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Mehr Transparenz und Vernetzung

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Offizielle Institutionen wie die Spitex mit einer professionellen Struktur und kleine Vereine wie «Wier häufe», die auf privaten Hilfsleistungen basieren – im Sensebezirk sind viele Akteure am Werk, die das Leben von älteren Menschen erleichtern wollen. Doch nicht immer gelangen die Informationen über die Angebote auch an die richtige Stelle. Diese Vernetzung zu verbessern, ist das Ziel des Programms Socius, das seit 2014 läuft.

Breit abgestützt

Der Anstoss kommt von der Schweizerischen Age-Stiftung (siehe Kasten). Unter dem Motto «Socius – wenn Älterwerden Hilfe braucht» stellt sie Gemeinden und Regionen Geld für Projekte im Bereich Altersstrukturen zur Verfügung. Corinne Zosso aus Schmitten, die seit acht Jahren im Vorstand der Spitex ist, hat von der Idee gehört und sie in den Sensebezirk getragen.

Unter der Federführung der Spitex haben in der Folge das Gesundheitsnetz, die Rentnervereinigung und das Oberamt ein Dossier eingereicht. Etwa 50 Bewerbungen hat die Age-Stiftung erhalten, zehn wurden berücksichtigt – darunter auch das Sensler Projekt. Dieses wird nun vom Gesundheitsnetz umgesetzt. Bis 2018 zahlt die Age-Stiftung 140 000 Franken in vier jährlichen Tranchen für das Vernetzungsprojekt Sense. Die Fortschritte werden regelmässig evaluiert und die Programmteilnehmer liefern Zwischenberichte ab und präsentieren sie an Treffen, wo auch ein Erfahrungsaustausch geschieht. Das Programm wird wissenschaftlich begleitet.

Lücken aufspüren

Am Ende der vier Jahre soll ein Konzept vorliegen, in dem alle Dienstleistungen für ältere Personen im Sensebezirk berücksichtigt sind. «Am Entwurf arbeiten wir jetzt gerade, bis Oktober soll er fertig sein», erklärt Corinne Zosso, welche die Projektleitung übernommen hat. In Arbeitsgruppen sind Themen wie Mobilität, Wohnen, finanzielle Sicherheit, Hilfe und Pflege zu Hause oder Prävention analysiert worden. «Der Ist-Zustand über die vorhandenen Angebote wird aufgenommen, Lücken werden aufgezeigt und Vorschläge formuliert, wie diese gefüllt werden könnten», so die Projektleiterin.

Die Mitglieder des Projektteams und der Arbeitsgruppen kommen aus den verschiedensten Branchen und Interessensgebieten. «Es sind Leute von der Basis dabei, die durch ihre tägliche Arbeit die Bedürfnisse der Betagten sehr gut kennen.» Es seien alles Sensler, die im Bezirk leben, ein dichtes Beziehungsnetz hätten und sehr nah an der Bevölkerung seien. «Das gibt uns die Gewähr, dass alle Bereiche abgedeckt sind.»

Transparenz schaffen

Ziel ist es, dass das Konzept von allen 19 Gemeinden als Alterskonzept Sense verabschiedet wird. «Je konkreter, desto schwieriger», sagt Corinne Zosso zur Frage, wo der Knackpunkt bei der Umsetzung sei. Beim Thema Mobilität zum Beispiel sei rasch klar, dass ältere Leute auf Einkaufsmöglichkeiten angewiesen sind, die möglichst zu Fuss gut zu erreichen sind. «Einige wissen, dass es Angebote für einen Transport zum Coiffeur oder zum Arzt gibt, wenn sie nicht mehr gut zu Fuss sind. Es fehlt aber eine Übersicht der Angebote und beispielsweise die Informationen, wer rollstuhlgängige Fahrzeuge zur Verfügung stellt und wie viel die einzelnen Angebote kosten.» Ziel ist es deshalb, Transparenz zu schaffen für den Kunden, um es ihm zu vereinfachen, die Dienste in Anspruch zu nehmen.

Wenn der Konzeptentwurf steht, wird er in den Gemeinden vorgestellt und geht in eine Vernehmlassung. Corinne Zosso rechnet damit, dass das Konzept Ende März 2017 bereinigt ist, so dass es im Mai 2017 verabschiedet werden kann.

Idee für eine Anlaufstelle

Egal ob Mobilität oder andere Themen, immer wieder ist im Projektteam und in den Arbeitsgruppen die Idee einer Koordinationsstelle aufgekommen. «Wie diese genau aussehen könnte, ist noch nicht klar.» Möglich wären eine physische Stelle, also ein Schalter oder Büro, eine Internetplattform und eine einheitliche Telefonnummer. Offen ist heute deshalb auch, wie der Betrieb einer solchen Stelle finanziert werden könnte.

«Unsere Arbeit knüpft nahtlos an das kantonale Konzept Senior plus an», sagt Corinne Zosso. Die intensive Auseinandersetzung mit den Angeboten für das Alter habe gezeigt, dass der Sensebezirk über ein gutes Angebot verfüge. «Es gibt sicher immer wieder Optimierungspotenzial, denn die Gesellschaft wandelt sich und damit auch die Bedürfnisse», sagt Corinne Zosso. Mit dem Projekt werde eine gute Arbeitsgrundlage für die Gemeinden geschaffen, auf der sie aufbauen könnten.

Fakten

Neue Ideen für die Altersarbeit

Die Age-Stiftung, 2000 gegründet, setzt den Fokus auf Wohnen und Älterwerden. Sie fördert gute Wohnformen für ältere Menschen und hilft bei der Umsetzung von Wohn-, Betreuungs- oder Dienstleistungsmodellen. 2014 lancierte sie das Programm Socius. Neben dem Sensler Projekt gibt es neun weitere Teilnehmer. In Biel etwa wird ein Netzwerk für ältere Menschen aufgebaut, um gegen die Vereinsamung anzugehen. In Bern laufen Bestrebungen, die Nachbarschaftshilfe auszubauen, damit die Betagten im gewohnten Quartier alt werden können, und in Bassersdorf (ZH) wird das Augenmerk auf die Entlastung von pflegenden Angehörigen gelegt.im

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