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Menschlichkeit statt Arbeitsdruck

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«Gerade Menschen mit Einschränkungen reagieren sehr sensibel auf Stress. Ein gutes Arbeitsumfeld ist für sie besonders wichtig», sagt Christine Michaud, Direktorin des Zentrums für sozioprofessionelle Integration in Freiburg (CIS). Die Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, IV-Bezügern einen Wiedereinstieg in das Berufsleben zu ermöglichen und ihnen dadurch ein Stück Würde zurückzugeben. «Einerseits bieten wir gesicherte Arbeitsplätze für IV-Rentner an, andererseits kümmern wir uns mittels Praktikumsplätzen um Menschen, denen im Anschluss an einen Arbeitsausfall keine IV mehr zusteht.»

Schicksalsschläge

Der Ursprung der Stiftung reicht ins Jahr 1957 zurück, als der Freiburger Verband gegen Tuberkulose eine Werkstatt für ehemalige Kranke einrichtete. Fünf Jahre später wurde eine offizielle Stiftung gegründet, die sich heute um Menschen kümmert, die aufgrund physischer oder psychischer Einschränkungen nicht mehr arbeitsfähig sind. «Die meisten von ihnen hatten ein normales Leben, bis sie von einer Krankheit, einem Unfall oder einem Schicksalsschlag überrascht wurden», so Michaud. «Vom Handwerker bis zum Ingenieur sind alle Berufsgruppen vertreten. Es kann jeden treffen.» In verschiedenen Werkstätten und Dienstleistungsbereichen bietet das CIS rund 120 IV-Bezügern eine Arbeitsmöglichkeit an. «Die Herausforderung ist, einerseits den Erwartungen der Kunden in Bezug auf Qualität und Produktivität gerecht zu werden, andererseits auf die Kapazitäten unserer Mitarbeiter einzugehen», sagt die Direktorin. Zusätzlich zu den Arbeitsstellen nimmt das CIS Praktikanten an, die direkt von der IV vermittelt werden. Ein solches Praktikum dauert bis zu einem Jahr und soll die Betroffenen auf ihrem Weg zurück in den Arbeitsalltag begleiten.

Zusätzliche Plätze

Dieses Jahr feiert die Stiftung ihr 50-jähriges Bestehen und öffnet dazu ihre Türen (siehe Kasten). Gleichzeitig wird das frisch renovierte Gebäude eingeweiht, das die Dienste des CIS zentralisiert. Statt wie bisher in Marly befinden sich der Hauptort für die Standortbestimmungen der Invalidenrente (CEPAI), das Materiallager der Werkateliers und der Sektor der Stromzähler nun ebenfalls in Freiburg. Die neuen Lokalitäten ermöglichen dem CIS, die Praktikumsplätze von 50 auf 70 auszubauen. Für die Zukunft träumt Direktorin Michaud von einem weiteren Schritt: «Ich wünsche mir, dass die Gesellschaft verstärkt mithilft, Menschen trotz Einschränkungen zu integrieren.» Konkret stelle sie sich vor, dass Firmenaufträge nicht mehr ausschliesslich in der Stiftung ausgeführt würden, sondern auch direkt vor Ort in den jeweiligen Unternehmen. «Gerne würden wir den Firmen helfen, diese Mitarbeiter zu empfangen und unterstützen.»

Jubiläum: Das CSI öffnet seine Türen

U m sein 50-jähriges Bestehen zu feiern, lädt das Zentrum für sozioprofessionelle Integration in Freiburg (CIS) morgen Samstag zu einem Tag der offenen Türe ein. Die Besucher können auf einem eigens angelegten Rundgang die verschiedenen Bereiche des Zentrums kennenlernen und einen Einblick in die aktuellen Dienstzweige der Werkstätte erhalten. Das Zentrum zählt elf verschiedene Ateliers, in denen Elektrogeräte zusammengebaut, Internetseiten gestaltet, Dienste verwaltet oder Versandaufgaben erledigt werden. Auch das Restaurant «Le Voisin» gehört dazu. «Für unsere Mitarbeiter ist dies die Gelegenheit, ihre Arbeit ihrem Umfeld und der Öffentlichkeit zu präsentieren», freut sich Stiftungsdirektorin Christine Michaud. 220 Personen arbeiten im Zentrum, darunter sind 50 Praktikanten und 45 Betreuer.

Historische Ausstellung

Anlässlich der Jubiläumsfeier wird auch das frisch renovierte Gebäude eingeweiht und ebenfalls zur Besichtigung offen stehen. Zusätzlich führt eine reichhaltige Ausstellung mit Bildern und Dokumenten den Besucher durch die vergangenen 50 Jahre der Stiftung. jdb

Tag der offenen Tür: Sa., 6. Oktober, 13 bis 17 Uhr, CIS, Route des Daillettes 1, Freiburg.

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