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Meditation und Kampflust

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Es ist Freitag. Trainingstag. Wir steigen im Warpel ins Untergeschoss, und aus dem Trainingsraum vernehmen wir Trainierende aus kräftigen Männerkehlen Kampfrufe: Hi … Ha … Hu … Energieschreie, die dazu dienen, die Lebensenergie zu aktivieren. Es sind Männer im besten Alter, die den braunen Gurt tragen. Im Shinson Hapkido gibt es neun Leistungsstufen oder neun farbige Gurtstufen: Weiss, Gelb, Orange, Grün, Blau, Blau-Rot, Rot, Braun, Schwarz. Für jede höhere Gurtfarbe muss eine Prüfung abgelegt werden. Den schwarzen trägt Stefan Barth.

Seit 15 Jahren trainiert der Physiotherapeut am Montag und Freitag rund 20 Mitglieder. Am Freitag sind sechs Männer und zwei Frauen da: drei Männer mit braunem, die schwangere Katja mit einem blau-roten und Antonia Zurbriggen mit blauem Gurt. Auch sie trainiert seit 15 Jahren ein Mal pro Woche. Als Pensionierte ist sie die Älteste, und man staunt, wie beweglich man sein kann, auch wenn man nicht mehr 20 ist. Ohne Mühe bringt sie den Stärksten zu Boden, hält den Schulterstand (Kerze) genauso wie die Jüngeren und beherrscht die Selbstverteidigung. Was bewegt sie, all die Jahre dranzubleiben? «Hier kann ich den Kopf leeren, weil ich mich voll auf die Köperbewegungen konzentrieren muss. Es ist ein Fitbleiben durch lustvolle Bewegungen, die den ganzen Körper beanspruchen. Auch das Fallen ist wichtig, was gerade im Alter eine Osteoporosevorbeugung ist.»

Komplexe Bewegungen

Für den Trainer Stefan Barth ist es eine Herausforderung, so viele unterschiedliche Leistungsstufen unter einen Hut zu bringen. Doch bis anhin haben sich noch zu wenig Leute gemeldet, um ein Training für Anfänger zu organisieren. Den Gast ruft Barth immer wieder auf mitzumachen. Bei leichteren Übungen wie Hand- oder Fusstritt – ein Partner hält das Kissen hin – gelingt dies einigermassen. Wenn aber Arme, Beine, Füsse, Hände in komplexen Bewegungen koordiniert werden müssen, ist die Schreibende hoffnungslos überfordert. Zumal die Gruppe unglaublich rasant auf die koreanischen «Kampfworte» des Trainers reagiert.

Shinson Hapkido ist ein vielschichtiges Training, das ein hohes Mass an Konzentration verlangt. Man übt Gleichgewicht und Kraft, dehnt Muskeln und koordiniert Bewegungen. Auf komplexe Abläufe folgen Ruhephasen. So beginnt und endet jedes Training mit einer Meditation. Shinson Hapkido sei etwas ganz anderes als die etablierten Sportarten, meint Barth. «Bei SH geht es um eine Kampfkunstform, die ohne Sieger und Unterlegene auskommt, es ist also kein Kampfsport im geläufigen Sinn. Und es ist auch keine sublimierte Form von Tai Ji und Chi Gong.» Shinson Hapkido habe ihre Wurzeln vielmehr in den Nationalsportarten Taek Wo Don und Hap Ki Do aus Korea und könne übersetzt werden mit «Bewegung für das Leben».

Mit Freude

Elemente aus dem Yoga, Judo und Karate prägen die Übungen, die oft mit Partner ausgeführt und mit einer gegenseitigen Verneigung abgeschlossen werden: «Ein Zeichen des Respektes vor dem andern», erklärt Barth. Und wenn die acht Frauen und Männer gemeinsam voranschreiten, mit Händen und Füssen kunstvolle Formen ausführend, zeigt sich schon mal der Ernst des Lebens auf dem einen oder andern Gesicht. Dann ruft der Trainer, nicht in Koreanisch, sondern in Deutsch: «Lächeln, Entspannen, freut Euch des Lebens.» Lustvoll soll das Training sein.

Vorschau

Jubiläumsfeier am Samstag

Am Samstag lädt der Verein Shinson Hapkido Dojang im Warpel Düdingen zu einem Fest ein. Gefeiert wird das 15-jährige Bestehen der koreanischen Kampfkunst wie auch die Einweihung der neuen Trainingsräumlichkeiten im Untergeschoss der Firma Riedo AG. Anwesend ist der Koreaner Sonsanim Ko Myon, Gründer und Grossmeister der Kampfkunst. Der Verein offeriert den Besuchern koreanische Spezialitäten, zeigt Kampfkunstvorführungen und bietet Workshops an. Die Kurse kosten 70 Franken pro Monat mit Training am Montag und Freitag von 7.45 bis 21.15 Uhr. Interessierte können ein Probetraining machen.il

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