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Maximal zehn Zentimeter Abweichung

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Sieben Wochen hatte Jannick Staub im Rahmen seiner Bachelorarbeit Zeit, ein verbessertes GPS-System zu entwickeln. Bei den aktuellen GPS-Systemen gibt es häufig Abweichungen von drei bis fünf Metern. Schuld daran ist unter anderem die Atmosphäre, welche die Signale der Satelliten unterschiedlich bremst und Abweichungen entstehen lässt. Der 24-jährige Elektrotechnikstudent an der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HTA) will dies ändern: «Das Ziel ist es, ein GPS-System zu entwickeln, dessen Berechnungen maximal zehn Zentimeter vom Standort abweichen.» Dafür konstruierte und programmierte er ein eigenes Netzwerk, das aus einem Server, einer mobilen Station und mehreren Referenzstationen besteht. Letztere sind Fixstationen für die Fehlerberechnung. Seine Arbeit ist am Freitag an einer Ausstellung der HTA zu sehen (siehe Kasten).

 

 Gute Zusammenarbeit

Den Auftrag für das Projekt von Jannick Staub gab die Thuner Firma ALPGIS. Das Unternehmen vermisst Regionen mit GPS-Systemen und stellt die Abbildungen ins Web. Das bisher von der Firma verwendete System ist aber teuer und zu ungenau, weshalb sie sich ein Alternativprodukt wünscht. Wolfram Luithardt, Staubs Dozent, steht als Mitarbeiter im Robust and Safe Systems Center (ROSAS) in Kontakt zur Firma und schlug das Thema für eine Bachelorarbeit vor.

So kam es dann auch dazu, dass Jannick Staub sein Netzwerk im ROSAS-Center entwickelte. Dieses befindet sich in der Blue Factory und bildete auch gleich das Testgelände für die Umsetzung des Projektes. «Das Gelände war ideal, da wir so eine grosse Fläche zur Verfügung hatten», erklärt Staub. Er platzierte die verschiedenen Stationen des Netzwerks auf dem Areal. Die Standorte der Referenzstationen waren genau bekannt, so konnten die durch die Satellitenübertragung bedingten Abweichungen berechnet werden. Die mobile Station konnte dann mit diesen Berechnungen die eigene Position korrigieren. Mit dem Ziel, dass die schlussendlich angezeigte Position maximal zehn Zentimeter vom eigentlichen Standort abweichen sollte. «Leider war das Resultat nicht so gut, wie wir es uns erhofft hatten», sagt Staub leicht enttäuscht. Unter besten Beendigungen wichen die Messungen um einen bis zwei Meter ab.

Technisch alles top

Das Projekt bilde einen guten Anfang für weitere Arbeiten, so Luithardt. Er kann sich vorstellen, dass in Zukunft noch andere Studenten daran arbeiten werden. Es brauche nun eine Optimierung der Algorithmen, fügt Staub hinzu. Die Erwartungen seien zu hoch gesteckt worden für den ersten Versuch, betont Luithardt. Er ist deshalb zufrieden mit Staubs Arbeit: «Technisch hat Jannick Staub alles sehr gut gemacht, und das ist das Wichtigste.» Staub hat das Serverprogramm so geschrieben, dass es auch eine sehr grosse Anzahl an Referenzstationen zulässt, ohne an Geschwindigkeit und Genauigkeit zu verlieren. Dies war dem Dozenten wichtig, da ROSAS unter anderem Robustheit und Stabilität anstrebt. Bei weiteren Arbeiten am Projekt muss man so das Programm nicht nochmals neu schreiben. Wolfram Luithardt rühmt seinen Studenten: «Er engagierte sich sehr für seine Arbeit und investierte viel Zeit darin.»

«In der Industrie arbeiten»

Von der Hochschule und dem Studieren hat Staub vorerst genug: «Ich will jetzt in der Industrie arbeiten.» Ein Masterstudium kann er sich momentan nicht vorstellen. Dank dem Bachelorabschluss hat er eine grosse Stellenauswahl. Ihn interessiert vor allem eine Arbeit, bei der er–wie bei seinem Diplomprojekt–das Programmieren mit technischen Aspekten verbinden kann.

Zahlen und Fakten

158 Diplomarbeiten von acht Studiengängen

Von den über 250 Diplomandinnen und Diplomanden der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HTA) und der Bautechnischen Schule präsentieren diesen Freitag 158 ihre Diplomarbeiten. In den Gebäuden der HTA wird ein gekennzeichneter Rundgang die Besucher zu den Diplomanden der einzelnen Studiengänge–Architektur, Bauingenieurwesen, Chemie, Elektro- und Maschinentechnik, Informatik und Telekommunikation, Bautechnische Schule–führen. Start des Rundgangs ist beim Haupteingang der HTA. Die angehenden Ingenieure, Architektinnen und Bauführer erklären den Interessierten die Ziele und Ergebnisse ihrer Diplomarbeit. Im Studiengang Architektur und bei den Bauführern behandelten alle Diplomanden dasselbe Thema. Bei der Ausstellung werden zehn davon gezeigt. 19 Studierende schrieben ihre Arbeiten im Ausland.sr

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