Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Mehr Platz für Schmetterlinge

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Mehr Platz für Schmetterlinge

Pro Natura organisierte einen Wettbewerb

Seit mehreren Jahrzehnten sind die Schmetterlingszahlen rückläufig. Auch die Freiburger Sektion von Pro Natura macht sich für die Schmetterlinge im Kanton stark.

Der verbreitete Gebrauch von Insektiziden und anderen Schadstoffen, die Vereinheitlichung der Landschaft und der Ordnungssinn unserer Gesellschaft konfrontiert die Schmetterlinge mit grossen Problemen. Pro Natura versucht die Problematik der Schmetterlinge und zahlreicher anderer Arten seit Jahren ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen. 2005 hat die Umweltschutzorganisation einen Wettbewerb ausgeschrieben, mit dem schmetterlingsfreundlich gestaltete Gärten mit einem Zertifikat belohnt werden. Im Kanton Freiburg hält die Zertifizierung von Gärten bis ins Jahr 2007 an.

Ein Wettbewerb für Schmetterlinge

Im Rahmen der nationalen Pro-Natura-Kampagne «Mehr Platz für Schmetterlinge» sind im Sommer 2005 die schmetterlingsfreundlichsten Gärten von Biologen aufgesucht worden. Für Schmetterlinge besonders wertvolle Gärten wurden je nach Qualität mit einem, zwei oder drei Schmetterlingen – ähnlich der Qualitätsbewertung von Hotels mit Sternen – gekrönt. Als Dank für ihren Einsatz für die Natur sind die Gartenbesitzer mit einem Zertifikat in Form einer wetterfesten Tafel belohnt worden, welche im Garten ausgestellt wird, um Passanten auf die Bedeutung des Naturgartens aufmerksam zu machen.

Schweizweit haben sich über 400 Gartenbesitzer von der Pro-Natura-Aktion angesprochen gefühlt und ihre Gärten zertifizieren lassen. Sechzig Gärten erhielten die höchste Auszeichnung von drei Schmetterlingen. Die ökologisch wertvollsten Gärten wurden zudem mit interessanten Preisen belohnt. Auch die Freiburger Sektion von Pro Natura macht sich für die Schmetterlinge in ihrem Kanton stark und hat zusätzlich zum nationalen einen kantonalen Wettbewerb ausgeschrieben. Zwanzig Gartenbesitzer im ganzen Kantonsgebiet haben begeistert ihre Naturgärten angemeldet. Drei Gärten mit erstaunlicher Arten- und Lebensraumvielfalt wurden mit drei Schmetterlingen belohnt. Um den Freiburger Gewinner der geführten Exkursion im Papillorama von Kerzers zu ermitteln, musste jedoch das Los entscheiden.

Jedermann kann mitmachen

Der Hauptpreis geht an Astrid Fasel und Mario Romer aus Lugnorre. Nichts von regelmässig gemähtem Rasen, asphaltierten Flächen, Pestiziden und anderen Schmetterlingswüsten, sondern blumenreiche Wiesen, Teiche, artenreiche Hecken, üppige Kräuteroasen, Kieswege und -plätze sowie Obstbäume zeichnen den lebensraumreichen Naturgarten in Lugnorre aus. Der zweite und dritte Rang ging an die nicht minder wertvollen Naturgärten von Susan Boo und Stephan Michel aus Überstorf und Marcel Weber aus St. Ursen.

Um Naturfreunden weiterhin die Möglichkeit zu geben, ihren Garten nach Schmetterlingskriterien zu zertifizieren, verlängert Pro Natura Freiburg die Zertifizierung bis ins Jahr 2007. Noch ist es also nicht zu spät, den Naturgarten anzumelden. Anmeldungsformulare sind auf der Homepage von Pro Natura Freiburg zu finden oder können telefonisch bestellt werden.

Schmetterlinge bereiten sich
auf den Winter vor

Obwohl einige Schmetterlingsarten wie Admiral oder Distelfalter den Winter im warmen Süden verbringen, bleibt die Mehrheit der Schmetterlinge in der Schweiz. Damit die überwinternden Schmetterlinge den Frühling erleben dürfen, sollten Gartenbesitzer achtsam ihren Garten auf den Winter vorbereiten. So sollte im Herbst nicht zu viel aufgeräumt werden, da ein kahler, strukturloser Garten den überwinternden Tieren kaum Überlebenschancen bietet. Stauden, Blumen, Wiesen und Kräuter sollten zum Teil mindestens bis im April stehen bleiben, damit die Schmetterlingsarten, die als Puppe überwintern (z. B. Aurorafalter und Schwalbenschwanz) an dürren Stängeln und Halmen hängen können.

Statt alles Schnittgut aus Sträuchern und Bäumen zu verbrennen oder zu häckseln, sind vereinzelte Asthaufen in Hecken oder auf Wiesen von grosser Bedeutung für erwachsene Schmetterlinge. Hier finden z. B. C-Falter und Zitronenfalter Schutz vor Kälte und Feinden. Auch die Anlage von Steinhaufen ist zu empfehlen, da dies wichtige Standorte für die Umwandlung oder den Schutz darstellen. Diese Massnahmen dienen auch zahlreichen anderen Nützlingen, die sich im Naturgarten herumtummeln (Eidechsen, Kröten oder Igel).

Brennnesseln für die Raupen

Eine wichtige Pflanze für die Entwicklung vieler Schmetterlinge ist die Brennnessel. So ernähren sich die Raupen des Admiral, des Kleinen Fuchses, des C-Falters oder des Tagpfauenauges fast ausschliesslich von dieser Pflanze; sie sind bereits früh im Jahresverlauf darauf zu finden, weil sie als Falter überwintern. Brennnesseln sollten daher nicht entfernt werden, sondern in einem Naturgarten immer vorhanden sein. All diese Massnahmen sind aber von geringer Bedeutung, wenn man im Frühjahr wieder mit Pestiziden und chemischem Dünger den Schmetterlingen den Garaus macht. Comm.

Informationen und Literatur: Pro Natura Freiburg, Tel. 026 422 22 06.

Meistgelesen

Mehr zum Thema