Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Mehr Betreuung für Langzeitarbeitslose

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: walter buchs

«Die geltende Regelung zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit und der sozialen Ausgrenzung ist eine gute Grundlage, um die Lücken im heutigen System zu schliessen.» Dies hat Staatsrat Beat Vonlanthen am Mittwoch in Freiburg betont, als er zusammen mit Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre den Medien den Bericht über die Evaluation der Massnahmen für die soziale und berufliche Eingliederung im Kanton Freiburg vorstellte. Dieser wurde soeben dem Grossen Rat zur Kenntnisnahme zugestellt.

Hindernisse aufgedeckt

Zum ersten Male seit Einführung des heutigen Systems zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit und der sozialen Ausgrenzung im Jahre 2000 hat der Staatsrat eine Evaluation durchführen lassen (siehe Kasten). Diese wurde im vergangenen Jahr durch zwei Forschungsteams der Professoren Yves Flückiger, Genf, und Giuliano Bonoli, Lausanne, durchgeführt. «Die Verbesserungsvorschläge der Sachverständigen stellen die Grundlagen der heutigen Organisation nicht in Frage», stellte Staatsrätin Demierre mit Genugtuung fest.

Die Beurteilung fördert Stärken und Schwächen des staatlichen Instrumentariums an den Tag, wie die erwähnten Professoren erläuterten. So werden die Möglichkeit für Betroffene, mittels ihrer Anstellung durch die regionalen Arbeitsvermittlungszentren (Rav) in einem Betrieb zu arbeiten, sowie die positiven Auswirkungen der sozialen Wiedereingliederungsmassnahmen für gefährdete Personen unter den Pluspunkten des Systems aufgeführt, was mit Zahlen belegt wird.

Auf der anderen Seite sind aber auch einige Hindernisse für die Wiedereingliederung aufgedeckt worden. So fehle es an einer geeigneten Betreuung von Personen, die schlecht vermittelbar sind, sowie an einer klaren Zuteilung der Verantwortung. Koordinationsprobleme zwischen den Rav und den regionalen Sozialdiensten (RSD) beeinträchtigten die Wirksamkeit des Systems.

Anpassung des Systems

Um den Verbesserungsvorschlägen der Sachverständigen Folge zu leisten, hat sich der Staatsrat für die Schaffung einer Plattform mit drei regionalen Koordinationsteams (Nord – Zentrum – Süd) entschieden, wie Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen gestern bekannt gegeben hat. Diese sollen künftig eine bessere Zusammenarbeit der Dienste für die berufliche Wiedereingliederung und derjenigen für die soziale Integration sicherstellen. Zu diesem Zweck ist die Anstellung von je drei Personalberatern und Sozialarbeitern vorgesehen. Diese werden beauftragt, für eine Kontinuität der Betreuung von Menschen in besonderen Situationen zu sorgen.

Ausgehend von den bestehenden Massnahmen für soziale Eingliederung und denjenigen für berufliche Wiedereingliederung wird noch ein Massnahmekatalog erstellt. Die Idee besteht laut Staatsrat Vonlanthen darin, den neu zu schaffenden Kooperationsplattformen das gesamte verfügbare Massnahmeangebot zu eröffnen und je nach Bedarf neue Massnahmen hinzuzufügen.

Einsetzung einer Studiengruppe

Die erweiterte Betreuung soll über den kantonalen Beschäftigungsfonds finanziert werden. Die rechtliche Grundlage wird durch eine Änderung des Gesetzes über die Beschäftigung und den Arbeitsmarkt erfolgen. Der Entwurf wird demnächst dem Grossen Rat unterbreitet.

«Trotz der vorgesehenen Anpassungen werden nicht unbedingt alle Langzeitarbeitslosen Lösungen finden», stellte Gesundheitsdirektorin Demierre am Mittwoch fest. Es handelt sich hier um strukturelle Probleme, die sich in steigenden Sozialhilfekosten niederschlagen und mit denen alle Kantone konfrontiert sind. Daher will der Kanton Freiburg weitere Lösungen finden. Zu diesem Zweck wird der Staatsrat eine Studiengruppe einsetzen. Erste Schlussfolgerungen werden auf Ende 2009 erwartet.

Mehr zum Thema