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Mehr Betten für Psychiatriefälle

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Das demografische Wachstum, die Förderung der psychischen Gesundheit und die Erleichterung des Zugangs zu den Leistungen: All diese Faktoren tragen dazu bei, dass die Einrichtungen des Freiburger Netzwerks für Psychische Gesundheit (FNPG) immer besser ausgelastet sind. Wie aus dem Jahresbericht des FNPG hervorgeht, war das letzte Jahr geprägt durch einen Anstieg der Hospitalisierungen im Stationären Behandlungszentrum in Marsens von 4,55 Prozent. Das Zentrum sei 2018 voll ausgelastet gewesen, schreibt Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre (SP) im Tätigkeitsbericht. Eine Umkehr dieser Tendenz sei nicht in Sicht.

60 neue Betten nächstes Jahr

«Die heute verfügbaren 176  Betten werden sehr wahrscheinlich nicht genügen, um der künftigen Nachfrage zu entsprechen», schreibt die Staatsrätin. Deshalb habe der Verwaltungsrat des FNPG beschlossen, auf die Eröffnung des deutschsprachigen Zentrums Villars-sur-­Glâne hin 20 zusätzliche Betten vorzusehen. Total sollen 60  Betten geschaffen werden, davon 40 für die Deutschsprachigen.

Mit der Inbetriebnahme des stationären Teils des FNPG Freiburg für die deutschsprachige Bevölkerung ist auf Februar 2020 zu rechnen. Dort werde die ganze Palette der Leistungen an einem Standort zur Verfügung stehen, so Demierre. Im Bericht weist die Präsidentin des FNPG darauf hin, dass die ersten ambulanten und tagesklinischen Leistungen für die deutschsprachigen Patienten in Villars-sur-Glâne ein positives Echo ausgelöst hätten.

Demierre weist ausserdem darauf hin, dass das FNPG in den zehn Jahren seit der Gründung immer einen ausgeglichenen Abschluss habe präsentieren können. Dies sei vor allem der ständigen Anpassung an die verfügbaren Ressourcen zu verdanken. «Allerdings mahnt der schwierige finanzielle Kontext, der für die kommenden Jahre angekündigt wurde, zur Vorsicht», schreibt sie. Insbesondere die budgetären Vorgaben nähmen ständig zu und erforderten weitere Überlegungen, um das Angebot und die Nachfrage möglichst im Einklang zu halten, betont sie weiter.

Generaldirektor Serge Renevey schreibt in seinem Bericht von einer Wende Richtung ambulanter Versorgung. Hospitalisierungen sollten die Ultima Ratio sein, seien aber weiterhin unvermeidlich. Renevey betont, dass mit 0,54 pro 1000 Einwohner die Zahl der Psy­chia­trie­betten in Freiburg im nationalen Durchschnitt tief sei, was zur Kontrolle der Gesundheitskosten beitrage. Marsens habe eine Aufenthaltsdauer, die zu den kürzesten in der Schweiz zähle.

Der Generaldirektor wies auch darauf hin, dass in Marsens letztes Jahr die neue Tarifstruktur Tarpsy erfolgreich eingeführt worden sei. Kosten könnten so besser erklärt werden.

Das FNPG hat auch auf Kritik aus den letzten Jahren reagiert und im Erwachsenenbereich die Zahl der Zwangsmassnahmen reduziert. Dazu gehören das Abschliessen von Stationstüren, Zwangsbehandlungen, Intensivzimmereinsätze und Fixierungen. Ein Verfahren für Intensivzimmereinsätze sei 2017 revidiert und umgesetzt worden und habe 2018 erste Früchte getragen. Dazu seien regelmässige Schulungen erforderlich, und es ist vorgesehen, diese Arbeiten dauerhaft einzuführen, so der Bericht.

Zahlen und Fakten

Belegungsgrad von 98,9 Prozent

Im Berichtsjahr 2018 registrierte des FNPG 6846 ambulante und 2447  sta­tio­näre Behandlungen. Der Belegungsgrad des stationären Behandlungszentrums Marsens betrug 98,9 Prozent. Ein Aufenthalt im stationären Bereich kostete durchschnittlich 17 423 Franken. 30,8  Millionen Franken zahlten die Krankenkassen, 35,8  Millionen der Kanton.

uh

Zur Institution

FNPG an zehn Standorten

Das Freiburger Netzwerk für Psychische Gesundheit wurde 2008 gegründet. Es vereint Leistungen der Psychiatrie, der Psychotherapie und der psychischen Gesundheit. Der Betrieb ist auf die Bereiche Jugend, Erwachsene und Alter aufgeteilt. Das Netz erbringt die Leistungen an zehn Hauptstandorten. 660  Per­sonen, darunter 80 Ärzte, arbeiten für das FNPG.

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