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Mehr Velos erfordern ein angepasstes Routennetz

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Das Nebeneinander von Velos und anderen Fahrzeugen will koordiniert sein.
Aldo Ellena/a

Mehr Velos bedeuten auch mehr Schnittstellen mit dem restlichen Verkehr. Für zwei SVP-Grossräte ist das problematisch. Den Staatsrat bestätigt dies hingegen in seinem Sachplan Velo.

Der Fahrradverkehr hat sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum zugenommen. Dies ist einerseits auf die Corona-Pandemie, andererseits auch auf eine aktive Veloförderungspolitik zurückzuführen. Zudem dürfen Kinder bis zu 12 Jahren seit diesem Jahr mit dem Velo auf dem Trottoir fahren, wenn es keinen Radweg oder Radstreifen gibt.

Diese Entwicklung sei zwar begrüssenswert, bringe andererseits aber auch Probleme mit sich, haben die beiden SVP-Grossräte Roland Mesot (Châtel-St-Denis) und Michel Chevalley (ehemalig, Tatroz) in einer Anfrage an den Staatsrat festgehalten. Das Nebeneinander der Verkehrsteilnehmenden gestalte sich schwierig, es fehle an Fahrspuren für den Langsamverkehr, und die Unfallgefahr erhöhe sich. Dazu komme, dass nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer oft die Verkehrsvorschriften missachten, und die Voralpen würden sich zum Paradies für Mountainbiker entwickeln. Die beiden Grossräte wollten vom Staatsrat wissen, was der Kanton und auch die Polizei zur Lösung dieser Probleme machen oder vorsehen. 

In seiner Antwort verweist der Staatsrat auf den Sachplan Velo vom Dezember 2018, welcher das kantonale Velonetz definiere. Dieses überschneide sich teilweise mit dem kantonalen Strassennetz, umfasse aber auch Velorouten, welche eine Netzfunktion übernehmen, etwa die Transagglo von Rosé nach Düdingen und die Verbindung von Bulle nach La Tour-de-Trême. Die Freiburger Regierung setze sich für die Umsetzung des Sachplans ein, auch wenn die personellen und finanziellen Ressourcen begrenzt seien. Dafür sei ein Team «Velo» mit Mitarbeitenden des Amts für Mobilität und des Tiefbauamts gegründet worden.

Zehn Kilometer pro Jahr

Gemäss dem Staatsrat sollen für das Velo durchschnittlich 10 Kilometer pro Jahr gebaut werden. Ende 2020 umfasste das kantonale Velonetz auf Kantonsstrassen 98 Kilometer. Bis Ende 2021 sollen 39 bauliche Massnahmen in Angriff genommen werden. Die Finanzierung erfolge aus dem Infrastrukturfonds, Krediten aus dem Grossen Rat für Bauwerke und auch aus dem Wiederankurbelungsplan für die Wirtschaft.

Für den Staatsrat ist das Nebeneinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmenden in erster Linie ein urbanes Problem. Eine sichtbare Polizeipräsenz trage zur Lösung bei, dazu komme aber auch proaktives Handeln etwa im Bereich der Kommunikation. So sind gemäss Staatsrat die bürgernahe Polizei, die Verkehrspolizei, die mobile Polizei und auch die Kommunikations- und Präventionsabteilung für mehr Sicherheit zuständig. 

Polizei schult sich

Der Staatsrat schreibt in seiner Antwort, dass noch Verbesserungsmöglichkeiten bei der Signalisation bestehen. Bei der Benützung der Trottoirs durch velofahrende Kinder seien Präzisierungen zum gewünschten Verhalten denkbar. Dazu gehört beispielsweise das Fahren im Schritttempo.

Doch auch die Polizei selber setzt auf das Velo. Gemäss der Antwort hat die Gendarmerie insgesamt 22 E-Bikes angeschafft. Beamte seien eigens zu Spezialisten für Motorräder ausgebildet oder in den technischen Anforderungen für E-Bikes geschult worden.

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