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Menschen aus aller Welt singen «Le vieux chalet» in der Kapuzinerkirche

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«Wir haben davon geträumt, dass ‹Le vieux chalet› die neue Schweizer Hymne wird–jetzt wird es gar eine internationale Hymne», sagte der Dirigent des Freiburger Chors «Mon Pays» gestern in der Kapuzinerkirche in Freiburg zum Publikum, drehte sich um und hob seinen Stab. Über 50 Sängerinnen und Sänger aus Nepal, Portugal, Polen, Bulgarien und Freiburg sangen daraufhin gemeinsam das Lied von Abbé Joseph Bovet. Dass die meisten von ihnen eigentlich kein Französisch sprechen und die Melodie erst vor kurzem kennenlernten, fiel nicht auf.

 Mit diesem Auftritt bildeten die Sänger den Abschluss eines rund 90-minütigen Konzertes im Rahmen des Internationalen Folkloretreffens Freiburg mit dem Titel «Carte blanche» für Volkslieder.

Fröhliches aus Nepal

Den Auftakt in der Kapuzinerkirche machte der Chor «Mon Pays», der Lieder von Bovet und von Abbé Pierre Kaelin wiedergab. Nach den eher nachdenklichen Klängen begrüssten die nepalesischen Künstler die Zuhörer mit einer Verneigung. Die sechsköpfige Gruppe sang fröhliche Lieder mit eingängigen Rhythmen, begleitet von Rasseln und einer Querflöte. Obwohl einige den Text offenbar nicht auswendig konnten und deshalb gelegentlich aus dem Takt fielen, steckten sie das Publikum mit ihrer guten Laune sichtlich an.

Fröhlich machte der bulgarische Chor weiter. Ein Lied stellte einen witzigen Dialog zwischen den Männern und Frauen dar–das liess sich der Mimik und Gestik entnehmen und der leichten Melodie, der Text blieb allerdings ein Geheimnis.

Ein «Fado» aus Lissabon

Der portugiesische Chor begrüsste die Zuhörer auf Französisch. «Wir werden keine Kirchenlieder singen, aber doch solche mit religiösem Hintergrund», erklärte ein Sänger. Es folgten gefühlvolle Lieder. Eine Frau sang zum Schluss ein «Fado» ein typisches, traurig-sehnsüchtiges Lied aus Lissabon, das eine unglückliche Liebesgeschichte erzählt.

 Bevor alle gemeinsam das Lied «Le vieux chalet» anstimmten, traten die polnischen Sängerinnen und Sänger auf. Sie überzeugten mit äusserst klaren Klängen und starken Solo-Einlagen. Ein Ensemble aus Akkordeon, Bassgeige, Geigen und Klarinette begleitete sie.

Programm

Heute am Folkloretreffen

Auch heute gibt es ein vielfältiges Programm.

18 Uhr:Dezentrale Vorstellung in Moudon («La Genette»).

20 Uhr:Galavorstellung «Von den Karpaten in den sibirischen Norden» (Equilibre).

20 Uhr:Dezentrale Vorstellung in Jaun (Cantorama).

18-24 Uhr:Vorstellungen im Dorf der Nationen (Festplatz St. Leonhard).mir

Dorf der Nationen: Geteilte Meinungen

N eu ist das Dorf der Nationen des Internationalen Folkloretreffens auf dem St.-Leonhard-Areal situiert, wo auch die Eröffnungs- und die Schlussvorstellung stattfinden (die FN berichteten). Die Meinungen zu diesem Wechsel sind geteilt.

«Der Festplatz am Dienstag nach der Eröffnungsvorstellung war ein einmaliges Erlebnis», sagte Cyrill Renz, Mitgründer und ehemaliger Organisator des Folkloretreffens, am Mittwoch auf Anfrage. Früher seien die Besucher nach dieser Vorstellung nach Hause gegangen, aber «am Dienstag blieben viele auf dem Gelände.» Nun bleibe nur, zu sehen, wie sich das Ganze entwickle. Etwas skeptischer zeigte sich Pierre-François Bossy, der das Festival während rund zwanzig Jahren mitorganisiert hat. «Auch wenn ich den Organisatoren wünsche, dass viele Besucher kommen; mein Gefühl sagt mir, dass das Dorf der Nationen im Stadtzentrum sein muss.»

Auch bei den Besuchern des Dorfs der Nationen waren am Dienstag- und Mittwochabend verschiedene Meinungen zu hören. «Ich finde den Platz sehr schön», meint eine Besucherin. «Es ist gut, dass alles beisammen ist», sagt eine andere. Und manche Gottéron-Fans, welche am Spiel vom Dienstag waren, freuten sich, dass sie auf dem Platz noch ein Bier trinken konnten.

Anderer Meinung war ein Mann, der zum ersten Mal am Festival war: «Mir hätte der Anlass im Zentrum besser gefallen.» Ähnlich tönte es am Dienstagnachmittag bei einigen langjährigen Zuschauerinnen, welche dem Eröffnungsumzug beiwohnten: «Ich bin sehr enttäuscht», hiess es, «Es ist mühsam, dass man den Platz nur mit Auto oder Bus erreichen kann» oder «Ich denke nicht, dass ich dieses Jahr dorthin gehen werde.»

Egal, wie die Meinungen sind – was am Ende zählt, ist die Zahl der Zuschauer. Und auch diese ist nicht eindeutig: Zu manchen Zeiten war der Platz bisher gut gefüllt, zu anderen blieben viele der aufgestellten Bänke leer. rb

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