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Miss und Mister mit einer Botschaft

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 «Seht ihr uns an, dass wir behindert sind?», fragt Celine van Till in die Runde der Taferser OS-Schüler. Die Achtklässler trauen sich nicht so recht, zu antworten. «Und bei mir?», fragt Michael Fässler und macht zwei Schritte nach vorne. «Dein linker Arm ist steif», sagt ein Schüler, und der 26-jährige Baselbieter erzählt seine Geschichte. Seit einer Hirnblutung 2005 ist seine linke Körperseite gelähmt. Während eines Eishockeytrainings bei den Elitejunioren des SCB brach er einfach so zusammen. «Eishockey war mein Leben», erzählt der Mister Handicap den interessierten Schülern. Doch erst durch den Schicksalsschlag sei ihm zum ersten Mal bewusst geworden, was für ein Privileg er gehabt habe und wie schön es nur schon sei, zu Hause sein zu dürfen. Er setzte sich neue Ziele und erreichte sie: Heute gehört er zum Rollstuhl-Tischtennis-Nationalkader und ist seit sechs Jahren Berufssportler.

 Schritt für Schritt zurück

Genauso eindrücklich ist die Geschichte der 23-jährigen Genferin Celine van Till. Nach einem Reitunfall vor sechs Jahren lag sie einen Monat im Koma. Sie erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und konnte beim Aufwachen weder gehen noch sprechen. Doch auch sie kämpfte sich zurück. Sie studiert und reitet wieder, obwohl ihre Sehkraft um fünfzig Prozent reduziert ist und sie alles doppelt wahrnimmt, was sie sieht. «Mit viel Willen erreicht man das Ziel. Immer positiv sein und Schritt für Schritt vorwärtsgehen», lautet ihre Botschaft an die Schüler.

Mit ihrer lockeren und lustigen Art schafften sie es, bei den Schülern das Eis zu brechen. Diese fragten die beiden zum Beispiel, ob es sie nicht störe, dass unter Jugendlichen der Ausdruck «Du bist behindert» als Beleidigung gebraucht werde. Er fände das tragisch, sagte Michael Fässler. Im Alltag habe er einen Weg gefunden, mit neugierigen Blicken umzugehen. «Die Kunst ist es, es als Kompliment anzusehen. Der Mensch ist einfach so. Alles, was nicht der Norm entspricht, schaut er länger an.» Auch Selbstironie sei wichtig. «Ohne würde mir das Leben schwerer fallen». Celine van Till findet es wichtig, dass die Menschen sie ansprechen, wenn sie zum Beispiel wegen ihrer Sehbehinderung ein Trottoir nicht sieht und stolpert. «Wir wollen Berührungsängste abbauen.»

www.misshandicap.ch

 

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