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Mehr Mannschaften – mehr Probleme?

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Um die Nachwuchsförderung im Kanton voranzutreiben, hatte der Freiburger Fussballverband FFV im letzten Jahr das Team FFV U20 gegründet und dieses kurz vor Saisonbeginn in die 2. Liga integriert. Dies hatte zur Folge, dass die Meisterschaft 2012/13 mit dreizehn Mannschaften ausgetragen wurde. Weil sich eine ungerade Anzahl Teams für die Durchführung eines geregelten Meisterschaftsbetriebs wenig eignet, war eine weitere Aufstockung der Gruppe in diesem Sommer die logische Konsequenz. So starten heute erstmals in der Geschichte des Freiburger Fussballs vierzehn Mannschaften in eine 2.-Liga-Meisterschaft.

Kritik am Spielkalender

Die Einführung der 14er-Liga löst bei den Trainern der Deutschfreiburger Vereine FC Giffers-Tentlingen, FC Kerzers, FC Murten, FC Plaffeien und FC Überstorf gemischte Gefühle aus. Dass heuer vier Partien mehr auszutragen sind als noch vor zwei Jahren, darob freut man sich im Prinzip überall. «Wir spielen alle gerne Fussball und haben gegen ein paar zusätzliche Duelle nichts einzuwenden», sagt zum Beispiel Stefan Brülhart, Trainer des FC Überstorf.

Die Art, wie die Mehrspiele in den Wettspielkalender integriert wurden, sorgt hingegen für einiges Kopfschütteln. «Weil man die Saison nicht früher beginnen wollte, müssen nun einige Partien unter der Woche ausgetragen werden», bedauert Bruno Stulz, Trainer des FC Kerzers. «Die Spiele des Freiburger Cups finden auch unter der Woche statt, und wenn dann noch ein paar Nachholspiele dazukommen, absolviert man plötzlich nur noch englische Wochen.»

Auch Stefan Brülhart und Plaffeiens Trainer Richard Aeby finden, dass auf Amateurstufe Dienstags- und Mittwochsspiele die Ausnahme sein sollten. «Anstatt Partien unter der Woche anzusetzen, hätte man besser den Saisonstart vorverlegt», kritisieren die beiden unisono. Etwas pragmatischer sieht man die Sache bei Giffers-Tentlingen. «Wenn wir unter der Woche spielen müssen, dann lassen wir halt ein Training aus», sagt Trainer Nick Calvetti.

Beim Freiburger Fussballverband kann man die Kritik aus Deutschfreiburg nur bedingt verstehen. «Bei der Gestaltung des Wettspielkalenders konnten alle Vereine mitreden», sagt Bernard Sansonnens, Präsident des FFV. «Die Vereine haben in einer Abstimmung den Saisonstart selber bestimmt.» Die Mehrheit der Vereine habe keine Vorverschiebung gewollt. «Der Entscheid fiel nicht einstimmig, aber demokratisch.»

Sinkt das Niveau der Liga?

Mit der Aufstockung auf vierzehn Mannschaften habe man sich im Übrigen der Praxis der anderen Westschweizer Fussballverbände angepasst, ergänzt Sansonnens. «Mit Ausnahme von Genf wird in der Romandie in allen Verbänden die 2.-Liga-Meisterschaft in einer 14er-Gruppe ausgetragen.» Doch wie wird sich sie Aufstockung auswirken? Wird das Niveau der höchsten Freiburger Liga sinken, weil es im Kanton schlicht zu wenig 2.-Liga-taugliche Spieler hat? «Das Spielermaterial im Kanton reicht durchaus für vierzehn Mannschaften», findet Murtens Coach Gilbert Mollard.

Seine Einschätzung teilen auch die anderen Deutschfreiburger Trainer. «Es kommen immer wieder Spieler aus höheren Ligen, die aus beruflichen oder privaten Gründen kürzertreten müssen, dazu», sagt Bruno Stulz, der heuer einen spannenderen Meisterschaftsverlauf erwartet als im Vorjahr.

Und Richard Aeby – wie Stulz ein profunder Kenner der kantonalen Fussballszene – ergänzt: «Mit Ursy, Broc und Tafers sind drei Aufsteiger hinzugekommen, die etwas bewegen wollen. Sie werden niveaumässig nicht abfallen.» Hingegen sei das Niveau der Liga allgemein tiefer als noch vor fünfzehn Jahren. «Heute schafft fast jeder 3.-Liga-Spieler den Sprung in die höchste kantonale Spielklasse, wenn er bereit ist, den nötigen Aufwand zu leisten. Früher gelang dies nur die talentiertesten 3.-Liga-Spieler.»

 

Team FFV: Keine Sonderregelung

O bwohl das Team FFV U20 die letzte 2.-Liga-Saison als Schlusslicht beendet hatte, wurde es aufgrund einer Spezialregelung nicht relegiert. Diesen «Neuling-Bonus» des Freiburger Fussballverbundes kann die kantonale Auswahl heuer nicht mehr in Anspruch nehmen, es muss sich den Ligaerhalt wie alle anderen Mannschaften auf dem Spielfeld erkämpfen.

«Weil das Team FFV im letzten Jahr nicht absteigen konnte, konnte der FC Freiburg sein Nachwuchsteam mehr oder weniger dem Schicksal überlassen», sagt Richard Aeby. «Ich bin gespannt, ob man sich diese Saison in der Hauptstadt zum FFV-Team bekennt und die Spieler der 1.-Liga-Mannschaft in der U20-Mannschaft aushelfen. Wenn weiterhin keine Zusammenarbeit geschieht, würde dies den Sinn des Teams FFV in Frage stellen.» ms

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