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Mehr Unterstützung für Jugendliche mit psychischen Problemen gefordert

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Im Kanton Freiburg fehlen stationäre Therapieplätze für Deutschsprachige mit Essstörungen oder anderen psychischen Problemen, was im Einzelfall zu prekären Situa­tionen führen kann (die FN berichteten). In einem Postulat forderten die Grossratsmitglieder Bernadette Mäder-Brülhart (Mitte links – CSP, Schmitten) und Markus Bapst (CVP, Düdingen), etwas gegen diese Missstände zu unternehmen. «Anstelle von ausserkantonalen Vereinbarungen wäre allenfalls zu prüfen, welche Angebote kantonsintern in einem Gesamtkonzept entwickelt respektive weiterentwickelt werden können», schreiben die beiden Abgeordneten in ihrem Vorstoss.

In ihrer nun vorliegenden Antwort unterstreicht die Kantonsregierung die Wichtigkeit einer angemessenen psychia­trischen Betreuung der deutschsprachigen Freiburger Jugendlichen. Sie empfiehlt dem Grossen Rat daher, das Postulat für erheblich zu erklären.

Zusätzliche Betten in Villars

Mit der Spitalplanung setze der Staatsrat alles daran, diese Betreuung mit einem kantonsinternen Angebot sowie mit dem Zugang zum ausserkantonalen Angebot sicherzustellen. Zurzeit laufe etwa eine Analyse der Patientenströme der Freiburger Jugendlichen, die an Essstörungen leiden, zu Berner Spitälern. Dabei gehe es unter anderem um die Anzahl dieser Jugendlichen sowie die Wartefristen. Sobald diese Analyse vorliege, werde es möglich sein, festzulegen, ob mit Berner Anstalten Vereinbarungen in Betracht gezogen werden müssten und ob diese vor der nächsten Spitalplanung abzuschliessen seien.

Eine wichtige Etappe stelle diesbezüglich auch die Eröffnung des deutschsprachigen Zentrums des Freiburger Netzwerks für psychische Gesundheit am Standort Villars-sur-Glâne im April 2017 dar. Das aktuelle dortige Angebot mit 17  Plätzen werde im kommenden April mit der Verlegung von 20  deutschsprachigen Spitalbetten aus Marsens sowie mit der Einrichtung von zehn zusätzlichen Betten erweitert. Eine noch weitergehende Erweiterung um weitere zehn Betten sei nach Bedarf ebenfalls möglich. Das Angebot dieses deutschsprachigen Zen­trums richte sich jedoch an erwachsene und ältere Personen.

«Was ist mit Depressionen?»

Bernadette Mäder-Brülhart betonte auf Anfrage, dass es grundsätzlich sehr positiv sei, dass der Staatsrat das Postulat befürwortet. Für «ganz gefährlich» hält es die christlichsoziale Grossrätin hingegen, dass nur die Situation von Menschen mit Essstörungen analysiert werden solle. «Alles andere bleibt ausgeschlossen», sagt sie. «Was ist mit Depressionen, Angstzuständen oder Drogensucht?» Die Problematik bleibe virulent – umso mehr, als der Kanton Bern nur noch ausserkantonale Überweisungen akzeptieren wolle, die direkt von einem kinder- und jugendpsychiatrischen Dienst stammen würden.

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