahr das Waldbrandwarnungssystem «Incendi» entwickelt. Dieses System werde unter anderen auch von den Kantonen Graubünden, Bern und Wallis genutzt. An sieben Wetterstationen im Kanton Freiburg werden Niederschlag, Luftfeuchtigkeit und Temperatur gemessen. Basierend auf den Messungen dieser Stationen definiert das System die verschiedenen Indikatoren, welche mittels Modellierungen zu einem Gesamtindikator zusammengefasst werden. «Je grösser die Zahl dieses Indikators, desto grösser die Gefahrenstufe von eins bis fünf», erklärt Eyer. Er weist darauf hin, dass die Waldbrandgefahr im Allgemeinen aufgrund des Klimawandels zunehmen werde. Die Unachtsamkeit einiger Spaziergänger sei oft die Ursache eines Waldbrandes: Das Wegwerfen von Zigaretten führte beispielsweise Ende Februar zu einem Einsatz der Feuerwehr und Polizei im Belmont-Wald, so Eyer.

Seen haben tiefe Pegelstände

Der Wasserspiegel im Murtensee liegt gemäss Alexandre Fahrni, Sektionsleiter Wasser beim kantonalen Amt für Umwelt, derzeit rund zehn Zentimeter unter dem Durchschnitt der letzten 30 Jahre. Dies gelte auch für den Neuenburgersee. Beim Greyerzersee sei der Pegelstand aktuell etwas höher als in den vergangenen Jahren. Dies hänge aber mit der fortgeschrittenen Schneeschmelze zusammen. Allgemein stellt Fahrni fest, dass die Schneeschmelze weit fortgeschritten ist und bis zu 2000 Metern fast kein Schnee mehr liegt. Sollte die Trockenperiode weiter anhalten, werde die jetzt schon geringe Durchflussmenge der Flüsse und die Pegel der Seen weiter sinken.

Situation in der Schweiz

Waldbrandgefahr nimmt zu – Regen bleibt weiter aus

Das Risiko für neue Brände bleibt aufgrund der anhaltenden Trockenheit weiterhin hoch: Der Bund stuft die Waldbrandgefahr im Kanton Tessin sowie in den Bündner Südtälern Misox, Bergell, Puschlav, Calanca- und Münstertal als sehr gross ein. Dies entspricht der vierten von fünf Gefahrenstufen, wie der Webseite des Bundes (www.naturgefahren.ch) zu entnehmen ist. Im Tessin herrscht ein Feuerverbot im Freien. In den meisten anderen Gebieten des Kantons Graubünden ist die Waldbrandgefahr «erheblich». Dies gilt auch für grosse Teile des Wallis, der Waadt, des Jurabogens bis nach Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Auch in der Innerschweiz ist grosse Vorsicht geboten. In Gebieten mit «erheblicher» Waldbrandgefahr dürfen Grillfeuer nur in Feuerstellen entfacht werden.

Nach derzeitigem Kenntnisstand sei bis auf Weiteres nicht mit nennenswerten Niederschlägen in der Schweiz zu rechnen. Laut MeteoSchweiz-Meteorologe Roland Mühlebach können weder die Tessiner noch die Bündner auf Hilfe von oben hoffen. Vom Mittel- bis Südtessin bleibe es vermutlich trocken. Auch in den Bündner Südtälern werde es kaum regnen. «Zwar trifft eine Störungszone auf der Alpennordseite ein, die Regenmengen dürften aber vor allem im Flachland zu gering ausfallen, um etwas an der Waldbrandgefahr zu ändern», sagte Mühlebach auf Anfrage.

sda

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