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Mehr Betten für Covid-Patienten bereit

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Das Freiburger Spital HFR hat seine Kapazität an Betten für Covid-Patienten aufgestockt. Seit gestern wird nämlich die Zusammenarbeit mit den Privatkliniken umgesetzt, wonach dringende chirurgische und orthopädische Operationen im Daler-Spital und in der Clinique Générale erfolgen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Interkantonalen Spital Broye wird verstärkt. Die Zusammenarbeit sieht vor, dass jede der beiden Privatkliniken dem HFR während fünf Wochentagen einen Operationssaal und auch OP-Personal zur Verfügung stellt. Durch diese Massnahme werden 30 stationäre Betten frei, die am Standort Freiburg-Kantonsspital zur Abteilung Innere Medizin hinzukommen, teilte das HFR gestern mit. Dies setzt auch Ressourcen beim medizinischen und pflegerischen Personal frei, so dass die Anzahl Intensivbetten von 24 auf 29 erhöht werden konnte. Gemäss dem Leitenden Arzt für Innere Medizin, Nicolas Blondel, wird das verfügbare Personal rund um die Uhr verstärkt.

Koordination der Betten

Wie Generaldirektor Marc Devaud gestern an einer Medienkonferenz sagte, wird zusammen mit den Privatkliniken und dem Interkantonalen Spital Broye eine Plattform zur Koordination und Überwachung der verfügbaren Betten geschaffen. Mit dieser vom Kantonsarzt beantragten Massnahme werde die Verwaltung von Betten und Behandlungsplätzen verbessert.

Wie Devaud weiter sagte, werden ab Samstag 75 Sanitätssoldaten zur Verfügung stehen, um nach einer Einführung für medizinische Leistungen eingesetzt zu werden. «Sehr wichtig ist auch, dass wir von der Armee zwei zusätzliche Fahrzeuge für Transporte zwischen den Standorten erhalten», so Devaud. Ausserdem werden 15 Zivilschutzangehörige zur Verfügung stehen, die für nichtmedizinische Arbeiten am HFR einsetzbar sind.

Ein Problem für das Spital ist, dass bisher 104 Personen des Personals am Virus erkrankt sind. Deshalb rekrutiert das HFR derzeit verstärkt. Dies spreche sich herum, und so melde sich medizinisch ausgebildetes Personal auch spontan für Einsätze, so Blondel. Generaldirektor Devaud sagte, zu Beginn des neuerlichen Anstiegs an Covid-Fällen seien die Emotionen beim Personal spürbar gewesen, nun aber gingen alle sehr professionell und positiv gestimmt mit der Lage um, was ihn sehr optimistisch stimme.

«Es gibt eine Triage»

Gestern betreute das HFR 181 bestätigte Covid-Fälle, von denen 22 in der Intensivstation waren, dazu 14 Post-Covid-Fälle, die noch isoliert sind, und 27 Covid-Verdachtsfälle (siehe Kasten). «Man kann sagen, dass wir noch nicht überrollt sind», sagte der Medizinische Direktor Ronald Vonlanthen. «Das ist einerseits wahr, andererseits auch falsch.» Das HFR behandle zwar die Patienten, die behandelt werden müssten, aber unter normalen Umständen hätte es nicht 220 freie Betten, die nun durch Covid-Patienten belegt sind.

«Es gibt eine gewisse Triage bei Patienten, die mit ihrer Behandlung etwas warten können. Aber in vier bis sechs Monaten wird ihre Behandlung dennoch nötig. Wir können uns derzeit also nicht um alle kümmern.» Vonlanthen sagte auch, dass das HFR einzelne Patienten in Spitäler anderer Kantone verlegt habe, die noch frei Betten haben. «Wir wollen alle möglichen Ressourcen in der Schweiz nutzen, bevor wir Behandlungen stoppen müssen.»

Der Leitende Arzt Nicolas Blondel stellte einige Vergleiche mit der ersten Welle im Frühling an. So seien die hospitalisierten Covid-Patienten eher etwas jünger als man erwarten würde, häufig jüngere Pensionierte, zum Teil auch ohne Vorerkrankungen. Dies lasse sich vielleicht auch damit erklären, dass viele ältere Infizierte in den Pflegeheimen und nicht im Spital betreut würden.

Im Durchschnitt blieben Covid-Patienten rund zehn Tage im Spital. Der Anteil jener, die auf die Intensivstation verlegt werden müssen, sei wohl etwas geringer als im Frühling. Blondel führte das auf neue Therapien zurück, die tendenziell weniger invasiv seien. Man achte auch viel mehr auf mögliche Thrombosen. Blondel bemerkte zudem, dass im Gegensatz zum Frühling weiterhin viele Personen die Notaufnahmen und ihre Hausärzte aufsuchen.

Zahlen und Fakten

Auf mehrere Standorte verteilt

Gestern Morgen waren am Freiburger Spital 181 Patienten mit einer bestätigten Corona-Infektion, 14 Post-Covid- und 27 Verdachtsfälle. 22 Patienten befanden sich auf der Intensivstation, davon wurden 18 beatmet. Im Verlauf des letzten Monats stieg zuerst die Zahl der Hospitalisierten stark an, die Zahl der Intensivpatienten folgte mit etwas Verzögerung. Nun nimmt aber auch die Zahl der Genesenen wieder zu. Derzeit hat das HFR 289 Betten für Covid-Patienten bereit: 189 in Freiburg und 100 in Tafers, Riaz und Merlach. Die Covid-Patienten sind zu 55 Prozent über 70-jährig.

uh

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