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Mit dem Alpsommer ist ein Jugendtraum wahr geworden

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Therese Burkhardt gibt ein grosszügiges Stück Bratbutter in die breite Bratpfanne, die auf einem Holzpotager steht. Sie schaut zu, wie das Stück Butter schmilzt, sich in der Pfanne verteilt, und erzählt: «Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen. Als die Rinder im Sommer jeweils auf die Alp gingen, war ich immer traurig. Ich wollte auch auf der Alp bleiben.» Aber im Aargau, wo sie aufwuchs, galt es in den Sommermonaten jeweils, die Kirschen zu ernten. Da musste auch die kleine Therese mit anpacken, und der Traum vom Alpsommer blieb lange Jahre unerfüllt.

«Es passt»

Bis 2012. Therese Burkhardt hängte ihren Job als Key Account Manager im Verkauf an den Nagel und ging für ihre erste Saison auf die Alp Obere Recardets oberhalb vom Schwarzsee. Nun ist sie bereits die achte Saison hier. «Es passt einfach total», sagt sie. Sie möge den Kontakt zu den Tieren – 86 Rinder sömmern auf der Alp  –, aber auch zu den Menschen, und obendrein koche sie gerne. Auch mit dem Besitzer der Alp, einem Landwirt aus St.  Ursen, verstehe sie sich gut. Die meisten der Rinder gehören ihm, dazu kommen solche von vier anderen Landwirten.

Alleine kann Therese Burkhardt die Alp nicht bewirtschaften. Sie hat über die ganze Saison verschiedene Helfer, die einige Wochen bleiben. Die meisten stammen aus Therese Burkhardts Bekanntenkreis, sind etwa pensionierte ehemalige Arbeitskollegen oder Freundinnen, die ihre Ferien auf der Alp verbringen. «Eine meiner Freundinnen sagte einmal: ‹Ich brauche keinen Psy­chiater, ich komme einfach drei Wochen auf die Alp, und dann geht es mir gut.›»

«Kein Zeitdruck»

Therese Burkhardt lacht. Auch ihr geht es sichtlich gut auf der Alp, ihr braun gebranntes Gesicht strahlt während des ganzen Gesprächs. «Klar ist die Arbeit hier oben körperlich streng», sagt sie. «Aber es gibt keinen Zeitdruck und keinen Stress. Es ist ein ganz anderer Rhythmus.» Die Tiere und die Natur gäben den Tagesablauf vor – und das Wetter. «Regnet es, müssen gewisse Arbeiten eben bis zum nächsten Tag warten.» Alles sei ein bisschen entspannter. «Das tut Leib und Seele gut.»

Manchmal gebe es auch schwierige Momente – wie etwa 2015, als ein einziger Blitz 15  Rinder tötete. «Das war traurig.» Solche Vorfälle seien aber selten, sagt Therese Burkhardt. Ansonsten sei das Alpleben genau so, wie sie es sich vorgestellt habe: «Es ist einfach, wir haben wenig, aber machen daraus etwas.»

Die Hütte auf der Alp Obere Recardets ist wahrscheinlich mehr als hundert Jahre alt – das genaue Alter kennt Therese Burkhardt nicht. Früher gehörte die Alp dem Kloster Val­sainte, das oberhalb von Charmey liegt. Damals wurde noch gekäst, und aus diesen Zeiten stammt die Feuergrube hinter dem Holzpotager. «Aus Sicherheitsgründen dürfen wir diese aber nicht mehr brauchen», sagt Therese Burkhardt.

Viele kommen für Rösti

Für den «Brägù», die Spezialität der Hütte, reicht der Herd. Die Hirtin ist gerade dabei, eine grosse Portion vorzubereiten. Eine ihrer Mitarbeiterinnen hat die Kartoffeln geschält, Therese Burkhardt nimmt eine in die Hand und greift sich eine Raffel. Mit geübten Handgriffen raffelt sie die Kartoffeln auf ein Schneidbrett und gibt sie in die Bratpfanne, wo sie sofort zu brutzeln beginnen.

«Viele Leute kommen für den ‹Brägù› hier hoch», sagt sie. Und betont: «Das ist keine Rösti aus der Packung, wir machen alles selbst.» Sie schätzt, dass sie pro Saison weit über 200 Kilogramm Kartoffeln verarbeitet. «Ich kriege viele Komplimente, sie scheint wirklich gut zu sein.»

Die FN besuchen im Rahmen einer Sommerserie verschiedene Alphütten im Kanton Freiburg. Die Alphütte Obere Recardets ist von Schwarzsee Bad aus in ungefähr einer Stunde und fünfzehn Minuten Fussmarsch zu erreichen.

«Hier oben gibt es keinen Zeitdruck und keinen Stress. Es ist einfach ein ganz anderer Rhythmus.»

Therese Burkhardt

Hirtin

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