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Mehr Tiere und Marktstände

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Mehr Tiere und Marktstände

Optimale Bedingungen am 409. Schafscheid in Jaun

Nahezu 400 Schafe und Ziegen sind am Montag am Schafscheid in Jaun aufgeführt worden. Dies bedeutet gegenüber den Vorjahren eine Steigerung. Auch das Intertesse an Marktständen hat wieder zugenommen.

Von WALTER BUCHS

Am astronomisch letzten und am meteorologisch (vorläufig) letzten Sommertag haben Hunderte von Besucherinnen und Besucher gestern die Gelegenheit wahrgenommen, den traditionellen Schafscheid in Jaun zu besuchen. Entlang der Kantonalstrasse durchs Dorf herrschte eine fröhliche, aufgeräumte Volksfeststimmung. Das Bedürfnis, Kontakte mit Verwandten, Freunden und Bekannten zu pflegen, war bei den meisten offensichtlich grösser als die Kauflust.

Grosses Angebot drückt Preise

Die Schafe, die an den Hängen der Jaunerberge gesömmert wurden, waren durchwegs wohlgenährt und befanden sich in einer guten Verfassung. Trotz Trockenheit hatten die Hirten immer genügend Gras. Im Laufe des Sommers konnten sogar noch mehr Schafe zur Sömmerung angenommen werden, um jene Halter im Unterland zu entlasten, denen das Futter ausging. Auf einigen Alpweiden musste aber das fehlende Wasser ergänzt werden. Auch Schafe brauchen immer ausreichend Wasser, damit sie genügend fressen.

Insbesondere wegen der Futterknappheit im Unterland ist das Angebot an Schlachttieren im Moment recht gross. Von den gut 170 Schafen, welche am Montag von der Proviande, der Genossenschaft zur Verwertung von Schlachtvieh, am Schafscheid angenommen wurden, sind mehr als die Hälfte vom Unterland ins Jauntal geführt worden. Zum Leidwesen der einheimischen Halter drückte dies auf die Preise, welche tiefer waren als in den beiden Vorjahren. Die Richtpreise für Weidelämmer pro Kilo Lebendgewicht lagen zwischen Fr. 3.60 und 5.35, für Schlachtlämmer zwischen 3.75 und 5.50, und für Mutterauen wurden zwischen 1.20 und 2.95 bezahlt.
Auch wenn am gestrigen Schafscheid wieder bedeutend mehr Tiere aufgeführt wurden als in den Vorjahren, kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Schafhalter weiterhin probieren, ihre Tiere vor oder nach dem offiziellen Markt direkt zu verkaufen. Dabei können sie des Öfteren bessere Preise erzielen.

Während in den vergangenen Jahren jeweils etwa 50 Marktfahrer ihre Ware anboten, waren es am Montag rund 65. Wie bei der örtlichen Marktkommission zu vernehmen war, hat die Nachfrage stark zugenommen. Einige hätten sich erst im letzten Moment angemeldet und seien zum Teil ohne Platzgarantie gekommen. Das zunehmende Interesse wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass aufgrund der Situation auf dem Arbeitsmarkt einige ihr Glück in einer neuen selbständigen Tätigkeit suchen und Marktfahrer werden. Dies hat auch zu einem grösseren Angebot geführt, wobei die Stände mit Kleidern, Hüten und Schuhen bei weitem den grössten Anteil ausmachten.

Auf den offiziellen Parkplätzen wurden bis gestern Nachmittag nahezu 650 Fahrzeuge registriert. Dies entspricht in etwa der Anzahl vom Vorjahr. Daraus lässt sich erfahrungsgemäss schliessen, dass gut 2000 auswärtige Besucherinnen und Besucher zum Schafscheid nach Jaun gekommen waren. Ein Grossteil von ihnen liess sich in den Restaurants und den Festzelten das traditionelle Schafscheidmenü servieren.

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