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Michel Aebischer stehen die aufregendsten Monate seiner Karriere bevor

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Am Sonntag startet Michel Aebischer mit dem FC Bologna in die neue Serie-A-Saison. Der Sensler Fussballer strebt einen Platz in der Startformation an – und will dadurch die Chance auf die Teilnahme an der WM in Katar erhöhen.

Michel Aebischer spricht, wie er Fussball spielt – ruhig und abgeklärt. «Sicher, es ist eine spannende Zeit, in der vieles passieren kann», sagt er, darauf angesprochen, dass für ihn wegweisende Wochen anstehen, im Telefongespräch mit den FN. «Aber das macht mich nicht nervös. Ich bin nicht der Typ, der sich zu sehr unter Druck setzt, das ist schlicht nicht mein Naturell.» Gründe, um nervös zu werden, gäbe es genug. In den kommenden Monaten wird sich weisen, ob sich Michel Aebischer in einer Top-5-Liga als Stammspieler etablieren kann. Und es wird sich entscheiden, ob er erstmals für ein grosses Turnier selektioniert und mit der Schweiz an der WM in Katar teilnehmen wird.

Geerdet wie er ist, nimmt man dem Mittelfeldspieler aus Heitenried die Unaufgeregtheit ab. Er werde sich nicht jedes Mal gleich Sorgen um die WM-Teilnahme machen, wenn er einmal nicht in der Startelf stehe. «Und ich mache auch nichts Spezielles, esse nicht plötzlich nur noch Pasta oder so», sagt er und lacht. «Ich gebe, wie immer, in jedem Training und jedem Match mein Bestes und schaue, was dabei herauskommt.»

Nah an der Startelf

Michel Aebischers Unaufgeregtheit ist nicht mit Ambitionslosigkeit zu verwechseln. Für sein erstes Auslandengagement hatte er einen klaren Plan. Er wechselte absichtlich bereits in der Winterpause, um sich ein halbes Jahr lang akklimatisieren zu können. Tatsächlich hatte er in der Rückrunde der vergangenen Saison einen schweren Stand. 16 Mal stand er im Kader, zwölf Mal kam er auch wirklich zum Einsatz, nur vier Mal stand er dabei in der Startformation. Ein Tor oder ein Assist gelangen ihm bis jetzt nicht. Nun ist die Lehrzeit, wie der 25-Jährige sein erstes halbes Jahr stets nannte, vorbei. Beginnt nun also der Ernst? Kommt nun der grosse Angriff? «Im Grossen und Ganzen kann man das so sagen, ich will in die Startelf und bin meiner Meinung nach nah dran.»

In den letzten Monaten passte der Freiburger sein Spiel an die neue Liga an. «Hier in Italien geht es darum, möglichst keine Fehler zu machen, so sicher wie möglich zu spielen.» Das mache er, und er sei körperlich robuster geworden. Auch sein Standing in der Mannschaft habe sich verändert. «Ich konnte im letzten halben Jahr beweisen, dass ich ein guter Fussballer bin. Man kennt mich nun, ich bin nicht mehr der Neue, der aus einer kleinen Liga gekommen ist.»

Ein bisschen weniger Konkurrenz

Wie gross also ist die Wahrscheinlichkeit, dass Michel Aebischer am Sonntag in der Startelf steht, wenn sein FC Bologna mit dem Auswärtsspiel bei Lazio Rom in die Meisterschaft startet? «Ich würde sagen fifty-fifty.» Der Argentinier Nicolas Dominguez und er seien ungefähr auf dem gleichen Level. Beim 1:0-Sieg im Cupspiel gegen Serie-B-Team Cosenza gab Trainer Sinisa Mihajlovic am Montag zunächst Dominguez den Vorzug, erst in der 71. Minute ersetzte ihn Aebischer. «Vielleicht ist es am Sonntag ja umgekehrt.»

Grundsätzlich präsentiert sich die Ausgangslage ähnlich wie im letzten Jahr: Fünf bis sechs Spieler kämpfen um die drei Plätze im zentralen Mittelfeld. Allerdings ist die Konkurrenz für Aebischer womöglich einen Tick weniger gross. Der schwedische Nationalspieler Mattias Svanberg wechselte zum VfL Wolfsburg in die Bundesliga. Der junge Schotte Lewis Ferguson, der dafür aus Aberdeen kam, ist sicher noch nicht auf demselben Niveau.

Fünf Tage keinen Ball gesehen

Allzu viele Rückmeldungen vom Trainerteam erhalten die Spieler Bolognas nicht. Aber Aebischer geht davon aus, dass Mihajlovic mit ihm zufrieden ist. Dafür spricht auch die Tatsache, dass der Club für den Sensler, der für die vergangene Rückrunde nur von YB ausgeliehen war, im Sommer die Kaufoption gezogen hat. Aebischer ist nun bis 2026 an Bologna gebunden.

In den vergangenen Wochen absolvierte er erstmals die Saisonvorbereitung mit seinem neuen Team. Was war anders als in den Jahren zuvor in Bern mit den Young Boys? «Zunächst einmal hatte ich die längste Sommerpause meiner Karriere: vier Wochen. Das hat gut getan.» Der Grund ist simpel: Die Serie A fängt viel später an als die Super League. Kam hinzu, dass Aebischer nicht wie das Gros der Mannschaft Anfang Juli, sondern erst am 10. Juli den Trainingsbetrieb aufnahm, weil er nach der letzten Saison noch mit der Schweizer Nationalmannschaft in der Nations League im Einsatz gestanden hatte. Die Vorbereitung selbst sei dann aber ähnlich gewesen wie bei YB. «Abgesehen davon, dass wir mit Bologna in den ersten fünf Trainings nie einen Ball zu sehen bekamen. ’Seckle’ und Kraftübungen war da alles, was zählte.»

Bologna will in die Top 10

Wie gut Bolognas Vorbereitung war, wird sich ab dem kommenden Wochenende weisen. «Das Ziel des Clubs ist ein Platz in der linken Tabellenhälfte», sagt Aebischer. Es ist eine Referenz an die Darstellung des Klassements in den fussballverrückten italienischen Gazetten – und ist gleichbedeutend mit einer Klassierung unter den ersten zehn. Ob der Club die Zielsetzung erreicht und wie gross Aebischers Anteil daran ist, wird mitentscheiden, ob der Sensler im November an die WM nach Katar reisen wird. «Die Chancen sind intakt, ich bin optimistisch», sagt Aebischer.

Darüber den Kopf zerbrechen wird er sich nicht. Aber dem Sensler stehen mutmasslich die bisher aufregendsten Monate seiner Karriere bevor.

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