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Mit Comics gegen den Rassismus

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Mit Comics gegen den Rassismus

An den Freiburger Berufsschulen sollen Jugendliche Jugendliche sensibilisieren

Heute Dienstag beginnt im Kanton Freiburg eine neue Kampagne zur Prävention von Rassismus. Die Ausstellung «Moi, raciste!?» soll rund 6000 Lehrlinge ansprechen.

Autor: Von CAROLE SCHNEUWLY

Das Projekt «Ich, Rassist!?» besteht aus einem Comicband mit pädagogischen Elementen und einer Ausstellung, die ebenfalls mit den Comicfiguren arbeitet. Es wurde 1998 von der europäischen Kommission lanciert und existiert in 15 Sprachen. Dass die Ausstellung jetzt nach Freiburg kommt, ist einer Zusammenarbeit zwischen dem kantonalen Integrationsdelegierten Bernard Tétard, dem Freiburgischen Roten Kreuz, besonders dem Jugendrotkreuz, sowie den Berufsschul-Verantwortlichen zu verdanken.Weil das Projekt ein jugendliches Publikum anspreche, sei von Anfang an klar gewesen, dass es auch von Jugendlichen präsentiert werden solle, sagte Bernard Tétard am Montag vor den Medien. Er wandte sich deshalb an das erst 2005 gegründete Jugendrotkreuz (JRK) Freiburg, dessen freiwillige Mitarbeiter sich sofort für die Idee begeistern liessen. JRK-Koordinatorin Yolanda Mühlethaler: «Rassismus und Diskriminierung sind aktuelle Themen, die alle etwas angehen und zu denen alle etwas zu sagen haben. Die Ausstellung gibt uns die Möglichkeit, Jugendliche im Alter zwischen 16 und 25 Jahren direkt anzusprechen. Gleichzeitig können wir unsere junge Organisation bekannt machen.»

Täter, Opfer, Zeuge?

Von Mitte Januar bis Mitte März werden JRK-Mitglieder mit der Ausstellung durch die verschiedenen Freiburger Berufsschulen ziehen und mit den Jugendlichen das Thema Rassismus erarbeiten. Dazu haben sie Ateliers zu drei Hauptthemen vorbereitet: Stereotypen und Vorurteile, Rassismus als Kettenreaktion und Diskriminierung im Alltag. Im ersten Teil sollen die Jugendlichen etwa lernen, dass auch im Spass gemachte Sprüche verletzen können. Im zweiten Teil geht es darum, dass je nach Situation jeder Täter, Opfer oder Zeuge sein kann und dass man sich dieser Rollen bewusst werden muss. Der dritte Teil schliesslich sensibilisiert die Jugendlichen für Diskriminierungen aller Art, die nicht nur mit der Rasse zu tun haben müssen.Mit der Ausstellung und den Ateliers werden vorerst nur französischsprachige Lehrlinge angesprochen, weil das Ausstellungsmaterial auf Deutsch nicht existiert. Bernard Tétard ist es aber wichtig, bei einer allfälligen zweiten Durchführung auch die deutschsprachigen Jugendlichen zu erreichen. Es werde abgeklärt, unter welchen Bedingungen der Kanton Freiburg die Ausstellung übersetzen und sie damit vielleicht sogar für die ganze Deutschschweiz zugänglich machen könnte, so der Integrationsdelegierte. Bis dahin wird man in den deutschsprachigen Klassen ein anderes Lehrmittel zum Thema verwenden: die CD-Rom «Xenophilia», welche die Swiss Academy for Development in Biel entwickelt hat.

Die Würde des Menschen

«Die Ausstellung ist ein kleiner Schritt, der aber viel weiter führen kann», sagte Charles Dewarrat, Direktor des Freiburgischen Roten Kreuzes, am Montag anlässlich der Vernissage. Es gehe um den Umgang mit Vorurteilen im Alltag und um die Würde des Menschen. Staatsrat Pascal Corminboeuf freute sich ebenfalls über die Initiative: «Jugendliche kommen besser an Jugendliche heran und können mehr bewirken als Erwachsene.»Das Projekt kostet 3000 Franken für die Miete der Ausstellung und die Spesen der freiwilligen Mitarbeiter. Verläuft es zur Zufriedenheit der Beteiligten, soll es auch in den kommenden Jahren durchgeführt werden, möglicherweise auch in Orientierungsschulen oder an Gymnasien.

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