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Miere bleibt Präsident der Schiedsrichter

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Autor: bruno grossrieder

Fussball Spätestens seit dem Schiedsrichterstreik vom November 2007 (nach Ausschreitungen im Spiel Wünnewil – Schönberg) ist die Zusammenarbeit zwischen dem FFV und dem Freiburger Schiedsrichter-Verband (FSV) gestört. Dieses Verhältnis erlitt im Juni 2008 einen weiteren Tiefschlag, indem Yoland Miere, in seiner Funktion als Präsident des FC Schönberg, irrtümlich das Matchblatt eines Junioren-C-Spiels unterschrieb, auf welchem ein nicht qualifizierter Spieler figurierte. Für dieses Vergehen wurde Miere vorerst vom FFV für zwölf Monate als Trainer gesperrt. Das Dossier wurde aber auch an den Schweizerischen Fussballverband (SFV) weitergeleitet, welcher Miere daraufhin kurzerhand von der Liste der Schiedsrichter strich. Der FFV setzte im Oktober 2008 noch einen drauf, indem er Miere jegliche offizielle Funktion in einem Verein untersagte. Am 17. Oktober 2008 beschwerte sich Miere bei der Rekurskommission des FFV, welche dieses Verbot mit sofortiger Wirkung aufhob. Anfang März 2009 orientierte Miere alle Schiedsrichterkollegen über den Sachverhalt aus seiner Sicht. Gleichzeitig reichte er Strafklage wegen Amtsmissbrauch gegen die Schiedsrichterkommission des SFV ein.

Die Ruhe vor dem Sturm

Für Zündstoff war somit im Vorfeld der GV in Attalens gesorgt. Nur gerade ein knappes Drittel (80) der 259 eingeschriebenen Schiris nahm sich die Mühe, an der GV teilzunehmen. Die Schiedsrichter bilden eine grosse Familie und schmutzige Wäsche werde innerhalb der Familie gewaschen, sagte Präsident Miere. Er habe sich nichts vorzuwerfen, daher sei ein Rücktritt seinerseits für ihn nie ein Thema gewesen. Die Tatsache, dass ihm über hundert Kollegen ihre Unterstützung in mündlicher oder schriftlicher Form zugesichert haben, habe ihm die nötige Kraft gegeben, diese schwere Zeit durchzustehen. Pierre Bourquet sei nun zurückgetreten, wodurch sich die Spannungen zwischen dem FFV und dem FSV weitgehend auflösen würden, beteuerte Miere. Er werde sich mit seinen Kollegen im Vorstand weiterhin für das Ansehen der Schiedsrichter einsetzen. Gegen fünfzig Schiris wurden in der vergangenen Saison wegen ihres unkorrekten Verhaltens, auf den und um die Spielfelder, vom Vorstand verwarnt.

Bereits zwei Kandidaten

Für die Nachfolge von Pierre Bourquet stehen mit Kilian Gassmann und Robert Raia bereits zwei Kandidaten zur Verfügung. Der 43-jährige Gassmann stellte sich an der Versammlung als ehemaliger Präsident des FC Aumont, aktiver Schiedsrichter, Mitglied des FSV und Instruktor gleich selber vor. Weil Raia aus dem FSV ausgetreten ist, konnte er sich nicht vorstellen. Die Wahl des neuen Vorstandsmitgliedes wird an der Delegiertenversammlung des FFV gegen Ende August in Überstorf erfolgen. Die ganze Angelegenheit dürfte auch dort für Gesprächsstoff sorgen.

Obwohl die Versammlung harmonisch verlief, vermochten einige Schiris ihre Unzufriedenheit über die herrschenden Spannungen nicht zu verbergen. So wurden mehrere Giftpfeile gegen den Vorstand abgefeuert, wobei besonders Kassier Heinz Gutknecht für einige fragwürdige Ausgaben herhalten musste.

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