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Mehr Rock – weniger Schock

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Mehr Rock – weniger Schock

Marilyn Manson am «Rock Oz’Arènes» in Avenches

Die Meinungen über den künstlerischen Wert des amerikanischen Schock-Rockers Marilyn Manson sind geteilt. Sicher ist, dass die aufwändige Bühnenshow einiges zu bieten hat.

Von ANDREAS HIRSCHI

Schon vor dem Festivalgelände sah man vereinzelt Jugendliche mit verschmierten schwarz-weiss geschminkten Gesichtern und etwas seltsam anmutenden schwarzen Gewändern. So versuchen sie, sich stilistisch ihrem Idol Marilyn Manson zu nähern.

Drinnen wurden es dann immer mehr von der Sorte. Mit gut 8000 Besuchern war der Abend schliesslich auch ausverkauft.

Rauchende Rock-Show

Mit der Pünktlichkeit eines Rockstars betrat Marilyn Manson mit seiner Band das Amphitheater in Avenches. Die Show war mit theatralischen Effekten gespickt. Da war einerseits das Keyboard an einem Galgen aufgehängt, und der Musiker turnte wie wild am Instrument herum.

Aber auch die Lichtshow verbunden mit viel Rauch, Feuer, Glitter und Luftschlangen bot einiges fürs Auge. Aber im Zentrum des ganzen Spektakels stand stets Manson selber. Mit seinen lasziven Bewegungen und immer wieder wechselnden Bühnenoutfits zog er die Blicke auf sich. Sei es nun in den abgedrehten 20er-Jahre-Kleidern mit Saxofon, in der Uniform eines Offiziers mit Mantel und Mütze oder dann wie ein Insekt auf überlangen Stelzen mit Krücken. So wandelte und verwandelte sich der Künstler durch den Abend.
Musikalisch hat Brian Warner alias Marilyn Manson einiges zu bieten. Neben den bekannten Coverversionen von Soft Cell (Tainted Love), Eurythmics (Sweet Dreams) oder Depeche Mode (Personal Jesus) gab er auch seine eigenen Hits zum Besten. Hierzu gehören Stücke wie «The Beautiful People», «The Dope Show», «Disposable Teens» oder «Nobodies».

Entertainer mit eigenem Stil

Das Ganze kam ordentlich rockig rüber, wobei bei dem schleppenden Tempo der Songs der Funke nicht bis in die letzten Reihen des Theaters zu springen schien. Gerade in der Mitte des Konzerts kippte die Stimmung etwas in Richtung Monotonie.

Das Manson der bessere Entertainer als Sänger ist, fällt dabei nicht ins Gewicht. Schliesslich hat er nun mal seinen eigenen Stil, und dieser hat seine Freunde gefunden.

Viel Rauch um nichts

Auch von den im Vorfeld laut gewordenen Protesten von kirchlicher Seite her gegen den Auftritt des amerikanischen Schock-Rockers war am Festival nichts zu spüren. Vielleicht haben diese Kreise erkannt, dass die Show einfach provozierende Kunst ist.
Der Künstler Marilyn Manson stellt sich viel mehr als Antiheld dar, welcher sich bewusst mit negativer Symbolik umgibt. Er stellt der Gesellschaft einen Spiegel hin, welcher ihr ihre hässliche Seite zeigt.

Marilyn Manson lieferte Avenches eine erstklassige Rock-Show ab, welche auch Nichtfans einen unterhaltsamen Abend bescherte. Der Auftritt hatte Konzept und kam doch mit recht viel Abwechslung daher. Ein würdiger Auftakt für das Festival.

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