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Mehr Breite – und die Wunschspielerin

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Letzte Saison war die Situation bei Ärgera Giffers teils prekär. Das Kader war derart dünn besetzt, dass Trainer Jan Jungo regelmässig nur mit zwei Linien spielen konnte. Etwas, das sich auf NLA-Niveau spätestens im letzten Drittel, wenn die Kräfte schwinden, oft rächt.

Auf die am Wochenende beginnende neue Saison hin hat sich die Situation entspannt. «Endlich haben wir für einmal mehr Zuzüge als Abgänge. Das ermöglicht uns viel mehr Variationen», sagt Jan Jungo. In Zahlen ausgedrückt: Fünf Spielerinnen sind neu im Team, nur drei haben Ärgera verlassen. Damit stehen Jungo 16 statt wie letztes Jahr 14 Feldspielerinnen zur Verfügung. «Und wir sind noch nicht fertig mit unseren Transferaktivitäten, wir sind noch an der einen oder anderen Spielerin dran.» Man werde nun einmal in die Saison starten und dann weiter­schauen. Ob es mit weiteren Verpflichtungen klappe, hänge unter anderem von den Jobs der umworbenen Spielerinnen ab. So oder so ist Jungo, der in seine zehnte Saison als Ärgera-Trainer steigt und damit der dienstälteste Trainer der Liga ist, überzeugt: «In der Breite sind wir ganz sicher stärker geworden. Das gilt auch für das Förderkader. Im U21-Team des Clubs haben wir viele Spielerinnen, die etwas auf dem Kasten haben.»

Ehemalige Liga-Topskorerin

Doch nicht nur in der Breite ist Giffers stärker geworden, auch wenn mit Martina Buri, die zu den Wizards Bern Burgdorf wechselt, eine langjährige Teamstütze den Club verlassen hat. Denn mit der Bernerin Fabienne Walther hat Ärgera die Wunschspielerin von Trainer Jan Jungo verpflichtet. «Sie ist seit Jahren ein Top­shot, war eine der besten Skorerinnen bei Emmental, spielte schon bei Piranha Chur und war kurz sogar in der Nationalmannschaft.» Die 25-jährige Stürmerin, die auf der Centerposition spielt, ist eine konstante Skorerin und intelligente Spielmacherin. 61 Tore und 67 Assists liess sich die mit 160 Zentimetern eher klein gewachsene Walther in den letzten fünf Saisons bei Skorpion Emmental Zollbrück gutschreiben. 2012 war sie als 19-Jährige mit 35 Toren und 10  Assists im Trikot der Bern Capitals sogar Liga-Topskorerin der NLA geworden. «Ich bin schon seit vier Jahren an ihr dran und habe sie immer wieder angefragt. Nun hat sich die Hartnäckigkeit ausbezahlt», sagt Jungo mit einem Schmunzeln. «Fabienne ist eine Spielerin, die in einer Partie den Unterschied ausmachen kann und nicht nur mit ihrer Klasse, sondern auch mit ihrer Erfahrung das Team ganz sicher weiterbringt.» Aber er wolle nicht zu viel Druck aufbauen, relativiert Jan Jungo sofort. Die offensive Verantwortung laste nicht allein auf den Schultern von Fabienne Walther. «Wir haben ja immer noch andere gute Skorerinnen im Team wie etwa Eliane Ganz oder Christel Köstinger. Ich denke, wir haben da einen wirklich guten Mix beisammen, ich bin gespannt.»

Die übrigen Feldspielerinnen, die Ärgera verpflichtet hat, kommen alle aus der 1. Liga. Stürmerin Olivia Lehmann sowie die Verteidigerinnen Stefanie Lüthi und Sabrina Friedberg spielten zuletzt alle drei in der zweiten Mannschaft der Wizards Bern Burgdorf und schafften dort den Sprung in das NLA-Team nicht. «Sie müssen sich natürlich zunächst an das höhere Tempo anpassen. Aber wenn ich sehe, welche Fortschritte sie in den letzten drei Monaten bereits gemacht haben, bin ich überzeugt, dass sie uns helfen können. Das Potenzial ist ganz sicher vorhanden.»

Playoff-Qualifikation als Ziel

Das Ziel der Senseoberländerinnen, die letzte Saison die Qualifikation auf Rang sieben abschlossen und anschliessend im Playoff-Viertelfinal gegen Dietlikon chancenlos blieben, ist die erneute Playoff-Qualifikation. «Die wollen wir so schnell wie möglich schaffen – und wir wollen definitiv nichts mit den Playouts zu tun haben», sagt Jan Jungo. Da acht der zehn Teams die Playoffs erreichen, müssen die Freiburgerinnen also mindestens zwei Teams hinter sich lassen.

Als Hauptstärke von Ärgera bezeichnet der Trainer den Zusammenhalt innerhalb des Teams. «Der stimmt und lebt. Der Teamgeist ist bei uns jedes Jahr etwas Besonderes. Auch die neuen Spielerinnen haben sich sofort sehr gut eingefügt.» Und die Schwäche? «Das bleibt wohl wie schon seit langem die Chancenauswertung. So lange wir diesen Killerinstinkt nicht haben, wird das ein grosses Thema für uns bleiben.»

Strichkampf als «Wundertüte»

Die grossen Favoritinnen der Liga sind auch in dieser Saison Chur und Dietlikon. «An den Top 2 gibt es nichts zu rütteln.» Dahinter sieht Jungo Bern Burgdorf, Emmental sowie Berner Oberland als erste Verfolger. «Und in der zweiten Tabellenhälfte ist die Liga eine Wundertüte.» Die Red Ants Rychenberg Winterthur etwa hätten ihre zwei ersten Blöcke fast komplett verloren und seien schwierig einzuschätzen. Genau wie Aufsteiger UHC Laupen ZH. «Mit der Euphorie des Aufstiegs im Rücken kann das ein gefährliches Team werden. Ich denke, der Strichkampf wird in dieser Saison sehr spannend werden.» Ärgera startet am Samstag beim letztjährigen Tabellenachten Frauenfeld in die Meisterschaft.

Das Kader

Torhüterinnen: Daniela Liechti (neu, Gürbetal), Sarah Berger.

Verteidigung: Stefanie Lüthi (neu, Wizards Bern Burgdorf II), Melanie Stump, Adrienne Wieland, Sabrina Friedberg (neu, Wizards Bern Burgdorf II), Angela Kohler, Nadine Dietrich.

Sturm: Valérie Reinhard, Sarah Soom, Eliane Ganz, Olivia Lehmann, (neu, Wizards Bern Burgdorf II), Carole Bertschy, Valentina Dazio, Livia Gross, Christel Köstinger, Lea Bertolotti, Fabienne Walther (neu, Skorpion Emmental Zollbrück).

Trainer: Jan Jungo.

Assistenztrainer: James Rappo (neu, als Ersatz für Thomas Köstinger).

Abgänge: Martina Buri (Wizards Bern Burgdorf), Lara Rumo (Rücktritt), Patricia Roux (Goalietrainerin).

Die erste Runde

Frauen. Nationalliga A. Die erste Runde: Piranha Chur – Skorpion Emmental Zollbrück Sa. 15.00. UH Red Lions Frauenfeld – Ärgera Giffers Sa. 16.00. Red Ants Rychenberg Winterthur – Wizards Bern Burgdorf Sa. 17.00. UHC Laupen ZH – Kloten-Dietlikon Jets Sa. 18.00. Berner Oberland – Zug United Sa. 19.30.

«Endlich haben wir für einmal mehr Zuzüge als Abgänge.»

Jan Jungo

Trainer Ärgera Giffers

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