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Masslosigkeit in der Wirtschaftskrise

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Autor: «Grossbank UBS muss die Hilfe des Bundes in Anspruch nehmen» – FN vom 17. Oktober 2008

Was soll das? Zuerst wird uns jahrelang von den Rechten (CVP, FDP und SVP) vorgebetet: Finger weg von der Wirtschaft, möglichst nicht eingreifen. Ja und jetzt, wenn’s ein wenig schlechter geht, da rufen sie alle nach dem Staat!

Geht’s noch? Warum kann man die UBS nicht einfach in Konkurs gehen lassen? Die Mitarbeiter würden ja fast alle von den anderen Banken, die das Geschäft der UBS übernehmen, eingestellt. Es ist ja die Bank, die verschwindet, und nicht die Kunden. Ausserdem wird die Finanzspritze so oder so nichts bringen, da der Ruf der Bank sowieso kaputt ist. Und das ist ja schliesslich das grösste Kapital einer jeden Bank. Urs Lukas, Gletterens

Autor:

Ob und in welchem Masse die europaweit und global koordinierten Programme zur Beseitigung der Finanzkrise tatsächlich realisiert und das Vertrauen wieder herstellen werden, steht in den Sternen.

Unsere Behörden haben konkrete Massnahmen ergriffen. Dabei gehen sie von neo-liberaler Strategie aus, wonach der Markt die Probleme selbst lösen werde; d. h., dass das vom Staat übernommene Risiko von 68 Mrd. Franken sich schliesslich zu Gewinn wandeln werde. Vorausgesetzt, dass sich die UBS erhole! Fragwürdig ist ein Darlehen im Betrag von 62 Mrd. Franken an das Management einer «Zweckgesellschaft» zur Verarbeitung obigen «Klumpenrisikos». Dies durch deren Gründung und Sitz in einem Staat, dessen Politik und Rechtssystem uns nicht bekannt sind. Auch die Beschaffung von Eigenkapital durch UBS und CS bei asiatischen und unberechenbaren arabischen Staaten und Privaten sowie die damit verbundene Abhängigkeit und der Imageverlust dürfen nicht übersehen werden.

Auslöser der Krise bei uns waren u. a. masslose Wachstums- und Machtstrategie, falsche Risikoeinschätzung und Versagen der internen Kontrollen der UBS sowie Versäumnisse bei der Durchsetzung bestehender Regulierungen durch die Behörden. Ursache des Absturzes war schliesslich die Spekulation an der Börse. Ihr psychologisch spekulatives Spiel mit Hoffnungs-Euphorie auf Gewinn und Angstmacherei vor Verlust, ohne jeden Bezug zum realen Wert gehandelter Papiere und Firmen, hat erneut ihr Krisenpotenzial aufgezeigt.

Das Versagen der Finanzwirtschaft liess nun prognostizierte negative Folgen für die exportorientierte Wirtschaft aufkommen, obwohl ihre Auftragsbücher ja noch voll sind. Die zukünftige Entwicklung des Werkplatzes hängt nun davon ab, ob der Rückgang der Exporte nach den geschwächten USA durch vermehrte Beziehungen mit erstarkten Schwellenländern (Indien, China, Brasilien, Russland) sowie durch hohe Qualität der angebotenen Produkte kompensiert werden kann. Lohngestützter Konsum dürfte zudem dazu beitragen, angebliche Rezession zu relativieren.

Der Markt allein kann die Krise nicht lösen. Private und/oder staatliche Detail-Regulierungen sind momentanes Flickwerk. Gefragt sind globales Umdenken und der Abbau des herrschenden kapitalistisch-neoliberalen Gesellschafts- und Wirtschaftssystems. Dies zwecks Korrektur der weltweiten unverhältnismässigen Verteilung von Einkommen und Vermögen; dadurch Verbesserung des Wohlstandes aller Menschen, nicht nur einer kleinen Minderheit von Grossverdienern und -Vermögenden. Teilen wird nötig!

Autor: Hans E. Brülhart, Freiburg

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