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Mehr Platz für begleitete Besuchstage

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Die Wartelisten für Eltern, die wegen einer schwierigen Trennung ihre Kinder nur in einem geschützten Rahmen und unter Obhut von Fachkräften sehen können, waren bis vor kurzem noch sehr lang. Bis zu zwölf Monate mussten sie und ihre Kinder auf einen Besuchstermin warten (die FN berichteten). Nebst fehlendem Geld gab es logistische Gründe für diesen unhaltbaren Zustand, den der Verein Begleitete Besuchstage über Jahre hinweg beklagte. Zuletzt war er in den Räumlichkeiten der Bruderschaft des Heiligen Sakraments in Marly eingemietet, wo die Raumaufteilung die Aufsicht erschwerte und pro Besuchstag viel Personal einband. Deshalb konnten monatlich nur an zwei Nachmittagen Besuche durchgeführt werden.

Dank zusätzlicher finanzieller Unterstützung durch den Kanton ist es dem Verein nun möglich geworden, grössere Räume zu beziehen, wie Direktorin Christiane Rossier Cosandey gegenüber den FN bestätigte. «Ja, Anfang Jahr sind wir in Givisiez endlich fündig geworden.» Kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie zog der Verein in ein Gebäude in der Nähe des Théâtre des Osses. Wegen dem Lockdown konnte er seine Arbeit allerdings erst Mitte Mai wieder aufnehmen. Dank einer besseren Infrastruktur können nun an vier Nachmittagen pro Monat Besuchstage durchgeführt werden. «Anstatt fünf Fachkräfte pro Besuchstag benötigen wir nur drei zur Aufsicht.» Bis zu vierzehn Treffen pro Nachmittag sind so möglich. Wegen den Corona-Schutzmassnahmen werden aktuell allerdings weniger Treffen organisiert.

Geld reicht noch nicht

«Das ist ein Schritt vorwärts», freut sich Rossier. Trotz der raumbedingten Effizienzsteigerung sei der Verein aber auf eine weitergehende Unterstützung durch den Kanton angewiesen. «Zwei weitere Fachkräfte sind nötig, um die erhöhten Raumkapazitäten am neuen Ort auch tatsächlich nutzen zu können», so Rossier. Unter Verwendung der Reserven könne man sich dies im laufenden Jahr noch leisten. Für 2021 werden das Geld aber nicht mehr reichen.

2019 hatte der Kanton indes ein Gesuch um Aufstockung seiner Subventionen von 200 000 auf 240 000 Franken abgelehnt. «Wir werden erneut an den Kanton treten», sagt Rossier. Sie hofft, dass er diesmal einlenkt. Denn schliesslich übernehme der Verein eine Aufgabe, die sonst auf staatliche Stellen zurückfalle, etwa auf das Jugendamt, das Friedensgericht oder die Polizei, was am Ende höhere Kosten nach sich ziehe. «Manchmal habe ich das Gefühl, dass der globale Blick für die Problematik fehlt», stellt Christiane Rossier fest.

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