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«Materialien wecken Erinnerungen»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carole Schneuwly

Die Feststellung ist banal: «Gebäude ohne Materialien gibt es nicht.» Und doch nimmt das Freiburger Architekturforum genau diese Feststellung zum Ausgangspunkt seines neuen Vortragszyklus, der am Dienstag startet. Das Thema sei durchaus aktuell, sagt Cyrill Haymoz, Präsident des 2003 gegründeten Architekturforums. «Die Befindlichkeit gegenüber Baumaterialien hat sich in den letzten zehn bis zwanzig Jahren verändert.»

Sei im 20. Jahrhundert Beton der mit Abstand wichtigste Baustoff gewesen, so kämen jetzt immer mehr auch andere Materialien zum Einsatz. «Holz etwa hat früher ein regelrechtes Mauerblümchendasein gefristet und erfreut sich jetzt immer grösserer Beliebtheit.» Einen grossen Einfluss habe dabei das gestiegene ökologische Bewusstsein: «Man macht sich heute viel mehr Gedanken über Baumaterialien und ihre Eigenschaften.» Zudem spielten natürlich auch wirtschaftliche Interessen eine Rolle, in diesem Fall jene der Holzindustrie.

Holz, Kunststoff oder Lehm

Mit der sechsteiligen Vortragsreihe, die bis Mai dauern wird, will sich das Architekturforum zweier Fragen annehmen, wie Haymoz erklärt: «Einerseits geht es darum, wie Materialien überhaupt verwendet werden, und andererseits darum, wie jemand dazu kommt, dieses oder jenes Material zu wählen.» Wichtig sei dabei nicht zuletzt die Gefühlsebene: «Materialien wecken Erinnerungen, sind Träger von Botschaften und Geschichten.»

Die Palette der zur Verfügung stehenden Baustoffe sei auf jeden Fall grösser geworden: Sie reiche, um nur einige zu nennen, von Holz und Glas über diverse Kunststoffe bis zu Lehm oder Stroh.

Minimalistisch bis verspielt

Diese Vielfalt sollen auch die Referentinnen und Referenten zum Ausdruck bringen, die das Architekturforum eingeladen hat. Den Auftakt macht der Portugiese Paulo Providencia. Seine minimalistische und zurückhaltende Architektursprache spiegle sich in seinem Umgang mit dem Material, erklärt Cyrill Haymoz. «Er braucht, was zur Verfügung steht, kostengünstig und notwendig ist.»

Ein Gegenbeispiel seien die belgischen Brüder Pablo und Pierre Lhoas: «Sie haben einen verspielten und unbeschwerten Umgang mit Materialien und probieren gerne Neues aus.» Der Schweizer Roger Boltshauser wiederum zeichne sich durch Sensibilität und Emotionalität aus; zu sehen etwa in einem Lehmhaus, für das Boltshauser einen Architekturpreis für Nachhaltigkeit erhalten hat.

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