Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Mehr Dialog in Bau und Raumplanung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Mehr Dialog in Bau und Raumplanung

VCS wehrt sich gegen mehr Parkplätze im Stadtzentrum

Die Sektion Freiburg des Verkehrsclubs Freiburg (VCS) will neue Kultur- und Wohnprojekte im Stadtzentrum – gleichzeitig aber nicht mehr Parkplätze. Nur so mache «Bahn 2000» in Freiburg Sinn.

Von CHRISTIAN SCHMUTZ

«Wir sind keine Neinsager und wollen nicht Daueropposition machen», sagte Rechtsanwalt Rainer Weibel an der gestrigen Medienkonferenz. Vielmehr wolle der VCS eine Diskussion anregen: Es brauche in Freiburg vermehrt Informationen und öffentliche Debatten über Strassenbau und Raumplanung. Oft sei plötzlich ein Trax da und erst dann fragten sich die Leute, was hier wohl wieder passiere, sagte Weibel.

Nachttarif für Nordmanns Parkhaus?

Auch für Isabelle Carrel, Präsidentin des VCS Sektion Freiburg, will sich die Organisation keineswegs gegen die wirtschaftliche Entwicklung Freiburgs stellen. «Alle geplanten Massnahmen für Kultur und Wohnbauten im Stadtzentrum unterstützt der VCS, weil diese die Stadt beleben», sagte Carrel. Dass es dafür aber wiederum eine grosse Reihe von Zusatzparkplätzen brauche, das könne man nicht verstehen. «Das widerspricht einem Freiburger Bundesgerichtsentscheid von 1993», fügte Weibel bei. Konkret hat der VCS zwei Bauprojekte im Visier: Das eine ist das Baurecht der Stadt an die Firma Nordmann SA für den Bau eines unterirdischen Multiplex-Kinos, kleinerer Geschäftsräume und 296 neuer Parkplätze. «Der VCS verlangt die Einführung eines Nachttarifs für die Parkhäuser, damit die Lärm- und Abgasimmissionen in diesem Sektor nicht zunehmen», heisst es in einer Medienmitteilung.

Zusammen mit zusätzlichen Busverbindungen könnten viele Kinobesucher aus der Agglomeration animiert werden, mit dem Bus in den Ausgang zu gehen. Aber steigen die Leute dann um? «Ja», sagte Weibel, «wie es das Beispiel in anderen Städten gezeigt hat.» Und er fügte bei, indem er nach Bern schielte: «Die TPF müssen ihr Produkt noch viel besser verkaufen. In Freiburg haben die Busse immer noch das Image des
Bessere Busverbindungen sind ein wichtiger Bestandteil der «Bahn 2000», die im Dezember 2004 umgesetzt werden soll. Dabei soll die Bahnhofstrasse durch motorisierten Individualverkehr nur noch einspurig (abwärts) befahrbar sein sowie die Trolley-Hauptlinien alle beim Bahnhof zusammentreffen, um das Umsteigen zu erleichtern.

Sinn mache dies nur, wenn die Busse auch in Stosszeiten den Fahrplan einhalten könnten. «Sonst verfehlt die Bahn 2000 ihre Ziele», sagte Weibel. Der VCS macht deshalb einen Alternativ-Vorschlag. Er stimmt den 296 neuen Parkplätzen zu, wenn die geplante Südausfahrt statt auf die Neustrasse direkt auf die Zeughausstrasse erfolgt. Sonst würde nämlich die Parkingausfahrt die Kreuzung vor dem Rock-Café so belasten, dass hier die Durchfahrt der Busse erschwert würde.

Ziel: Verkehrsfreie Bahnhofstrasse

Die Vertreter des VCS Freiburg wiesen darauf hin, dass sie mittelfristig eine ganz verkehrsfreie Bahnhofstrasse möchten. Auch ohne die immer wieder verschobene Poyabrücke müsse es eine Möglichkeit geben. Dafür brauche es aber eine Reduktion des Verkehrs in der Stadt. Sonst verteile sich alles auf die umliegenden Quartiere. Das wolle man auf keinen Fall. Aber Isabelle Carrel ist sich bewusst: «Tempo 30 allein reicht nicht.»

Ebenfalls Einspruch hat der VCS gegen die momentane Änderung des Detailbebauungsplans Pilettes/Zeughausstrasse und die vier parallel laufenden Baubewilligungsgesuche erhoben. Diese verstiessen gegen die Grundsätze des Umweltschutzes und trügen den anderen Projekten im Stadtzentrum nicht Rechnung. «Jeder Promotor macht einfach sein Projekt und niemand kontrolliert oder hat den Überblick», beklagte sich Carrel.

Mehr zum Thema