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Mehr denn je wollen ins Bundeshaus

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Für die sieben Freiburger Sitze im Nationalrat treten diesen Herbst 154 Kandidatinnen und Kandidaten auf 25  Listen an. Dies ist nach Ablauf der Frist für das Einreichen von Listen gestern um 12 Uhr klar. Wie in anderen Kantonen hat die Zahl der Kandidierenden zugenommen. Bei den letzten Nationalratswahlen vor vier Jahren waren es im Kanton Freiburg noch 132 Personen auf 20  Listen gewesen. 2011 waren 99 Kandidierende, 2007 total 80 und 2003 gar nur 61 Personen zur Wahl gestanden. Auch für den Ständerat gibt es mehr Kandidaten denn je (siehe Seite 5).

Der neue Höchstwert bei den Kandierenden ist vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: die Frauen und die Unterlisten.

Diesen Herbst treten 61 Frauen aus dem Kanton Freiburg zu den Nationalratswahlen an. Das sind 40 Prozent der Kandidierenden. Vor vier Jahren waren es noch 39 Frauen gewesen, was 30  Prozent ausmachte. Eine Frauenmehrheit auf ihren Listen haben die CVP, die Grünliberalen, die Grünen, die jungen Grünliberalen und die Junge CVP Deutschfreiburg. Keine Frauen stellen die SVP und die EDU.

SP und CVP mit je fünf Listen

Zugenommen hat auch die Listenzahl: Stellten 2015 die 20  Listen einen Höchstwert dar, so sind dieses Jahr noch fünf Listen dazugekommen.

Vor vier Jahren war die Junge CVP mit vier Listen angetreten. Dies wiederholt die Jungpartei dieses Jahr. Die CVP kommt mit ihren Junglisten auf 35 Kandidatinnen und Kandidaten. Eine ähnliche Strategie wählt dieses Mal die SP. Nebst ihrer Hauptliste treten die Freiburger Sozialdemokraten mit je einer Liste Juso, 60  +, Integration und International an. Zusammen sind das 32 Kandidierende.

Während bei den letzten Wahlen sämtliche Listen einer etablierten Partei zugeordnet werden konnten, gibt es dieses Jahr vier unabhängige Listen. So treten die Künstlerpartei, die Bewegung Direkte Demokratie, Spiritualität und Natur, die Bewegung Unabhängiger Bürger sowie eine Gruppe Jugendlicher aus der Klimabewegung, Objectif 2030, an.

Ein Sitz wird frei

Bei den Wahlen am 20. Oktober treten sechs der sieben bisherigen Freiburger Nationalräte wieder an. Einzig der Sitz des nicht mehr kandidierenden Dominique de Buman (CVP) wird neu zu vergeben sein. Die Linke sieht darin die Chance, den vor vier Jahren an die SVP verlorenen Sitz wieder zurückzuholen. Chancen auf einen dritten linken Sitz werden nicht zuletzt den Grünen eingeräumt.

Bündnisse noch nicht definitiv

Beim Rennen um die sieben Freiburger Sitze spielen die Listen- und Unterlistenverbindungen eine Rolle. Die definitive Liste der Verbindungen wird am 2.  September publiziert, wenn die Kandidatenlisten durch die Staatskanzlei geprüft sind. Klar ist heute, dass es ein linkes Bündnis gibt: Die Listen der SP, der Mitte links – CSP und der Grünen werden verbunden sein. Die Listen der SP bilden eine Unterlistenverbindung, und eine zweite vereint diejenigen der Mitte links – CSP und der Grünen. In der politischen Mitte schliessen sich die Listen der CVP, der GLP und der BDP zusammen, offen war bislang noch die EVP. Und die SVP wird sich rechts mit ihrer Jungliste und der EDU zusammenschliessen.

Nationalrat

154 Personen kämpfen um sieben Sitze

Die 154 Kandidatinnen und Kandiaten für die Nationalratswahlen verteilen sich auf 25 Listen. Diese präsentieren sich wie folgt:

 

Liste 1: Christlichdemokratische Volkspartei (CVP). Christine Bulliard- Marbach (Ueberstorf, bisher), Francine Defferard (Villars-sur-Glâne), Anne Meyer Lötscher (Estavayer-le-Lac), Marie-France Roth Pasquier (Bulle), Bernhard Altermatt (Freiburg), Bruno Boschung (Wünnewil-Flamatt), Jean-Luc Mossier (Remaufens).

Liste 2: Sozialdemokratische Partei (SP). Valérie Piller Carrard (Cheyres, bisher), Ursula Schneider Schüttel (Murten, bisher), David Bonny (Prez-vers-Noréaz), Nathalie Déchanez (Villaraboud), Urs Hauswirth (Düdingen), Pierre Mauron (Riaz), Elias Moussa (Freiburg).

Liste 3: Freisinnig-demokratische Partei (FDP). Jacques Bourgeois (Avry-sur- Matran, bisher), Raphaël Casazza (Freiburg), Romain Collaud (Massonnens), Nadine Gobet (Bulle), Isabelle Portmann (Tentlingen), Alexandre Vonlanthen (Cugy), Christoph Wieland (Môtier).

Liste 4: Mitte links – CSP. Benoit Rey (Freiburg), Anita Johner-Tschannen (Düdingen), Diego Frieden (Villars-sur-­Glâne), Marie-Louise Fries (Bern), Emmanuel Bichet (St-Aubin), Sophie Tritten (Vuisternens-en-Ogoz), Gérald Collaud (Freiburg).

Liste 5: Schweizerische Volkspartei (SVP). Jean-François Rime (Bulle, bisher), Pierre-André Page (Châtonnaye, bisher), Flavio Bortoluzzi (Muntelier), Jean-Daniel Chardonnens (Fétigny), Emmanuel Kilchenmann (Freiburg), Roland Mesot (Châtel-St-Denis), Emanuel Waeber (St.  Antoni).

Liste 6: Grünliberale Partei (GLP). Irene Bernhard (Villars-sur-Glâne), Markus Reck (Freiburg), Ana Fontes Martins (Freiburg), Adrian Gross (Freiburg), Gisela Kilde (Freiburg), Quentin van Wynsberghe (Marsens), Karine Lüthi (Bussy).

Liste 7: Grüne. Gerhard Andrey (Granges-Paccot). Mirjam Ballmer (Freiburg), Ophélie Brodard (Romont), Liliane Galley (Freiburg), Olive Haymoz (Düdingen), Bruno Marmier (Villars-sur-Glâne), Nicolas Pasquier (Bulle).

Liste 8: Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU). Marc Bachmann (Heitenried), Ivan Thévoz (Russy), Walter Gertsch (Murten).

Liste 9: Junge Grünliberale. Loris Grandjean (Bulle), Anaïs Grandjean (Freiburg), Maxime Lepore (Corminboeuf), Oriane Grandjean (Bulle), Julie Bernasconi (Belfaux), Benjamin Conde Braz (Villars-sur-Glâne), Céline Werro (Grolley).

Liste 10: Junge CVP Grossfreiburg. Jean-Thomas Vacher (Freiburg), Isabelle Sob (Freiburg), Pierre Portmann (Villars-sur-Glâne), Cindy Lisa Nesme Obando (Freiburg), Simon Murith (Freiburg), Valentin Mulder (Marly), Marc-Antoine Dietrich (Freiburg).

Liste 11: Junge CVP Süd. Vesna Wicht (Romont), Nicolas Roschi (Crésuz), Adélaïde Mornod (Hauteville), Quentin Moënnat (Vuisternens-devant-Romont), Stephen Mengual (Les Paccots), Yannick Kilchenmann (Le Crêt-près-Semsales), Justine Catillaz (Pringy).

Liste 12: Junge CVP Deutschfreiburg. Dominic Tschümperlin (Gurmels), Tina Schwab (Kerzers), Edouard Perroud (Düdingen), Sara Lenherr (Düdingen), Blaise-Guillaume Fasel (Freiburg), Daniela Videira Coelho (Murten), Janine Aerschmann (St. Ursen).

Liste 13: Junge CVP Saane-Land und Broye. Aude Sallin (Grolley), Emmanuel Repond (Grolley), Benjamin Egger (Cottens), Myriam Delavy (Cousset), Léo Bulliard (Farvagny), Philippe Bapst (Ependes), Lionel Avanthay (Posieux).

Liste 14: Jungfreisinnige. Kilian Deillon (Massonnens), Océane Gex (Freiburg), Fabian Kuhn (Murten), Victoria Malecki (Bösingen), Yasmina Savoy (Remaufens), Nicolas Taverna (St-Aubin), Estelle Zermatten (Bulle).

Liste 15: SP  60  +. Andréa Wassmer (Belfaux), Catherine Plüss (Seiry), Claudine Godat Saladin (Freiburg), Erwin Jutzet (Schmitten), Philippe Pasquier (Marsens), Paul Werthmüller (Murten).

Liste 16: SP Integration. Afrim Balija (Courtaman), Giovanna Garghentini Python (Freiburg), Justin Kabongi Alimasi (Pont-la-Ville), Corinne Margalhan-Ferrat (Avry-sur-Matran), Céline Zeynep Sönmez Özdemir (Marly).

Liste 17: SP International. David Bongard (Brüssel), Hannah Riemann (Konstanz), Pascal Lottaz (Tokio), Raoul Thoos (Haarlem), Sara Rellstab (Leeuwarden), Thierry Lüscher (Kapstadt), Veronika Biegel (Altenmarkt).

Liste 18: Juso. Dalia Lamhangar (Romont), Oxel Suarez Alvarez (Merlach), Immaculée Zola Kashala Mosoba (Freiburg), Léo Paul Tinguely (Freiburg), Marie Levrat (Vuadens), Manoë Ducrest (Bulle), Noah Fasel (St. Ursen).

Liste 19: Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP). Anthony Jaria (Corpataux), Alexandre Korkia (Freiburg), Mathieu Gauss (Lovens).

Liste 20: Evangelische Volkspartei (EVP). David Hausmann (La Tour-de-­Trême), Niklaus Mosimann-Schwab (Kerzers), Mirjam Lehmann-Ritter (Fräschels), Ulrich Herren (Lurtigen), Keran Kocher (Vaulruz), Karin Mrazeck (Düdingen), Konstantin Stefanov (Galmiz).

Liste 21: Junge SVP. Julien Doutaz (Epagny), Timon Gavallet (Broc), Mélissa Gerber (Grangettes-près-Romont), Stiobban Godel (Estavayer-le-Gibloux), Anthony Marchand (Vesin), Oliver Rumo (St. Silvester), Chantal Tobler (Chapelle).

Liste 22: Künstlerpartei. Claudio Rugo (Freiburg).

Liste 23: Objecitif 2030. Cléa Voisard (Fey), Maxence Kolly (Granges-Paccot), Fabrice Bourquenoud (Charmey), Alyssia Patenaude (La Neuveville), Chloé Senn (Rue), Armando Hauser (Freiburg), Bastien Racca (La Tour-de-Trême).

Liste 24: Direkte Demokratie, Spiritualität und Natur. Ruedi Raemy (Plaffeien), Dominique Chatton (Thônex), Catherine Piller-Lang (La Roche), Flavio Guido (La Corbaz), Alexandre Martins (Düdingen), Chantal Perret (Genf), Roland Mathez (Troinex).

Liste 25: Bewegung Unabhängige Bürger. Jacqueline von Mühlenen (Bürglen), Jean-Bernard Fasel (Cerniat), Narcisse Niclass (Nierlet-les-Bois).

Ständerat

Neun Personen steigen ins Rennen für die kleine Kammer

Vor acht Jahren waren es noch vier Kandidaten gewesen, 2015 waren es sechs und nun sind es neun Freiburger Kandidierende, die in den Ständerat wollen.

Für eine weitere Amtszeit treten die beiden bisherigen Freiburger Ständeräte an: Christian Levrat (SP) und Beat Vonlanthen (CVP). Sie gehen als klare Favoriten in den Wahlgang vom 20.  Oktober. Wie bereits vor vier Jahren versuchen ihnen die beiden anderen grossen Parteien einen Sitz streitig zu machen. Die SVP tritt mit Pierre-André Page an, die FDP mit Johanna Gapany. Damit gibt es im Kanton Freiburg bei den diesjährigen Ständeratswahlen im Gegensatz zum letzten Mal auch die Kandidatur einer Frau.

Zweiter Wahlgang möglich

Ebenfalls wie vor vier Jahren präsentieren die GLP und die BDP je eine Kandidatur. Die Grünliberalen treten mit demselben Kandidaten an wie 2015: Grossrat Ralph Alexander Schmid aus Lugnorre. Die BDP schickt ihren Kantonalpräsidenten Anthony Jaria ins Rennen.

Neu dabei sind die Grünen. Ihr Kandidat fürs Stöckli ist der deutschsprachige Unternehmer Gerhard Andrey.

Schliesslich sind kurz vor Ende der Eingabefrist für die Listen noch zwei Aussenseiter dazugekommen. Der Freiburger Musiker Claudio Rugo tritt für die Künstlerpartei an, und der Plaffeier Agro-Mechaniker Ruedi Raemy kandidiert für die Bewegung Direkte Demokratie, Spiritualität und Natur.

Um in den Ständerat gewählt zu werden, braucht ein Kandidat 50 Prozent der Stimmen. Mit neun Kandidaten steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es am 10. November wie vor vier Jahren zu einem zweiten Wahlgang kommt.

Liste 1: CVP. Beat Vonlanthen (St. Antoni, bisher). Liste 2: SP. Christian Levrat (Vuadens, bisher). Liste 3: FDP. Johanna Gapany (Bulle). Liste 5: SVP. Pierre-André Page (Châtonnaye). Liste 6: Grünliberale. Ralph Alexander Schmid (Lugnorre). Liste 7: Grüne. Gerhard Andrey (Granges- Paccot). Liste 19: BDP. Anthony Jaria (Corpataux). Liste 22: Künstlerpartei. Claudio Rugo (Freiburg). Liste 24: Bewegung Direkte Demokratie, Spiritualität und Natur. Ruedi Raemy (Plaffeien).

 

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