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«Mehr Salz in der Argumentation»

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«Mehr Salz in der Argumentation»

Überraschungsgast an der Versammlung der CVP Seebezirk

Vom einfachen Parteimitglied bis zum Bundespräsidenten Joseph Deiss kamen die Parteimitglieder der CVP des Seebezirks an die Jahresversammlung nach Gurmels. Dort sprach der neu gewählte Staatsrat Beat Vonlanthen über aktuelle politische Themen.

Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

«Wir müssen unsere Position in der Mitte besser finden und etwas mehr Salz in die Argumentationen bringen», sagte Bundespräsident Joseph Deiss bei seinem Blitzbesuch an der Parteiversammlung der CVP des Seebezirks.

Er gratulierte dem neu gewählten Staatsrat Beat Vonlanthen zur Wahl in den Bundesrat: «Mit der Wahl in den Staatsrat haben Sie zugleich eine Etappe auf dem Weg in den Bundesrat zurückgelegt», präzisierte er sogleich seine Grussadresse, bei der man voreilig schon glaubte, einen bundesrätlichen Versprecher herauszuhören.

Am gleichen Strick ziehen

«Unser Haus Schweiz muss weiter florieren, wir müssen harte und schwierige Sparmassnahmen durchführen», sagte Deiss. Es sei nötig, dass man Hindernisse überspringe, die man glaubte, nie überwinden zu können.

Der Bundesrat stellte den «Heimatschutz für eigene Unternehmer» in Frage, der Protektionismus schade langfristig. Die Regionalisierung sei wichtig, entsprechende wirtschaftliche Resultate seien bisher aber nur wenige zu verbuchen.
«Unsere Wahlstrategie bei den Staatsratswahlen ist aufgegangen, wir haben die Person und nicht die Partei in den Vordergrund gerückt», sagte Emanuel Waeber, Präsident der CVP Sensebezirk. Georges Bouverat, CVP-Kantonalpräsident, empfahl: «Wir müssen zusammenrücken – der Grosse Rat, der Staatsrat und die Parteimitglieder – und zusammen am gleichen Strick ziehen.»
Man könne auch mit Stolz die positiven Ereignisse herausstreichen: Das hervorragende Wahlergebnis von Beat Vonlanthen in den Staatsrat (mit 46 Prozent Ja-Stimmen) und die Annahme der Freiburger Verfassung mit 58 Prozent seien zwei Beispiele dafür. Das nächste wichtige Datum sei die Abstimmung vom kommenden 26. September über die Mutterschaftsversicherung.
Der gewählte Staatsrat Beat Vonlanthen sprach über aktuelle politische Freiburger Themen. Er werde sich für den ganzen Kanton einsetzen, dabei aber eine besondere Sensibilität für die beiden deutschsprachigen Kantonsteile, den Sensebezirk und den Seebezirk, behalten. Freiburg sei zwar der bevölkerungsmässig jüngste Kanton, dabei aber ein «Steuerhölle».

Modernste Kantonsverfassung

«Die Zukunft muss laufend entwickelt werden», sagte Vonlanthen. Wichtig sei es, die Strategie für das Wirtschaftswachstum zu entwickeln, den Standard in der Ausbildung zu halten, den Bürgern Sicherheit zu vermitteln und die Zweisprachigkeit zu fördern. Dazu müsse die Bürgernähe gepflegt und die Steuerattraktivität gesteigert werden. Freiburg müsse seine Trümpfe stolz ausspielen. Man habe jetzt die modernste Verfassung der Schweiz.

Zur Wirtschaftssituation sagte Vonlanthen: «Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bei uns sind fantastisch, wir haben die niedrigste Arbeitslosenquote in der Westschweiz, ein breit abgestütztes Bildungssystem und sind der jüngste Kanton der Schweiz.»

Die Steuern der natürlichen Perso-nen müssten gesenkt, die steuerliche Belastung der Unternehmen neu bewertet werden. Mit den zwei Autobahnen und guten Angeboten im öffentlichen Verkehr sei man als Wirtschaftsstandort attraktiv.

Der Kanton Freiburg
muss handeln

Freiburg müsse seine Identität als Brückenkanton vermehrt wahrnehmen. «Wo positioniert sich Freiburg?», fragte der neu gewählte Staatsrat. Man müsse sich vorsehen, dass Freiburg nicht zwischen den beiden Achsen, dem Grossraum Zürich und dem Grossraum Genf-Lausanne, zu kurz komme. «Wir müssen in die Hände spucken und handeln. Nichts ist gefährlicher als die Seelenruhe. Wir dürfen uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen.» Als eine Priorität betrachte er es, die Steuerattraktivität zu verbessern.

Reto Kunz tritt aus dem Vorstand der CVP Seebezirk aus. Eine Ersatzwahl erfolgt später. Peter Huber tritt als Präsident der Bezirkspartei zurück. Stefan Buob aus Merlach ist sein Nachfolger als Seebezirkspräsident der CVP.

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