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Mit Alizée Rey auf zu neuen Ufern

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33-jährig, Juristin, Gemeinderätin von Villars-sur-Glâne und aktiv bei den SP-Frauen: Diesen Rucksack bringt Alizée Rey als neue Präsidentin der SP des Kantons Freiburg mit. Sie wurde gestern am Kongress in Freiburg einstimmig in ihr Amt gewählt und löst dabei Benoît Piller ab, der die Partei seit 2013 geführt hatte. Rey lobte die stille Kraft in Pillers Führungsstil. Von anderer Seite wurde die Vielseitigkeit Pillers hervorgehoben, von seinen analytischen Fähigkeiten bis zu seiner Schaffenskraft. Symbolisch wurde die Amtsübergabe mit der Übergabe eines roten Schals vollzogen.

Auch wenn Alizée Rey erst gestern in das Präsidentenamt gewählt wurde, hatte sie bereits seit Sommer mit den SP-Mandatsträgern Kontakt aufgenommen. Wie sie den FN sagte, habe sie von Beginn weg deren volle Akzeptanz gespürt. Stellvertretend hob Nationalrätin Ursula Schneider Schüttel Reys Kompetenzen, ihre Lebenserfahrung und ihren Einsatz für Menschen in schwierigen Verhältnissen hervor: «Sie widerspiegelt die Werte, welche die SP ausmachen.»

Schon sehr bald stehen die kommunalen Wahlen als Herausforderung an, wo Rey den Bezirks-und Ortssektionen als Kantonalpräsidentin unterstützend zur Seite stehen wolle. Für die kantonalen Wahlen in einem Jahr verkündete sie gegenüber den FN kühne Ziele: «Wir wollen eine linke Mehrheit im Staatsrat erreichen.» Bewusst will sie die Latte hoch setzen, verkündet aber als Minimalziel, den dritten linken Sitz zurückzuholen.

Thematisch will Rey als Parteipräsidentin gemeinsam mit den Grünen ökologische Ziele verfolgen, sie ist aber auch der Meinung, dass die Covid-19-Krise viele Leute in prekäre Verhältnisse gebracht hat und die sozialen Anliegen mehr denn je hohe Priorität geniessen.

Vier neue Vizepräsidenten

Die SP hat an ihrem kantonalen Kongress gestern aber nicht nur einen Wechsel im Präsidium vollzogen, sondern auch bei den Vizepräsidenten mehrere Rochaden vorgenommen. Von den bisherigen Vizepräsidenten machen die beiden Grossräte Grégoire Kubski (Bulle) und Martine Fagherazzi (Ecuvillens) weiter. Von ihren Ämtern zurückgetreten sind Olivier Flechtner (Schmitten), Ursula Schneider Schüttel (Murten) und Xavier Ganioz (Freiburg). Als neue Vizepräsidenten hat der Kongress folgende Personen gewählt: Noah Fasel (St. Ursen), Rose-Marie Rodriguez (Estavayer), Pierre-Alain Perritaz (Freiburg) und Oxel Suarez (Meyriez).

Keine Amtszeitbeschränkung

Im weiteren Verlauf der Versammlung hat der SP-Kongress auch mehrere Statutenänderungen debattiert. So kamen drei Anträge zur Diskussion: die Amtsdauer des Präsidiums auf zehn Jahre, jene von Grossräten auf vier Legislaturen und jene von National- und Ständeräten auf drei Legislaturen zu beschränken. Alle drei Anträge fanden bei den Mitgliedern keine Mehrheit.

Alizée Rey

Der 9. Februar 2014 als Schlüsselerlebnis

Nein, den Marsch blasen wird Alizée Rey ihren Genossinnen und Genossen nicht. Als Jazz-Sängerin mag die neue SP-Präsidentin lieber sanfte Töne, die aber ihre Wirkung ebenfalls nicht verfehlen dürften. Die Richtung vorgeben, Menschen zusammenbringen und für einen Austausch sorgen: So sieht Rey ihre neue Rolle als Kantonalpräsidentin, wie sie im Gespräch auf Deutsch gegenüber den FN sagt.

Die 33-Jährige ist seit 2015 Mitglied der SP und hatte im Jahr zuvor am 9. Februar mit dem Ja des Stimmvolks zur Masseneinwanderungsinitiative ihr Schlüsselerlebnis, das sie in die Politik einsteigen liess. «Ich habe 2014 ein Semester in Oslo studiert. Da habe ich gesehen, wie Norwegen in der Ökologie, bei der Gleichbehandlung der Geschlechter, beim Elternurlaub und der Chancengleichheit im Vergleich zur Schweiz im Vorsprung war. Das war für mich ein Zeichen, etwas für eine offenere Schweiz zu tun.»

Soziale Sensibilität von daheim

Die Juristin im Bundesamt für Sozialversicherungen hat ihre soziale Ader schon in der Kindheit entwickelt, wie sie sagt. «Ich habe drei Schwestern und einen Bruder. Wir waren immer zahlreich am Tisch und gemeinsam füreinander da. Diese Haltung habe ich auch gegenüber der Gesellschaft.»

Als Älteste habe Alizée Rey sich oft um ihre behinderte Schwester gekümmert. Dies habe ihr das Bewusstsein für die sozialen Strukturen in der Schweiz geschärft: «Das Wort IV war in unserer Familie immer präsent.» Ihre Eltern hätten nicht studiert, sagt sie, trotzdem habe sie von der Chancengleichheit in der schweizerischen Gesellschaft profitieren können. Sie habe eigentlich Ärztin werden wollen, die Prüfungen in Chemie und Physik aber zweimal nicht bestanden, und sei so schliesslich Juristin geworden.

Beim Bundesamt kümmert sie sich um Familienpolitik, Sozialversicherungen, Familienzulagen und familienergänzende Betreuung.

Auch im Gemeinderat Villars-sur-Glâne kann sie als Verantwortliche für Soziales, Gesundheit und Beistandschaften ihre beruflichen Kompetenzen einbringen. Für die Politik hat Alizée Rey ein 40-Prozent-Pensum reserviert. Nebst dem Amt als Gemeinderätin und neu dem Parteipräsidium erhofft sie sich nächstes Jahr auch den Sprung in den Grossen Rat.

uh

 

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