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Mit Coolness und Courtoisie

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Was habe ich gemacht?», fragt der Velofahrer mit weissem Béret gespielt verzweifelt, als er auf dem Boulevard im Perolles von zwei Polizisten angehalten wird–und eine Handvoll Fotografen auf ihn zustürmen. «Ist es wegen des Helms?» Die Polizisten winken ab: «Der Helm ist nicht obligatorisch.» Auch sonst hat der Radler alles richtig gemacht. Die beiden Polizisten erklären ihm lediglich die wichtigsten Verkehrsregeln für Velofahrer: Radstreifen benützen, Fussgängern den Vortritt lassen, helle Kleider tragen, auf dem Trottoir das Velo stossen, Autokolonnen rechts mit genügend Abstand überholen, Rotlichter beachten. Der Mann nickt. «Ja, ja, ich weiss, das Rotlicht würde auch für uns gelten», sagt er und lacht. Offensichtlich hält er sich nicht immer an diese Regel. Die Polizisten drücken ihm einen Flyer in die Hand und er strampelt davon.

Die Journalisten sind geblieben, denn die Kantonspolizei hat gestern über ihre Präventionskampagne «Bleib cool und teile die Strasse» informiert. «Die Strasse gehört allen. Jeder soll die anderen respektieren und höflich sein», sagte Jean-Pierre Grandjean, Chef der Verkehrs- und Schifffahrtspolizei. Die Kampagne richte sich an alle Verkehrsteilnehmer (siehe Kasten), der Schwerpunkt liege aber bei den Velofahrern. Sie seien besonders gefährdet, da sie bei einem Unfall meist den Kürzeren zögen und sich verletzten.

Letztes Jahr gab es 87 Unfälle mit Velos und E-Bikes, dabei verletzten sich 79 Velofahrer. Das entspricht einer Zunahme der Verletzten von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und: Bei über 50 Prozent der Unfälle waren die Velofahrer schuld. Deshalb betonte Grandjean auch: «Was wir den Velofahrern sagen ist zu ihrer eigenen Sicherheit.»

Am SlowUp präsent

Für die Präventionskampagne wird hauptsächlich die bürgernahe Polizei zuständig sein. «Sie wird das auf ihren üblichen Patrouillen machen», so Grandjean. «Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Präsenz hoch ist, sodass die Leute auf die Kampagne aufmerksam werden.» Sie wird vor allem in Orten im Kanton mit viel Verkehr stattfinden, unter anderem in Murten, Tafers, Düdingen und Kerzers. In all diesen Gemeinden hängt die Kantonspolizei Plakate auf und auch die Busse der Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF sind mit Plakaten ausgestattet. Ausserdem wird die Polizei am kommenden Wochenende am SlowUp in Murten über die Kampagne informieren.

Prävention vor Strafe

Die Velofahrer, welche die Kantonspolizei gestern vor den Medien angehalten hat, verhielten sich alle korrekt. Doch auch wenn jemand gegen eine Verkehrsregel verstösst, muss er nicht gleich mit einer Busse rechnen. «Wir wollen die Leute sensibilisieren und abschrecken», sagt Grandjean. Wenn hingegen ein Velofahrer dreimal hintereinander dabei erwischt werde, wie er auf dem Trottoir fahre, gebe es eine Busse. Die kostet 40 Franken.

Kampagne: An alle Leute auf der Strasse

D ie Kampagne «Bleib cool und teile die Strasse», welche die Kantonspolizei zusammen mit dem Amt für Strassenverkehr und Schifffahrt durchführt, hat diese Woche begonnen und dauert bis im Herbst. Sie läuft in vier Phasen: Von April bis Mai geht es um die Radfahrer. Von Juni bis Juli werden die Fussgänger sensibilisiert: «Viele haben beispielsweise das Gefühl, sie hätten in Tempo-30-Zonen Vortritt. Aber das stimmt nicht, auch wenn sie die Strasse in diesen Zonen überall überqueren dürfen», sagt Jean-Pierre Grandjean, Chef der Verkehrs- und Schifffahrtspolizei. Von August bis September sind die Scooter-, Motorrad- und Mofafahrer im Fokus der Kantonspolizei. Sie dürfen beispielsweise in der Kolonne nicht überholen. Im Oktober konzentriert sich die Kampagne auf die Autofahrer. Sie sollten die Radfahrer nur mit einem Abstand von mindestens einem Meter überholen. mir

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