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Mehr als nur ein Klassenunterschied

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Mehr als nur ein Klassenunterschied

Basketball-NLA – Zürich für Freiburg Olympic kein Massstab

Im zweiten Spiel gegen die Zürich Wildcats innert drei Tagen hat Olympic seine Pflicht erfüllt und bleibt auch nach 14 Runden ungeschlagen. Im Vergleich zum Cup-Spiel vermochten sich die Freiburger leicht zu steigern.

Von FRANK STETTLER

92:64 am Mittwoch im Cup-Achtelfinal und 108:63 am Samstag in der Meisterschaft lautet das Skore der Saanestädter gegen die Zürcher. Dies sind zwei deutliche Erfolge, allerdings glänzte das Team von Trainer Patrick Koller nur selten. Valentin Wegmann, vorgestern mit 22 Punkten bester Werfer, sah immerhin eine Steigerung über die beiden Partien hinweg: «Wir haben einen wenn auch kleinen Schritt nach vorne gemacht. Unsere Einstellung stimmte heute. Wir müssen manchmal einfach noch mit mehr Kopf spielen.»

Besonders in der ersten Halbzeit hatte Olympic doch erhebliche Mühe gegen die Wildcats. Defensiv klappte nicht alles wunschgemäss. Und bei den Zürchern bewirkte die Rückkehr des unheimlich vifen Spielmachers Hodel einiges. Der Ex-Luganese und Merz hielten die Gäste vor der Pause lange Zeit im Spiel (14.: 24:25). Beim Heimteam gehörte Wegmann mit 17 Zählern in den ersten zwanzig Minuten zu den Aktivposten.

Den Wildcats fehlte die Kraft

Als die Seiten gewechselt wurden, war dann aber Schluss mit lustig für die Deutschschweizer. Offenbar wollte Olympic den 800 Zuschauern doch noch etwas bieten und zog das Tempo an. Patrick Koller: «Dies waren wir den Fans schuldig. Endlich waren wir präsent und spielten seriöser.» Nach schwachem Beginn drehten auch die Ausländer Fergerson, Poole und Rosnowsky auf. So vergrösserte sich der Vorsprung kontinuierlich. Am Ende des dritten Viertels lag Olympic mit 73:49 vorne. Zürichs Trainer Riet Lareida erklärt: «Nach den guten ersten zwanzig Minuten fehlte es uns schlicht an der Kraft. Die Müdigkeit stellte uns vor enorme Probleme. Einzelaktionen waren die Folge.»

So war schliesslich das letzte Viertel das berühmte Viertel zu viel. Erwähnenswert ist das NLA-Debut von Sébastien Kapsopoulos, der jedoch ohne Punkte blieb. Während Olympic nunmehr seit 14 Spielen im Championat unbezwungen ist und durch den Sieg Rivieras gegen Boncourt mit vier Zählern führt, wartet Zürich nach wie vor auf den ersten Sieg. Ein Erfolg wäre dem jungen Team und seinem Trainer zu gönnen. Aber eines ist auch klar: Mit dem Liga-Erhalt für die Wildcats am grünen Tisch hat sich die Führung des schweizerischen Verbandes sicher keinen Gefallen getan. Ein Looser-Team ist wohl die schlechteste Werbung für den Basketball in der Deutschschweiz.
Olympic – Zürich 108:63 (52:37)

Heilig-Kreuz-Halle; 800 Zuschauer; SR: Markesh/Consigli.
Freiburg Olympic: Fergerson (11); Ceresa (13); Nattiel (3); Wegmann (22); Kapsopoulos; Rosnowsky (21); Dar Ziv (7); Seydoux (16); Poole (13); Livadic (2).
Zürich Wildcats: Meier (7); Ibrahamovic (4); Hodel (19); Merz (17); Eghan (2); Sanneh (2); Engel (2); Dimic; Djenadic (10).
Bemerkungen: Olympic ohne Kirmaci (verletzt) sowie Andrey und Pfaff (überzählig); Zürich ohne Huwyler und Sanjic (beide krank) sowie Osmanbasic (intern suspendiert). – Unsportliche Fouls gegen Merz (4.) und Wegmann (20.). – Viertelsresultate: 25:15, 27:22, 21:12, 35:12. – Wahl zu den besten Spielern: Wegmann und Hodel.
«Das Wichtige liegt noch vor uns»

Nach den beiden «Übungseinheiten» gegen Zürich wartet eine ungleich schwierigere Aufgabe auf Olympic. Am Mittwoch im Halbfinal des Liga-Cups geht es nach Lugano. «Wir haben heute nach der Pause den Rhythmus erhöht, was im Hinblick auf den Liga-Cup wichtig ist», hält Valentin Wegmann deshalb fest. Aber der gebürtige Zürcher denkt noch weiter: «Das Wichtigste liegt noch vor uns. Wir haben das Potenzial, um in allen Wettbewerben weit zu kommen.»

Sein Trainer Patrick Koller hebt jedoch den Mahnfinger: «Wie in den Jahren zuvor sind wir wieder einmal Erster, doch gewonnen haben wir noch gar nichts. Ich wünsche mir, dass die Spieler härter mit sich selbst ins Gericht gehen. Sonst werden wir am Ende wieder die gleichen Fehler begehen und erneut mit leeren Händen da stehen.»

Zürichs Riet Lareida hält grosse Stücke auf die Freiburger und sieht sie in der Rolle des Favoriten für den Meistertitel: «Das Ziel von Olympic muss die Meisterschaft sein. Boncourt hat im Match gegen uns in der Defensive keinen so guten Eindruck wie Olympic hinterlassen. Normalerweise gewinnt die beste Verteidigung. Ich drücke jedenfalls den Freiburgern die Daumen.» fs

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