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Mein Sohn – eine Wundertüte

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Es geht um ein sehr persönliches, intimes Buch. In «Jakob und der Wolldeckenvogel» beschreibt Christoph Schwyzer den Alltag mit seinem behinderten Sohn. Jakob ist anders als andere Fünfjährige, er muss Windeln tragen und kann sich nicht sprechend verständigen.

Christoph Schwyzer beschreibt den gemeinsamen Weg mit all seinen Stolpersteinen und Behinderungen. In 156, meist kurzen Texten, lässt der Autor und Vater die Leserin, den Leser, teilhaben an abenteuerlichen Streifzügen durch Stadt und Natur.

Auf der Kehrmaschine

Oft sind die beiden zu Unzeiten unterwegs, morgens sehr früh schon als Erste auf dem Spielplatz oder erst bei strömendem Regen auf dem Nachhauseweg. Einer der spannendsten Orte für Jakob ist die belebte Bahnhofshalle. Er ist fasziniert von der Kehrmaschine. Welche Freude, als ein Angestellter Jakob für ein Weilchen auf den Fahrersitz lässt! Überhaupt, Jakobs Freude kann grenzenlos sein.

Es sind aber auch ganz alltäglichen Szenen, die berühren und nicht selten erheitern: Um auf wilder See rudern zu können, genügt ein grosses Bett, der Vater, der die Beine anwinkelt und die Decke bis zum Kinn hochzieht, schon kann sich der rudernde Jakob ins Boot setzen, wohl gepolstert auf Vaters Bauch.

Nicht sein kleiner, zerbrechlicher Körper macht es aus, dass Jakob so schutzlos und verletzlich ist, sondern, dass er auf Gedeih und Verderb der Welt ausgeliefert ist: «Ob das Geläut einer Kirche oder ein Föhnsturm am See, ob meine Heiterkeit oder meine Wut, ob eine Vollmondnacht oder ein Spaziergang durch den Regen, ob Autoknattern oder Katzen, nichts lässt Jakob kalt.» So erlebt der Autor seinen Sohn.

Unendliche Zärtlichkeit

Christoph Schwyzer schreibt auch über die Mühen, die er mit seinem Sohn im Alltag erlebt, und er verschweigt nicht seine gelegentliche Ungeduld, ja Wut, wenn Jakob wieder einmal gar nicht kooperieren will. Diese Aussagen zeugen von grosser Offenheit. Durchdrungen aber ist das ganze Buch von einer unendlichen Zärtlichkeit. Da schreibt ein Vater, wie er dank der Behinderung des Sohnes die Welt auf neue Weise entdeckt. Das Buch macht und zeugt von Mut.

Christoph Schwyzer, geboren 1974, aufgewachsen in Willisau, lebt mit seiner Familie in Luzern. Er arbeitete an der Volksschule, im Altersheim und bei diversen Zeitungen und Zeitschriften. Er arbeitet als Rezitator, Autor und als Herausgeber.

Christoph Schwyzer:«Jakob und der Wolldeckenvogel», Verlag Martin Wallimann, 200 S.

Silvia Häcki-Eggimannist Erwachsenenbildnerin.

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