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Mieten, essen, übernachten: Burgbühl setzt auf Dreifach-Angebot

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Simone Cotting aus Wünnewil und Heribert Kaeser aus Bösingen sollen das Bildungszentrum Burgbühl (BZB) in St. Antoni wieder auf Kurs bringen. Seit Anfang September bilden sie die neue Co-Leitung des kirchlichen Zentrums (die FN berichteten). 55 Arbeitstage haben sie bereits hinter sich. An der ausserordentlichen Delegiertenratsversammlung vom Montagabend stellten sie den Delegierten der Deutschfreiburger Pfarreien ihre Visionen für die Zukunft des Bildungszentrums vor.

«Wir haben hier Mitarbeiter mit viel Herzblut angetroffen. Die Infrastruktur ist da. Für uns ist das Burgbühl ein einmaliger Ort, ein Juwel mit viel Potenzial und einer wunderbaren Parkanlage», sagte Simone Cotting. Die Belegung sei gut, die Rendite allerdings nicht. Deshalb sollen die Dienstleistungen des Bildungszentrums in Zukunft zusammengebracht werden. «Wir möchten Raumvermietung, Verpflegung und Übernachtung möglichst als Paket anbieten», erklärte Heribert Kaeser. Bis anhin sei es vielfach so gewesen, dass die Mieter Essen und Trinken selbst organisiert hätten. Und einzig mit der Raumvermietung könne das Burgbühl nicht viel verdienen.

Büros in Zimmer umwandeln

Der Bildungsbereich sei lukrativ, deshalb will sich das BZB in diesem Kundensegment auch ausserkirchlich einen Namen machen. Da das Bischofsvikariat Ende Jahr von St. Antoni nach Freiburg zieht, fallen Mieteinnahmen weg. Mit wenig Investitionen sollen diese Büroräume nun in Übernachtungszimmer umgewandelt werden. So sollte das Burgbühl gemäss Businessplan im Jahr 2017 auch bei den Übernachtungen zulegen können. «Wir hoffen, dass wir trotz Wegzug des Bischofsvikariats weiterhin als kirchliches Zentrum in Deutschfreiburg wahrgenommen werden», sagte Simone Cotting. Und Heribert Kaeser rief die Delegierten dazu auf, an die Zukunft des Bildungszentrums zu glauben. «Dann wird sich der Erfolg einstellen.»

2017 wohl noch rote Zahlen

Arnold Schöpfer, Stiftungsratspräsident ad interim, erklärte, dass das Jahr 2017 eine Übergangsphase bilden werde, da schon viele Verträge nach den alten Berechnungen abgeschlossen worden seien. «Wir müssen nochmals mit einem negativen Ergebnis rechnen», so Schöpfer. Ab 2018 sollte das BZB dann schwarze Zahlen schreiben können.

«Öffnen Sie das Bildungszentrum auch für Touristen?», wollte eine Delegierte wissen. Schöpfer erklärte, dass Touristen Übernachtungen im Burgbühl in Zukunft online sollen buchen können. Zurzeit funktioniere dies aber noch nicht. Ein anderer Delegierter fragte, ob die «kirchlichen Nutzer» noch irgendwelche Privilegien hätten. Er würde es schade finden, wenn kirchliche Anlässe anderswo stattfinden würden, nur weil es im Burgbühl zu teuer sei. Arnold Schöpfer versicherte, dass das Kostenmanagement zwar erste Priorität habe. Die Preise würden aber nicht einfach massiv erhöht. «Wir haben auch viele Kosten, die wir einsparen können.»

Zum Schluss der Versammlung erhielt das Dreiergremium des Interimsstiftungsrats um Arnold Schöpfer, Marianne Pohl-Henzen und Patrick Mayor Verstärkung: Die Delegierten wählten Ivan Hayoz, den Präsidenten der Freunde des Bildungszentrums Burgbühl und Pfarreiratspräsident in St. Ursen, neu in den Interimsstiftungsrat.

Rückblick

Mit finanziellen Problemen konfrontiert

Sowohl die katholische kirchliche Körperschaft (kkK) als auch die Pfarreien Deutschfreiburgs hatten 2015 angekündigt, das Bildungszentrum Burgbühl in Zukunft mit geringeren finanziellen Beiträgen zu unterstützen. Seither wird intensiv über dessen Zukunft beraten. Im März 2016 hatten alle sechs Stiftungsräte des Zentrums ihr Amt niedergelegt (die FN berichteten). Nun gewähren die Organe der katholischen Kirche dem BZB doch noch finanzielle Hilfe. Im Budget 2017 der kkK sind 15 000 Franken für das Burgbühl vorgesehen – die kkK wollte ihren Beitrag von 94 000 Franken jährlich erst ganz streichen. Die Pfarreien gewähren zusätzlich zu ihrem bis 2018 befristeten jährlichen Beitrag von 40 000 Franken noch 20 000 Franken.

ak

 

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