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Mehr Angebote für Schmerzpatienten

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Das Freiburger Spital baut sein Angebot bei der Behandlung von chronischen Schmerzen zu einer eigenständigen Abteilung mit zwei Standorten in Tafers und Freiburg aus. Bisher war das Angebot auf jenes von Frank Frickmann, Chefarzt der Anästhesiologie am Spital Tafers, beschränkt. Neu bieten auch die Ärzte Nicolas Mariotti und Pablo Mondragon spezialisierte Schmerzsprechstunden an den beiden HFR-Standorten an. So werden laut einer Mitteilung deutsch- und französischsprachige Patienten angesprochen: «Es ist gut, wenn man in seiner eigenen Muttersprache behandelt werden kann», erklärt Frickmann auf Anfrage. Die Abteilung wird der Klinik für Anästhesiologie unterstellt und von Mariotti geführt.

Das Bedürfnis nach einer Linderung von Schmerzen und damit die Nachfrage nach Behandlungen sei gross, so Frickmann weiter. Jeder und jede Fünfte in der Schweiz leide unter chronischen Schmerzen, man spreche von einer Volkskrankheit. Frickmann behandelt schon seit bald 13 Jahren Patienten in einer speziellen Schmerzsprechstunde in Tafers, zuvor hatte er welche in Deutschland angeboten. 1600 Patienten suchten ihn pro Jahr auf, rechnet er vor. «Das ist viel für unser kleines Spital.» Damit noch nicht genug: Zunehmend reisen auch Patienten aus dem benachbarten Kanton Bern oder aus anderen Regionen der Schweiz nach Freiburg für eine Schmerzbehandlung. Deshalb setzte sich Frickmann seit Jahren für mehr Ressourcen und die Einrichtung eines speziellen Zentrums ein.

Je länger, umso schwieriger

In der Regel dauere es über sieben Jahre, bis ein Patient einen Spezialisten aufsuche, so Frickmann. «Und je länger es dauert, umso komplexer ist es.» Davor versuchten die Patienten es mit anderen Methoden: vom Hausarzt über die Farbtherapeutin bis zum Homöopathen. Die Stärke des Zentrums sei die Breite des Angebots: «Neu ist, dass wir fast das gesamte Spektrum der modernen Schmerztherapie anbieten können.» Es sei seine Aufgabe als Therapeut, den richtigen Weg zu finden. «Es ist eine Detektivarbeit, die individuelle Therapie für jeden einzelnen Patienten zu finden.»

Die Ursachen für die Erkrankung sind oft in Knochen- oder Gelenkbeschwerden zu suchen. Frickmann zählt als typische Probleme Rückenschmerzen und Schwierigkeiten nach Operationen auf. «Narbenschmerzen werden oft unterschätzt.» Als chronisch gelten Schmerzen, wenn sie über mehrere Monate und Jahre hinweg andauern.

Interdisziplinäre Methoden

An der Behandlung sind Fachkräfte aus verschiedenen Disziplinen beteiligt: Spezialisten aus der Chirurgie, Rheumatologie, Physiotherapie und Psychologie. Für die Therapie werden verschiedene Methoden angewendet: Medikamente, die als besonders wirksam gelten und von den Kassen bezahlte medizinische Hypnose oder Neuraltherapie, bei welcher ein örtliches Anästhesiemittel injiziert wird. In beiden Feldern weist Frickmann viel Erfahrung auf, während sein Kollege Mariotti sich auf invasive Methoden spezialisiert hat, auf kleinere Eingriffe wie die Einspritzung von Arzneimitteln oder Techniken wie die Neuromodulation (siehe Kasten). Der Einsatz invasiver Methoden werde verstärkt, so Frickmann. Unterstützt wird das Freiburger Schmerzzentrum durch dasjenige am Spital Morges (VD), der grössten Institution dieser Art in der Schweiz, und dem in Freiburg niedergelassenen Neurochirurgen Philippe Otten.

Impulse: Eine neue Form der Schmerztherapie

D as entstehende Schmerzzentrum am Freiburger Spital setzt unter anderem auf eine besondere Form der Neuromodulation: die Rückenmarkstimulation. Dazu gehört ein Gerät, einem Herzschrittmacher ähnlich, das über Peridural-Elektroden schwache elektrische Impulse ans Rückenmark sendet. Die Folge ist ein für den Patienten angenehmes Kribbeln, das im Rückenmark die Schmerzsignale, die ins Gehirn übermittelt werden, überdeckt. Diese Therapie hat laut der Mitteilung den Vorteil, dass kein Einsatz von Medikamenten nötig ist. Damit fallen auch die Nebenwirkungen weg, die bei anderen Behandlungsarten oft auftauchen. Bei einer ähnlichen Methode der Neuromodulation werden mittels einer Katheterpumpe Medikamente in die Flüssigkeit in Gehirn und Rückenmark eingebracht, so die Mitteilung. fca

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