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Maulwürfe und Wanderschuhe

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Seit gestern Abend befindet sich das Freiburger Bollwerk in den Händen einer verschworenen Gemeinschaft von Menschen und ihrer Wächterin, die sich hier verbarrikadiert haben, um sich vor der feindlichen Welt draussen zu schützen – bis eine überraschende Entdeckung alles verändert: Dies ist das Szenario von «Bastion 2492», einem interaktiven Computerspieltheater, welches das deutsche Kollektiv Machina eX eigens für das diesjährige Belluard Bollwerk International entwickelt hat (siehe FN von gestern).

Die 34. Ausgabe des Festivals der Künste wurde gestern eröffnet und dauert bis zum 1. Juli. «Bastion 2492» ist während der ganzen Festivaldauer im Bollwerk zu erleben – es ist das erste Mal in der Geschichte des Festivals, dass die alte Festung Schauplatz eines einzigen Projekts ist. Mit den übrigen 22 Produktionen des diesjährigen Programms ist das Festival in der ganzen Stadt Freiburg, aber auch in der näheren und weiteren Umgebung unterwegs. «Wir begeben uns auf eine fantastische Reise», sagte dazu Direktorin Anja Dirks, als sie im Mai den Medien das Programm vorstellte (die FN berichteten).

Schräge Klänge

Eine Etappe dieser Reise führt heute Abend in die Magdalena-Einsiedelei bei Düdingen (21 Uhr): «Welcome to Caveland – Höhlenkonzerte» heisst das Projekt, das der Franzose Philippe Quesne dort präsentiert. Quesne ist Direktor des Théâtre Nanterre-Amandiers; seine letzte Produktion dort hiess «La nuit des taupes», «Die Nacht der Maulwürfe». Die Maulwürfe aus diesem Stück bringt er nun mit nach Freiburg und lässt sie zusammen mit den Freiburger Musikern Julie Hugo, Lionel Gaillard und Luc Bersier ein einzigartig-fantastisches Konzert spielen, eigens für diesen Ort konzipiert.

Einzigartige Klänge ertönen morgen Abend auch in der Tour Vagabonde bei der Universität Miséricorde: Zu hören sind das französische Punk-Rock-Trio Cheveu und die Group Doueh aus der Westsahara, die Ende 2016 ein gemeinsames Album herausgegeben haben und nun auch zusammen auf der Bühne stehen. Beide Gruppen entziehen sich jeder gängigen Einordnung und experimentieren hemmungslos mit Genres und Instrumenten; zusammen präsentieren sie eine wilde Mischung aus energetischem Punk und hypnotisch-rockigem Wüsten-Sound.

Von Freiburg bis Schwarzsee

Mit anderen Projekten taucht das Festival in der Hochzeitergasse, im Funiculaire oder in der Blue Factory auf, aber auch ausserhalb der Stadt, etwa im Monterban-Wald bei Grangeneuve oder gar in Schwarzsee, wo der Sensler Performance-Künstler Martin Schick zu seiner «Weltausstellung», einer «Führung in Wanderschuhen», einlädt. Viele Projekte sind während des ganzen Festivals zugänglich, so «Treephones» des Berliners Rishin Singh, «Blick auf das bewegte Bild» der Britin Britt Hatzius, «Travelling» des Westschweizers Massimo Furlan, der «Selfie-Turm» des Freiburgers Frank-Olivier Cottier oder «Counterpoise – Duett für Standseilbahn» von Temporary Distortion aus New York. Das Festivalzentrum mit Kasse, Bistro und Bar befindet sich trotz aller Dezentralisierung wie gewohnt beim Bollwerk.

Belluard Bollwerk International, Freiburg. Bis zum 1. Juli. Komplettes Programm unter: www.belluard.ch

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