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«Missverhältnis zwischen Lobeshymnen und Geldern»

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La Tuile ist eine Erfolgsgeschichte: Aus der reinen Notschlafstelle ist ein ausgebautes Angebot für Menschen in Notsituationen geworden. Der Verein bietet Wohnraum, Wiedereingliederung, Sozialarbeit und Arbeit an. Er ist aus dem sozialen Angebot des Kantons Freiburgs nicht mehr wegzudenken.

Politikerinnen und Politiker loben La Tuile bei öffentlichen Veranstaltungen denn auch immer wieder. Doch das reicht dem Verein nicht mehr. «Nach und nach hat sich ein Missverhältnis zwischen den Lobeshymnen und den uns bewilligten Geldern entwickelt», schreibt Vorstandspräsident Jean-Claude Jaquet im Jahresbericht, der nächste Woche erscheint und den FN bereits vorliegt. Erhalte La Tuile nicht mehr Subventionen vom Kanton, so müsse der Verein Leistungen abbauen.

«Die Subventionen des Kantons haben mit unserem Ausbau des Angebots nicht Schritt gehalten.»

Eric Mullener

Direktor La Tuile

Das Budget von La Tuile beträgt rund zwei Millionen Franken. 2019 zahlte der Kanton 652 000 Franken daran, zudem gab es 400 000 Franken von der Loterie Romande. Rund 694 000 Franken stammten aus privaten Spenden. «Wir schreiben seit drei Jahren Defizite», sagt Direktor Eric Mullener den FN. Dem Verein fehlten jährlich rund 150 000 Franken.

Die aktuelle Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Freiburg stammt aus dem Jahr 2000; seither hat sich La Tuile jedoch stark weiterentwickelt und das Angebot verdoppelt. «Die Subventionen des Kantons haben damit nicht Schritt gehalten», sagt Eric Mullener. La Tuile verlange dabei nicht, dass der Kanton seine Subvention verdopple. «Schön wäre es, wenn er die fehlenden 150 000 Franken übernehmen würde.»

La Tuile spüre, dass der Kanton Lust habe, den Verein zu unterstützen. «Doch die Lust reicht uns nicht mehr, wir brauchen ein konkretes Engagement.»

Für La Tuile sei es wichtig, mehr als nur die Notschlafstelle anzubieten. «Wir bieten heute eine Hilfe an, mit der die Leute zurück in das soziale Leben finden.» Damit spare der Kanton auch Geld ein, weil er unter dem Strich dank der Angebote von La Tuile unter anderem weniger Sozialhilfe und weniger Aufenthalte in spezialisierten Einrichtungen bezahlen müsse. «Kein Wiedereingliederungsangebot zu haben, käme einem institutionellen Missbrauch gleich», sagt ­Mullener.

In Verhandlungen

Claudia Lauper, Mediensprecherin der kantonalen Direktion für Gesundheit und Soziales, sagt auf Anfrage: «Wir sind uns bewusst, welche Arbeit La Tuile leistet.» Die Leistungsvereinbarung werde derzeit neu verhandelt. «Dabei müssen wir aber die Prozeduren rund um das Budget respektieren.»

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