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Mehr als perfekte Unterhaltung

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Von JUTTALAMPART

Vor mehr als zehn Jahren hatten sich der Pianist Tomas Dratva, der Geiger Jean-Christophe Gawrysiak und der Cellist Dieter Hilpert in Basel zu einem Trio zusammengefunden. Sie begannen, den grossen Schatz der klassischen Literatur auszuheben. Mittlerweile haben sie erkannt, wie wichtig es ist, nicht nur im grossen Strom des Musikbetriebes mitzuschwimmen. Ihr Programm «Short Cuts» enthielt soviel Eigenes und Unverwechselbares, dass es eine Freude war, zuzuhören.

Kleine Stücke fanden die Musiker bei Donizetti, Schtschedrin, Rachmaninow, Godar und Glinka. Aus der neuen Welt holten sie sie von Maffia, Bragato, Pugliese und Grainger. Bunt gemischt die Stile, ambivalent die Gefühle. Wie konnte man die Mixtur dem Zuhörer nahe bringen? Die Idee der Rahmenhandlung war überzeugend. Die Musiker erfanden kleine Szenen, gespielt von Marionetten, in Erinnerung von Seelen. Da durfte alles geschehen, das Kindliche, das Gewalttätige, das Steife, das Überschwängliche. Dratva, Gawrysiak und Hilpert schlüpften genussvoll in die Märchenwelt. Dezentes rotes Licht unterstrich die Verwandlung. Wie könnte ein Spektakel besser beginnen als mit einer einschmeichelnden Melodie Donizettis? Gleich wusste man: Die Musiker setzten auf Wirkung. Im nächsten Stück hatten sie quietschend und zupfend die Sprache fast verloren, fanden endlich kratzig zu einer kleinen Melodie und entluden sich brüllend in wildem Rhythmus. «Nicht so», beschwichtigte Donizetti im kleinen Pas de deux von Violine und Cello.
Extreme wurden in argentinischen Klängen ausgelotet und bravourös interpretiert. Die Welt des Tangos war keine verführerisch elegante, sondern sondern ruppig und dominant. Die amerikanische Seele durfte stolz und voller Sentimentalität sein. Gut tat der Schäfertanz, der sich frech und irre drehte. Dem grossen Händel gehörte das widerspenstig virtuose Finale. Dem grossen Bach eine wilde zeitgenössische Bourrée als Zugabe.

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